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Neuseeland

Mosley ausgeladen

Foto: dpa

Der neuseeländische Automobilverband hat den in die Sex-Affäre verwickelten FIA-Präsidenten Max Mosley ausgeladen. Verbandssprecher Greg Hunting sagte im neuseeländischen Radio am Mittwoch, dass Mosley nicht wie ursprünglich vorgesehen, an dem Gipfel zum Thema Transport und Umwelt im Juni teilnehmen werde.

09.04.2008

"Ich habe ihm Ende der vergangenen Woche geschrieben, dass es nicht möglich sei unter den gegebenen Umständen", sagte Hunting. Am selben Tag habe er von Mosley ein Schreiben bekommen, in dem er mit Bedauern mitgeteilt habe, nicht zu der Veranstaltung kommen zu können. 

Der neuseeländische Automobilverband ist mittlerweile der sechste nationale Club, der sich gegen Mosley gestellt hat. Nachdem nach Bekanntwerden der Affäre als erster der deutsche ADAC klar Stellung bezogen und dem FIA-Chef ein sorgfältiges Nachdenken über seine Rolle in der Organisation nahegelegt hatte, folgten die Verbände aus den USA, Kanada, den Niederlanden und Österreich. Zuvor hatten auch schon die deutschen Automobilhersteller BMW und Mercedes den Inhalt des von der britischen Boulevard-Zeitung "News of the World" veröffentlichten Videos scharf verurteilt.

Zudem hatten Honda und Toyota den 67 Jahre alten Briten als Chef des Internationalen Automobilverbandes FIA infrage gestellt. Mosley selbst dementiert seine Beteiligung an sexuellen Rollenspielen mit fünf Prostituierten in London nicht. Der Brite wehrt sich aber gegen eine Verbindung zum Nationalsozialismus in dem Video und leitete rechtliche Schritte gegen die "News of the World" ein. Diese hatte eine Woche nach Veröffentlichung des Videos am vergangenen Sonntag eine der beteiligten Prostituierten zu Wort kommen lassen, die wiederum die Vorwürfe der Zeitung bekräftigte.

Bei einer außerordentlichen Generalversammlung will Mosley die seiner Meinung nach entstandenen Missverständnisse klären. Diese kann frühestens Mitte Mai stattfinden. Bis dahin stehen mit dem Großen Preis von Spanien am 27. April in Barcelona sowie dem Großen Preis der Türkei in Istanbul am 11. Mai zwei weitere der insgesamt 18 WM-Läufe in der Formel 1 an. Beim Rennen zuletzt in Bahrain war Mosley nicht vor Ort. Medienberichten zufolge soll er von der Königlichen Familie ausgeladen worden sein.

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