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Neuer VW T6 mit Sitzprobe

So viel kostet der neue VW Bus

VW T6 Bus Sperrfrist 15.4. 21.00 Uhr Foto: VW 47 Bilder

Volkswagen rüstet den VW-Bus in der nächsten Generation kräftig auf, um besser gegen Konkurrenten wie die V-Klasse von Mercedes bestehen zu können. Mit an Bord des VW T6 sind neue Assistenz- und Infotainmentsysteme, eine leicht modernisierte Optik und verbrauchsoptimierte Motoren. Wir durften den neuen VW T6 für eine Sitzprobe bereits entern.

15.05.2015 Uli Baumann, Holger Wittich, Stefan Cerchez

Neuer VW T6 mit neuem Gesicht

Die sechste Generation des VW-Bus, die eigentlich nur ein großes Facelift ist, feiert als T6 seine Premiere auf der Auto RAI im April 2015 in Amsterdam. Für eine aufgefrischte Optik soll vor allem eine neu gezeichnete Front sorgen, die sich am eckigen Design der Bulli-Studie E-Co-Motion orientiert, die auf dem Autosalon in Genf vorgestellt wurde. Das Gesicht charakterisieren dabei ein zweigeteilter Kühlergrill und neue Scheinwerfer. Die bullige Bugschürze der Studie kommt nur bei den Pkw-Varianten des T6 zum Einsatz. Der normale Transporter wird hier schlichter ausfallen. Ansonsten bleibt der Karosseriekörper unangetastet. Die Rückleuchten erhalten noch eine neue Grafik und die Heckschürze eine neue Form. Zudem wurden die Außenspiegel tiefer angeschlagen. Mit diesen optischen Retuschen soll der VW T6 frisch bleiben, im Kampf gegen die Mercedes V-Klasse. Erst 2020 wird dann VW mit dem neuen T7 an den Start gehen.

VW T6 Bus Sperrfrist 15.4. 21.00 Uhr
Vorstellung VW T6 51 Sek.

Motoren im VW Bus bis 204 PS

Unter der neu gezeichneten Motorhaube arbeiten wieder Zweiliter-Vierzylinder-TDI- und TSI-Motoren. Bei den Diesel-Aggregaten lauten die Leistungsstufen 84, 102, 150 und 204 PS. Die beiden Benziner kommen auf 150 PS und 280 Nm und 204 PS und 350 Nm. Je nach Leistung sind diese mit einem 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem 7-Gang-DSG gekoppelt. Optional ist für verschiedene Versionen auch wieder Allradantrieb zu haben. Serienmäßig wird ein Start-Stoppsystem den Verbrauch aller Motoren um rund 1 Liter senken.

Um den bisher eher mäßigen Federungskomfort zu verbessern, kommen künftig optional adaptiven Dämpfer zum Einsatz. Dabei lässt sich die Fahrwerksregelung DCC in drei verschiedene Modi (Komfort, Normal, Sport) einstellen. Wer es noch straffer möchte, muss jedoch einige Extra-Euro für ein Sportfahrwerk mit 20 mm Tieferlegung investieren. Auch in Sachen Assistenz- und Infotainment-Systemen legt VW beim neuen T6 nach. Neben einem adaptiven Tempomat, City-Notbremsassistent, Multikollisionsberemse, Fernlicht-Assi, Einparkhilfe, elektrisch zu öffnende Heckklappe  und Berganfahrassistent wird der neuen VW Bus auch eine Müdigkeitserkennung, Front-Assist, den Tot-Winkel-Assistenten sowie den Trailer-Assist und eine beheizbare Windschutzscheibe bieten. Außerdem kommen die modernen Komponenten aus dem VW-Infotainmentbaukasten zum Einsatz, damit sind dann auch eine Smartphone-Einbindung und ein Onlinezugang möglich. Zudem agiert der Touchscreen mit einer Annäherungssensorik. Gegen Aufpreis lassen sich Frontscheinwerfer und Rückleuchten mit LED-Technik aufrüsten.

Armaturentafel im VW T6 neu gestaltet

Gänzlich neu gestaltet zeigt sich der Innenraum des neuen VW T6. Easy-Entry-Sitze sind bei Caravelle/Multivan und Kombi an Bord, ebenfalls ein Fahrersitz mit Memory-Funktion. Der Armaturenträger wurde komplett neu gestaltet. Zentrales Element ist ein Bildschirm in der Mitte, der von zwei Luftausströmern flankiert wird. Der Fahrer greift in ein dreispeichiges Lenkrad, schaut auf klassische Rundinstrumente und wechselt die Gänge über einen Schalthebel auf der Stummel-Mittelkonsole. Zudem wird die sehr einfache Materialanmutung im Innenraum durch wesentlich wertvollere Materialien aufgewertet. So soll der T6 größere Flächen bekommen, die wahlweise in Klavierlack, Wagenfarbe, gebürstetem Aluminium oder Edelholz gestaltet werden können. Die Armaturentafel in den Nutzfahrzeugversionen trägt eine schmalere Mittelkonsole und verzichtet auf Cupholder, Multimediafach, ausklappbaren Flaschenhalter und integrierte Telefonschnittstelle.

Angeboten wird der VW T6 wieder als Kastenwagen, als verglaster Kombi, als Doka-Version, als Caravelle, Multivan und Pritsche sowie als California. Zu haben sind wieder zwei Radstände und zwei Dachhöhen. Bestellbar ist der neue VW Bus ab dem 20. April, zu den Händern kommt er im Juli 2015. Die Preise hat Volkswagen mittlerweile auch bekanntgegeben. So beginnt die Skala für den Basis-Multivan "Conceptline" bei 29.952 Euro - für den langen Radstand sind mindestens 47.047 Euro fällig, dafür gibt es den T6 dann aber auch in der Version "Comfortline". Die Topversion "Highline" ist mit dem 204-PS-Motor ab 62.326 Euro zu haben. Zur Einführung möchte VW den T6 außerdem als Sondermodell "Generation Six" ab 45.905 Euro anbieten. Zum 30. Jubiläum des Multivan legt VW zudem die Sondermodelle Multivan Edition 30 und California Edition mit erweiterter Ausstattung und speziellem Edition 30-Dekor auf. Die Preise für den Multivan Edition 30 beginnen bei 49.242 Euro, der California Edition ist ab 47.682 Euro zu haben.

Autor Stefan Cerchez konnte bereits im neuen VW T6 Platz nehmen, hier seine ersten Eindrücke:

VW T6-Sitzprobe

Bei der ersten Begegnung bestätigt sich, was vorab vermutet worden war: Die sichtbaren Änderungen fallen vergleichsweise gering aus - rein optisch geht der T6 als ein größeres T5-Facelift durch. Dennoch hat VW an zahlreichen Stellen Hand angelegt und spricht von einer Erneuerungsrate von 75 Prozent.

Für die Fahrer wichtig: Je nach Grundtyp und Ausstattung gibt es verschiedene Cockpits: Die Standard-Schalttafel mit offenen Ablagen und schmaler Mittelkonsole für den Transporter, die Komfort-Ausführung mit breiter Konsole, geschlossenen Ablagen und verschiedenen Dekorelementen, sowie eine Mischform, die ausschließlich im Multivan Trendline zum Einsatz kommt. Vor allem das Komfort-Cockpit setzt sich hier deutlich vom Vorgänger ab und wirkt in Verbindung mit den neu gestalteten, optional mehrfarbigen Türverkleidungen und geschäumten Materialien im Griffbereich hochwertiger.

Zentrales Element ist ein Radio- oder Navigationssystem mit 6,3-Zoll-Touchscreen, das nun endlich auch im Multivan die aktuellen Funktionen der Pkw-Systeme bietet - inklusive Gestensteuerung und Näherungssensorik.

An den meisten anderen Stellen im Innenraum wirkt der T6 dagegen wie ein guter alter Bekannter: Die Sitzanlage mit Schienensystem (Multivan) oder ausbaubaren Bänken und Einzelsitzen (Caravelle) bleibt prinzipiell ebenso unverändert wie die Multivan-Auskleidung mit Teppich und das Caravelle-Interieur mit robustem Kunststoff.

Heimlicher Star der Premiere war das Multivan-Sondermodell "Generation Six", das mit Zweifarblackierung und 18-Zoll-Felgen im Hochglanz-Look den Bezug zum Samba-Bus der ersten Bulli-Generation herstellt. Während der Generation Six aber nur zur Markteinführung des T6 verfügbar sein wird, soll es zumindest die Zweifarblackierung auch in die Optionsliste des Standardmodells schaffen.

AusstattungslinieLeistung in PSGetriebePreis in €
Conceptline845-Gang manuell29.952
Conceptline1025-Gang manuell32.065
Trendline845-Gang manuell34.301
Trendline1025-Gang manuell36.414
Trendline1506-Gang manuell / 7-Gang DSG39.252
Comfortline1025-Gang manuell44.053
Comfortline1506-Gang manuell / 7-Gang DSG46.981
Comfortline2046-Gang manuell51.384
Comfortline (langer Radstand)1026-Gang manuell47.046
Comfortline (langer Radstand)1506-Gang manuell50.432
Comfortline (langer Radstand)2046-Gang manuell54.377
Highline1506-Gang manuell / 7-Gang DSG57.989
Highline2046-Gang manuell62.326
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