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Neuwagen-Motorisierung

Neuer PS-Rekord in Deutschland

VW Touareg R-Line, Scheinwerfer, Felge Foto: VW 53 Bilder

Die deutschen Neuwagenkäufer setzen auch in Zeiten steigender Spritpreise auf mehr PS denn je. Im Schnitt hatte im Januar 2011 jeder Neuwagen 133,6 PS unter der Haube. Hauptgrund ist der gestiegene Anteil an Diesel-Pkw.

21.02.2011

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Duisburg-Essen. Nachdem die durchschnittliche PS-Zahl von Neuwagen 2009 im Zuge der Abwrackprämie erstmals seit 15 Jahren zurückgegangen war, verzeichnen die Statistiker seit 2010 wieder einen Anstieg der PS-Zahlen.

Neuer PS-Höchstwert im Januar

Der bisherige Höchstwert der durchschnittlichen PS-Zahl von Neuwagen in Deutschland lag bislang bei 131,1 PS im Jahr 2008. Ein Jahr später sorgte die Abwrackprämie und die Vielzahl der Neuwagenverkäufe in der Kleinwagen- und Kompaktklasse dafür, dass dieser Wert auf 118,0 PS fiel. Seit dem vergangenen Jahr sind die Neuwagen in Deutschland jedoch wieder zusehends stärker motorisiert (2010: durchschnittlich 130,5 PS). Im Januar 2011 setzte sich dieser Trend fort und erreichte mit durchschnittlich 133,6 PS einen neuen Höchstwert. Zum Vergleich: 1995 hatten in Deutschland zugelassene Neuwagen im Schnitt noch 95,1 PS unter der Haube.

Der Hauptgrund für den Trend zu höherer Motorleistung liegt nach Aussage der Forscher des Car-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen im gestiegenen Anteil an Diesel-Pkw. Der Marktanteil der Selbstzünder lag im Januar 2011 bei 48 Prozent (2010: 41,9 Prozent; 2009: 30,7 Prozent). Dabei hatte jeder neu zugelassene Diesel im Schnitt 150,5 PS unter der Haube. Bei den Benzinern lag die durchschnittliche PS-Zahl hingegen bei gerade einmal 118,5 PS.

SUV mit kräftigem Diesel-Antrieb sehr beliebt

Der Anstieg des Diesel-Anteils und damit der durchschnittlichen PS-Zahl ist vor allem auf die wachsende Beliebtheit von SUV zurückzuführen. Auf diese Fahrzeugklasse entfielen im Januar 14,6 Prozent der deutschen Neuzulassungen (gegenüber 11,4 Prozent im Jahr 2010). Der Diesel-Anteil bei den SUV liegt demnach bei 70 Prozent.

Die Forscher der Universität Duisburg-Essen prognostizieren für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg der SUV-Verkaufszahlen und damit der durchschnittlichen PS-Zahl unter deutschen Motorhauben. Die steigenden Spritpreise könnten die Käufer hierbei nicht abschrecken, da im Zuge technischer Innovationen auch der Durchschnittsverbrauch weiter reduziert werde.

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