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Neuzulassungen

2008 im Rückwärtsgang

Foto: dpa

Die weltweite Wirtschaftskrise hatdie Neuzulassungen im abgelaufenen Jahr in Westeuropa mit einem Minus von 7,8 Prozent deutlich einbrechen lassen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte verschlechterte sich die Lage, wie der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag (15.1.) mitteilte.

15.01.2009 Uli Baumann

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sank auf 14.712.158 gegenüber noch 15.959.804 im Jahr 2007 und damit auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Noch extremer zeigte sich der Einbruch im Dezember. Hier sorgten 924.646 erstmals zugelassene Pkw für ein Minus von 17,8 Prozent gegenüber dem Vergleichmonat aus dem Vorjahr.



Spanien, Italien und Großbritannien müssen bluten

Besonders hart getroffen wurden in 2008 die Märkte in Island und Spanien mit Einbrüchen von 43,3 Prozent respektive von 28,1 Prozent. Zweistellige Minusraten verbuchten auch die Volumenmärkte Italien (minus 13,4 Prozent) und Großbritannien (minus 11,3 Prozent).  Die Franzosen kamen mit einem Minus von 0,7 Prozent und 2.050.282 Neuzulassungen glimpflich davon. In Deutschland sank die Nachfrage 2008 um 1,8 Prozent auf 3.090.040 Neuzulassungen. Für den Dezember weist die ACEA für Deutschland 225.981 Neuzulassungen und damit ein Minus von 6,6 Prozent aus. Deutlich härter traf es zum Jahresabschluss die Märkte in Spanien (minus 49,9 Prozent), Großbritannien (minus 21,2 Prozent) und Frankreich (minus 15,8 Prozent).

VW bleibt Marktführer

Betrachtet nach Marken konnte sich der VW-Konzern im Jahr 2008 am erfolgreichsten aus der Affäre ziehen. Zwar fuhren auch die Wolfsburger ein Minus von 4,4 Prozent gegenüber 2007 ein, konnten aber ihren Marktanteil in Gesamteuropa von 19,8 auf 20,6 Prozent ausbauen und bleiben damit Marktführer. Stärkste Marke bleibt zudem VW mit einem von 10,2 auf 10,7 Prozent gestiegenen Marktanteil und 1.570.583 Neuzulassungen (minus 3,8 Prozent).

Zu den wenigen Gewinnern 2008 gehören Audi (plus 0,2 Prozent), Dacia (plus 6,2 Prozent), Smart (plus 7,0 Prozent), Nissan (plus 8,8 Prozent) Mazda (plus 2,1 Prozent) und Jaguar mit einem Zuwachs von 12,6 Prozent.

Deutsche mit Verlusten

Die PSA-Gruppe verlor in 2008 9,1 Prozent und sank beim Marktanteil von 12,9 auf 12,7 Prozent. Die Einzelmarken Peugeot und Citroen büßten dabei um 9,0 beziehungsweise 9,2 Prozent bei den Neuzulassungen ein. Ford verbucht für 2008 ein Minus von 4,1 Prozent und einen Marktanteil von 8,3 Prozent. Opel stürzt um 14 Prozent ab und hält nur noch einen Marktanteil von 7,9 Prozent. Merklich abwärts ging es auch für Renault . Minus 8,8 Prozent bei den Neuzulassungen führen zu einem Marktanteil von nur noch 7,5 Prozent. Auch Fiat musste bei den Neuzulassungen ein Minus von 2,0 Prozent hinnehmen, konnte aber seinen Marktanteil auf 6,5 Prozent steigern. Zulegen, zumindest beim Marktanteil, konnte auch die BMW Group, die sich trotz einem Neuzulassungsminus von 3,5 Prozent nun 5,6 Prozent aus dem Gesamtkuchen schneiden. BMW als Marke verlor 4,1 Prozent, steigerte seinen Marktanteil aber auf 4,6 Prozent.

Toyota dagegen verlor 12,4 Prozent bei den Neuzulassungen und sank beim Marktanteil auf 5,5 Prozent. Damit liegen die Japaner noch knapp vor Daimler, die auf einen Marktanteil von 5,4 Prozent und ein Neuzulassungsminus von 5,9 Prozent kommen. Mercedes als Marke bleibt trotz einem Absatzminus von 7,5 Prozent bei einem Marktanteil von 4,7 Prozent.


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