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Neuwagenkauf

Die richtige Wahl für den Wiederverkauf

Werterhaltungs-Spezial Foto: press-inform

Wer sein Auto später als Gebrauchten zu einem Bestpreis verkaufen will, sollte schon beim Neuwagenkauf ein paar richtige Ausstattungs-Entscheidungen treffen: Der richtige Motor, eine bessere Ausstattung und aktuelle Spritspar-Funktionen können den drastischen Wertverlust mildern.


28.09.2009

Neue Autos sind eine leicht verderbliche Ware. Erst legt man dafür eine Stange Geld auf den Tisch und wenn man sich nach einigen Jahren von dem guten Stück trennen will, hat sich sein Marktwert oft schon um die Hälfte oder sogar noch stärker reduziert. Die Wertverlust-Auswertung des ADAC, die auf den Daten der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) basiert, beziffert das Minus für Marken und Modelle nach den ersten vier "Lebensjahren" in Prozent. Demnach sind Fahrzeuge wie VW Phaeton oder der Vel Satis von Renault regelrechte Geldvernichtungsmaschinen. Bei beiden Luxuslimousinen schrumpft der Wert dieser Zeitspanne um runde 62 Prozent.

Vor dem Neuwagenkauf auf beliebte Extras achten

Bei den großen SUV liegt der Wertverlust nach vier Jahren bei etwa 50 Prozent - wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Hersteller gibt es nicht. Autos, die einen gewissen Kultstatus für sich verbuchen können, stehen schon deutlich besser da. Porsche und Mini zum Beispiel gehören mit Wertverlusten weit unter 40 Prozent zu den stabileren "Geldanlagen". Dass sich deshalb niemand für einen Sportwagen oder einen flotten kleinen Flitzer entscheidet, wenn er es eigentlich auf einen familientauglichen Van oder eine komfortable Limousine abgesehen hat, ist klar. Aber ganz egal, in welchem Segment und bei welchem Hersteller man sich bedient, schon beim Neuwagenkauf gibt es ein paar goldene Regeln, die den Wertverlust schmälern weil sie die späteren Verkaufschancen erhöhen.

Der Kraftstoffverbrauch wird immer wichtiger

So rät Wolfgang Wolf, Verkaufsberater in einem Honda-Haus nahe Halle, auf die stärkste Motorisierung in der Herstellerpalette zu verzichten und lieber zu einem mittleren Aggregat zu greifen. "Auf das Thema Spritverbrauch reagieren Kunden immer sensibler. Ein moderater Verbrauch gehört zu den wichtigsten Entscheidungskriterien - natürlich auch beim Gebrauchtwagenkauf." Ähnlich sieht es auch Dale Habbe, Verkaufsprofi für BMW und Mini in Neumünster. "Das ist schon eine Faustregel: Je größer der Motor, desto schlechter der Wiederverkaufswert."

Wer die aktuellen Trends kennt und in seine Kaufentscheidung einbezieht, sichert sich eine gute Verhandlungsposition, wenn er sich in ein paar Jahren von seinem Schätzchen trennen will, sind die Verkaufsberater überzeugt. Autos, die die Euro-5-Abgasnorm nicht erfüllen, dürften in Zukunft schwer vermittelbar sein. Wenn verbrauchreduzierende Technologien wie die Start-Stopp-Automatik fürs Wunschmodell angeboten werden, sollte man zugreifen. "In einigen Jahren wird Start-Stopp Standard sein, und wer dann einen Gebrauchten anbietet, der noch nicht so modern ausgerüstet ist, hat das Nachsehen", sagt Wolf. Die Zeiten, in denen Autos mit Dieselantrieb generell wertstabiler waren als ihre benzinbetriebenen Brüder, sind offenbar vorbei. Lediglich den Vertretern der Luxusklasse, großen SUV und Vans bescheinigt der ADAC geringeren Wertverlust, wenn unter der Haube ein Selbstzünder statt eines Ottomotors tickt. Bei Minifahrzeugen, Kleinwagen und in der unteren Mittelklasse ist die Trendwende klar erkennbar. Hier verlieren die Diesel sogar stärker als die entsprechenden Benziner.

Extras nachzurüsten lohnt sich oft nicht

Etwas mehr in die Ausstattung zu investieren, macht sich mit Blick auf den Wiederverkaufswert unterm Strich bezahlt, versichern die Verkaufsexperten. "Navigation ist gut. Klima ist längst Pflicht", so Honda-Mann Wolf, "auch wenn sie als Neuwagenkäufer keinen Wert auf Klimaautomatik legen, der Käufer des Gebrauchten tut es bestimmt." Selbst futuristischere Extras wie Bluetooth-Schnittstellen für die diversen mobilen Kommunikationsgeräte setzen sich mehr und mehr durch und können künftig geldwerte Verkaufsargumente sein, ist sich der Verkaufsprofi sicher. Am ehesten rechne sich die Anschaffung der Extras allerdings, wenn man beim Neuwagenverkauf von einem Vorteilspaket des Herstellers profitieren kann. Das nachträgliche Nachrüsten ist wesentlich teurer und - macht sich nicht unbedingt bezahlt.

Bei Lack- und Polsterfarbe des Neuwagens sollte man mit dem Strom schwimmen

In Bezug auf Lack- und Polsterwahl sollte man besser mit dem Strom schwimmen, rät Dale Habbe. "BMW und schwarzes Leder - das passt immer. Rund 70 Prozent unserer Neuwagenkunden entscheiden sich dafür und diese Ausstattung kommt auch bei den Gebrauchtwagenkäufern am besten an."Autos in Schwarz oder Silber werden in den kommenden Jahren weiterhin leichter an den Mann und an die Frau zu bringen sein, als exotisch lackierte Exemplare. Rot zum Beispiel funktioniert allenfalls unterhalb der Kompaktklasse, darüber wird’s schwer, Fans für die Signalfarbe zu finden, wissen die Verkäufer. Beim Cityhüpfer Smart geht farblich eine ganze Menge, aber eben auch nicht alles. "Ein echter Problemfall ist Gelb. Ein gelbes Modell sollten Sie nur kaufen, wenn es zum absoluten Schnäppchenpreis zu haben ist", rät Alexander Oppelt vom Smart-Center Bamberg. "Ihnen mag die Farbe vielleicht gefallen. Aber beim Wiederverkauf wird’s hart." Das hat der Hersteller inzwischen auch eingesehen und den ungeliebten Farbton aus der Palette genommen.

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