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Neuheiten in der City-Klasse

Stadtautos für jedermann

City-Klasse, Opel Adam-SUV Foto: Christian Schulte 15 Bilder

Wie das perfekte Stadtauto aussieht, wissen wir nicht. Wohl aber, dass die Auswahl der City-tauglichen Flitzer immer größer wird: Das Angebot reicht künftig vom Faltdach-Cabrio bis hin zum Mini-SUV. Wir stellen Ihnen zwölf Neuheiten bis 2017 vor.

17.09.2014 Stefan Cerchez

Crossover - Kleine Autos, großer Auftritt

Der Trend weg von den gewöhnlichen Standardmodellen hin zu Varianten mit einer etwas robusteren Anmutung – aber längst nicht immer mit Allradantrieb – ist in Deutschland ungebrochen. Für das Jahr 2020 rechnen die Prognose-Experten von IHS Automotive mit einer Verdopplung der Kompakt-SUV-Zulassungen gegenüber dem Niveau von 2009. Und so sind die Hersteller bemüht, fleißig Modelle nachzulegen, um diesen Trend bedienen zu können.

Beispiel Opel: Obwohl die Rüsselsheimer mit dem 4,28 Meter kurzen Mokka bereits einen erfolgreichen kompakten Crossover im Programm haben, ist das nächste Modell schon in Planung. Auf der technischen Basis von Adam/Corsa entsteht ein weiteres kleines Sport Utility Vehicle, das die Idee des heute schon erhältlichen Opel Adam Rocks weiterspinnt. Mit einer Länge von weniger als 4,20 Metern wird das viertürige Modell gegen Konkurrenten wie Renault Captur und Peugeot 2008 positioniert und verzichtet im Gegensatz zum Mokka komplett auf Allradantrieb.

Auch andere Spezialitäten wie die gegenläufig öffnenden Fondtüren oder die verschiebbare Rückbank des aktuellen Meriva wird es nicht geben. Dafür steht beim Antrieb die komplette Bandbreite der neuen Opel-Motoren zur Wahl, vom Dreizylinder-Turbobenziner über einen 1,4-Liter-Benziner bis hin zu den bekannten 1,6-Liter-Benzin- und Diesel-Direkteinspritzern. Mit einem ausgeweiteten Angebot an Individualisierungsmöglichkeiten und aktuellem Infotainment zielt Opels Kleiner klar auf die erfolgreiche Mini-Familie – und natürlich auf ein Modell von Branchenprimus VW, der sich bereits dazu bekannt hat, künftig in jeder Fahrzeugklasse ein Crossover-Modell anbieten zu wollen. Soll heißen, dass in den nächsten Jahren neben dem knuffigen Taigun (3,86 Meter) auch ein Polo-SUV zu erwarten ist. Einen Ausblick darauf gab im Frühjahr die rund 4,20 Meter lange Studie T-Roc auf MQB-Basis, die ab 2016 mit einem Einstiegspreis unter 20.000 Euro auf den Markt kommen soll.

Für das gleiche Jahr steht auch die Serienversion des im vergangenen Jahr erstmals gezeigten Kia Niro ins Haus – zwar ohne die Flügeltüren der Studie, aber (auch) mit Hybridantrieb. Noch 2014 kommt dagegen der Jeep Renegade zu uns. Der Bruder des Fiat 500X (Premiere im Herbst) startet mit Frontantrieb und 110-PS- Benziner ab 19.900 Euro.

Kleinwagen-Klassiker und mehr

Die wichtigsten Kleinwagen-Neuheiten des Jahres werfen ihre Schatten voraus. Während es vom Opel Corsa schon offizielle Informationen und Fotos gibt und wir bereits eine erste Gelegenheit zum Fahren hatten, müssen wir uns beim Skoda Fabia noch ein wenig gedulden. Trotzdem sickerten jetzt die ersten Technikdetails zum Nachfolger des kleinen Tschechen durch. Dessen dritte Generation basiert auf der weiterentwickelten Technik des aktuellen Modells und wird um bis zu 110 Kilogramm leichter (Basismodell).

Außen ist der neue Skoda Fabia drei Zentimeter flacher und knapp einen Zentimeter kürzer als der Fabia II, doch Breite, Spur und Radstand (plus 9/3/2 cm) gewinnen zum Teil deutlich dazu. Das sorgt für einen dynamischeren Auftritt und bringt zusätzlich mehr Platz im Innen- und Kofferraum (330 statt bisher 300 Liter). Neben der niedrigen Ladekante und der breiten Heckklappenöffnung erhöhen Staufächer auf beiden Seiten den Alltagsnutzen. Zum Marktstart am Jahresende tritt der Fabia III mit vier Benzin- (60–110 PS) und zwei Dieselmotoren (90/105 PS) an. 2015 folgen ein dritter Diesel mit 75 PS und die beliebte Kombi-Version. Optional gibt es Extras wie ein Panorama-Glasdach, die Handy-Anbindung Mirror-Link sowie eine Rückfahrkamera, als Sicherheitssystem steht der sogenannte Front Assist zur Wahl, der bei zu geringem Abstand den Fahrer warnt und im Ernstfall eine Notbremsung einleitet.

Der Opel Corsa E – zum Jahreswechsel ab rund 12.000 Euro beim Händler – kontert hier mit Extras wie Spurassistenten und Kollisionswarner sowie automatischem Fernlicht und Verkehrszeichenerkennung. Motorenseitig ergänzen der Einliter-Dreizylinder-Benziner (90/115 PS) sowie ein 1,4-Liter-Turbo mit 100 PS das bekannte Angebot.

Wer in dieser Klasse ein wenig mehr Raum und Variabilität sucht, kann sich auf den neuen Honda Jazz freuen, der in Japan und den USA bereits auf dem Markt ist und im nächsten Jahr nach Europa kommt. Ein spürbares Plus an Radstand und Länge (8/6 cm) sorgen bei der dritten Generation (Preise ab 13.000 Euro) für ein besseres Platzangebot und einen größeren Kofferraum (400 l), die Rückbank mit klappbarer Lehne und Sitzfläche bleibt auch dem neuen Modell erhalten. Den Antrieb übernimmt ein 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS, optional auch als Hybrid-Variante.

Microcars mit smarter Auswahl

Nach holprigem Beginn hat sich der Smart über 16 Jahre fest auf dem Markt etabliert. Im November startet nun die dritte Generation, die mit Tridionzelle und Heckmotor zwei typischen Konstruktionsmerkmalen treu bleibt. Auch die Außenlänge bleibt mit knapp 2,70 Metern unverändert. Allerdings gibt es erstmals seit 2006 auch wieder einen viertürigen Smart. Im Gegensatz zum ersten Forfour, der einst in Kooperation mit Mitsubishi auf einer eigenen Frontantriebs-Plattform entwickelt worden war, handelt es sich beim neuen Smart Forfour um eine um 80 Zentimeter gestreckte Version des Zweitürers mit Platz für vier und einem Kofferraumvolumen von 255 bis 975 Litern.

Heute heißt der Kooperationspartner Renault und stellt seinen neuen Twingo auf die gleiche Basis wie Daimler den Smart. Aus diesem Grund kommen die Motoren der Kleinstwagenfamilie nun aus Frankreich. Dabei handelt es sich um drei Dreizylinder-Benziner, die Diesel entfallen ersatzlos. Die Leistungsspanne reicht von 60 über 71 PS (Einliter-Sauger) bis zum 90 PS starken 0,9-Liter-Turbo. Alle Varianten können gegen Aufpreis mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet werden.

Eine weitere Neuerung stellt das serienmäßige (und lang ersehnte) manuelle Fünfganggetriebe dar. Optional steht ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe des Zulieferers Getrag zur Wahl. Zudem profitiert die dritte Smart-Generation vom Mercedes-Know-how in Sachen Assistenzsysteme und Fahrwerk: Der Seitenwindassistent ist serienmäßig, gegen Aufpreis gibt es Abstandswarner und Spurhalteassistent. Die Vorderachse lehnt sich an die entsprechende Konstruktion der C-Klasse an und soll in Kombination mit der verfeinerten Hinterachse und längeren Federwegen für weitaus besseren Fahrkomfort sorgen als bislang. Die Fortwo-Preise starten künftig knapp unter 11.000 Euro (rund 600 Euro mehr als bisher). Dafür sind LED-Tagfahrlicht, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Bordcomputer und Fensterheber Serie.

Auto-Nischen sind keine Erfolgsgarantie

Nicht jede trendige Auto-Nische ist ein Erfolgsgarant für Hersteller – diese leidvolle Erfahrung musste auch Branchenriese Toyota machen. Die Japaner kamen mit ihren Modellen iQ und Urban Cruiser zwar vergleichsweise früh auf den Markt (2009). Trotzdem gelang es in beiden Fällen nicht, die Nachfrage im jeweiligen Segment in entsprechende Verkaufszahlen umzumünzen. War der kleine Toyotta iQ schlicht zu teuer, so dürfte beim Crossover Urban Cruiser das zu brave Design den Ausschlag gegeben haben. Toyota hat zwischenzeitlich reagiert und den Verkauf beider Modelle in Deutschland eingestellt.

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