Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Duisburg-Essen. Nachdem die durchschnittliche PS-Zahl von Neuwagen 2009 im Zuge der Abwrackprämie erstmals seit 15 Jahren zurückgegangen war, verzeichnen die Statistiker seit 2010 wieder einen Anstieg der PS-Zahlen.
Neuer PS-Höchstwert im Januar
Der bisherige Höchstwert der durchschnittlichen PS-Zahl von Neuwagen in Deutschland lag bislang bei 131,1 PS im Jahr 2008. Ein Jahr später sorgte die Abwrackprämie und die Vielzahl der Neuwagenverkäufe in der Kleinwagen- und Kompaktklasse dafür, dass dieser Wert auf 118,0 PS fiel. Seit dem vergangenen Jahr sind die Neuwagen in Deutschland jedoch wieder zusehends stärker motorisiert (2010: durchschnittlich 130,5 PS). Im Januar 2011 setzte sich dieser Trend fort und erreichte mit durchschnittlich 133,6 PS einen neuen Höchstwert. Zum Vergleich: 1995 hatten in Deutschland zugelassene Neuwagen im Schnitt noch 95,1 PS unter der Haube.
Der Hauptgrund für den Trend zu höherer Motorleistung liegt nach Aussage der Forscher des Car-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen im gestiegenen Anteil an Diesel-Pkw. Der Marktanteil der Selbstzünder lag im Januar 2011 bei 48 Prozent (2010: 41,9 Prozent; 2009: 30,7 Prozent). Dabei hatte jeder neu zugelassene Diesel im Schnitt 150,5 PS unter der Haube. Bei den Benzinern lag die durchschnittliche PS-Zahl hingegen bei gerade einmal 118,5 PS.
SUV mit kräftigem Diesel-Antrieb sehr beliebt
Der Anstieg des Diesel-Anteils und damit der durchschnittlichen PS-Zahl ist vor allem auf die wachsende Beliebtheit von SUV zurückzuführen. Auf diese Fahrzeugklasse entfielen im Januar 14,6 Prozent der deutschen Neuzulassungen (gegenüber 11,4 Prozent im Jahr 2010). Der Diesel-Anteil bei den SUV liegt demnach bei 70 Prozent.
Die Forscher der Universität Duisburg-Essen prognostizieren für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg der SUV-Verkaufszahlen und damit der durchschnittlichen PS-Zahl unter deutschen Motorhauben. Die steigenden Spritpreise könnten die Käufer hierbei nicht abschrecken, da im Zuge technischer Innovationen auch der Durchschnittsverbrauch weiter reduziert werde.






