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Neuwagen Absatz-Studie

Autoboom in Deutschland vorbei

Neuzulassungen, Gebrauchtwagen, Kennzeichen Foto: dpa

Die Menschen in Deutschland werden im nächsten Jahr einer Studie zufolge deutlich weniger neue Autos kaufen als 2011.

17.10.2011 dpa

Die Zahl der Neuzulassungen werde 2012 voraussichtlich um rund 50 000 auf 3,1 Millionen sinken, teilte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen am Montag (17.10.) mit. "Der deutsche Markt schwächelt", sagte Dudenhöffer. "Die Käufer werden trotz bester Konjunktur wegen der erheblichen Verunsicherungen durch Staats- und Verschuldungskrisen in Europa zurückhaltender beim Autokauf."

Schuldenkrise bremst Kauflust

Die Schuldenkrise lässt auch die Menschen in anderen Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und England nicht kalt. In der Europäischen Union (EU) werde die Zahl der verkauften Autos im nächsten Jahr um 300.000 auf 12,9 Millionen schrumpfen, schreibt Dudenhöffer. Im Jahr 2009 seien es noch 14,1 Millionen Fahrzeuge gewesen, in diesem Jahr werde mit 13,2 Millionen Neuzulassungen gerechnet.
 
Ein Zeichen für die Eintrübung sieht Dudenhöffer in deutlich steigenden Rabatten für Autokäufer. "Jetzt versucht man, die Preiskeule herauszuholen", sagte der Autoexperte der Nachrichtenagentur dpa. So würden zum Beispiel von Händlern verstärkt Neuwagen zugelassen und dann als sogenannte Tageszulassungen deutlich günstiger verkauft - den Kunden winken Dudenhöffer zufolge Preisnachlässe zwischen 20 und 25 Prozent.
 
Allein im September stammten der Studie zufolge 30 Prozent aller Neuwagenzulassungen in Deutschland von Autohändlern und Herstellern. Besonders hoch war der Anteil bei Subaru, Jaguar, Chevrolet, Porsche und Landrover, vergleichsweise niedrig dagegen bei Dacia, Smart, Volvo, Suzuki und Mitsubishi.

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