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Neuheiten VW Golf Variant, Ford Focus und Alfa Milano

Neuheitenflut von VW, Alfa Romeo und Ford

Ford Focus Foto: Schulte 17 Bilder

Neuheitenflut in der Kompaktklasse: Ab Herbst gibt es bei VW den Variant auf Basis des Golf VI, Opel präsentiert den neuen Astra und Ford bereitet den neuen Focus vor.

03.06.2009 Birgit Priemer

Wer sich vom immer stärker werdenden Trend zur Individualisierung lossagen möchte, ist hier genau richtig. Der VW Golf Variant erlaubt keinen Ego-Trip, er ist das uneingeschränkte Bekenntnis zur gesellschaftlichen Konformität - und das mit wachsendem Erfolg. Schlicht heißt also nicht schlecht, sondern macht es einer großen Fangemeinde gerade recht: Zwei Drittel der Kundschaft nutzen das Auto rein gewerblich, 32,9 Prozent entscheiden sich aufgrund des Exterieur-Designs für den praktischen Golf-Kombi und 30,2 Prozent schon allein aus Loyalität zur Marke.

Viele treue Seelen also. Die bekommen zum Modellwechsel ein Auto, das in der Länge drei Zentimeter weniger misst. Das Kofferraumvolumen beläuft sich trotzdem unverändert auf 505 Liter (maximal 1.495), und wer die Rücksitzbank umlegt, kann bis zu 1,70 Meter lange Bänke, Regale oder Pflanzen laden. Das Fassungsvermögen lässt sich durch einen Kunstgriff zusätzlich steigern: einfach den Gepäckraumboden abbestellen, und schon stehen statt 505 gleich 560 Liter (maximal 1.550 Liter) zur Verfügung. Der Variant ist in jeder Hinsicht großzügig dimensioniert, selbst großgewachsene Passagiere dürfte die Stehhöhe unter der geöffneten Heckklappe reichen, denn der Deckel schwingt bis zu einer Höhe von etwas mehr als zwei Metern auf.

Neuer Auftritt des VW Golf Variant

Um den VW Kombi vom Vorgänger zu unterscheiden, muss man ihm allerdings tief in die Augen blicken. Wer genau hinsieht, entdeckt ein neues Felgendesign, modifizierte Stoßfänger, Hauptscheinwerfer mit Tagfahrlicht, ein Nebelscheinwerfermodul mit statischem Abbiegelicht und Chromrahmen sowie neuerdings sichtbare Endrohre. Das Kombiinstrument stammt aus der Limousine und soll mit kleinen Chromringen, einer Klimabedienung aus dem VW Passat CC und schräg liegender Fensterheberkonsole aus dem VW Tiguan ein Wohlgefühl vermitteln, mit dem alle Passagiere vom Alltagsstress abgelenkt werden dürften. Die gut ablesbaren Instrumente leuchten jetzt allerdings nicht mehr blau, sondern in schlichtem Weißton, während sich der Bordcomputer über Lenkradtasten leichter bedienen lässt als bislang.

Wer gerne etwas üppiger aufträgt, wählt statt der Basisversion Trendline die Comfortline-Variante mit 16-Zoll-Rädern und verchromten Fensterrahmen, Highline-Kunden bekommen Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht und Chromeinlage sowie eine Mittelarmlehne mit Ablagebox und Cupholdern dazu. Wenn es etwas mehr sein darf und der VW Golf über das gewerbliche Maß hinaus opulenter ausgestattet werden soll, kann man sich vieler elektronischer Hilfsmittel bedienen, um das Leben angenehmer zu gestalten: Der Parkassistent hilft beim punktgenauen Rangieren, die Rückfahrkamera verhindert Rempler, und die automatische Distanzregelung ACC hält den korrekten Abstand zum Vordermann. Das alles gibt es in Kombination mit Motoren, bei denen sich zumindest auf der Benzinerseite nichts geändert hat.

Zur Wahl stehen zwei Saugmotoren mit 80 und 102 PS sowie der 1.4 TSI mit 122 und 160 PS. Die Diesel sind jetzt komplett auf Common-Rail-Technik umgestellt und leisten 105 PS im 1.6 TDI und 140 PS im 2.0 TDI.

Neuer Alfa Milano und Ford Focus

Es gibt nur wenige Hersteller, die dem Variantenreichtum des VW Golf Paroli bieten könnten. Alfa Romeo beschränkt sich beim Nachfolger des Alfa 147 zunächst auf einen Viertürer, der angesichts der schwachen wirtschaftlichen Lage nun nicht auf der IAA präsentiert wird, sondern erst in Genf 2010. Der Kompaktwagen baut auf einer ganz neuen Konzernplattform im C-Segment auf und soll in der Länge 4,30 Meter messen. Nach dem Alfa Mito geht auch der Alfa Milano mit emotionsgeladener Designsprache auf Kundenfang - und zwar weltweit, sollte eine Kooperation mit Chrysler doch noch zustande kommen. Bei uns soll der Alfa rund 28.000 Euro kosten und mit Parksensoren, Bi- Xenonscheinwerfern, Audioanlage mit MP3-Player sowie einer ganz neuen Motorengeneration zu haben sein. Dank variabler Ventilsteuerung will die italienische Designermarke den CO2- Ausstoß ihrer Palette um rund 15 Prozent reduzieren.

Ford setzt bei der nächsten Generation des Focus auf einen Ausbau der Eco-Boost-Strategie, zu deren Kennzeichen Benzindirekteinspritzung, Start-Stopp-Automatik, eine intelligente Lichtmaschinensteuerung und Doppelkupplungsgetriebe gehören. Spitzenmotorisierung soll ein 1,6-Liter-Turbo mit 180 PS sein, der erstmals in der Studie Iosis Max auf dem Genfer Auto- Salon gezeigt wurde. Der CO2-Ausstoß dieses Modells beläuft sich nach Werksangaben auf nur 125 g/km. Basismotorisierung wird ein neuer Dreizylinder aus der Sigma-Fox-Familie, der ab 2011 unter anderem in Köln gefertigt wird und als Sauger mit 68 und 75 PS sowie als Turbo mit 95 und 112 PS zu haben sein soll.

Dafür bleibt der Focus in seinen Dimensionen nahezu unverändert und basiert auf dem gleichen Fahrwerk wie sein Vorgänger. Der Verkauf startet 2010 in den USA, ab 2011 ist die Neuauflage mit deutlich aufsteigender Schulterlinie, scharfen Sicken und Kanten sowie sehr flächig ausmodulierten Radläufen in Deutschland zu haben.

BMW und Mercedes greifen an

Dann setzen auch die Premiumhersteller zu einem neuen Angriff auf die Konkurrenz an - allerdings mit weit geringeren Stückzahlen, als es zum Beispiel VW auf der Golf-Plattform realisieren kann. Da Mercedes und BMW es bislang nicht geschafft haben, über kleinere Projekte hinaus eine Kooperation einzugehen, bleiben die Baureihen A-/B-Klasse und BMW 1er getrennt. Mercedes hat für seine Kompaktbaureihe statt des Sandwichbodens nun eine konventionelle Frontantriebsplattform entwickelt, BMW bleibt dagegen dem Heckantrieb treu - und damit dem Kundenkreis von Golf, Opel Astra, Focus und Co weit entfernt. Für Individualität gibt es in dieser Klasse eben immer noch genügend Raum.

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