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Neuzulassungen 2010

Studie prognostiziert Rückgang um 23 Prozent

Foto: dpa 29 Bilder

Eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) sieht die Talsohle auf dem deutschen Automarkt noch nicht erreicht. 2010 sollen die Neuzulassungen um 23 Prozent auf 2,7 Millionen Fahrzeuge zurückgehen. Es drohen zahlreiche Insolvenzen bei Händlern und Zulieferern.

02.07.2009

Künstliche Marktimpulse wie die Abwrackprämie würden demnach dazu führen, dass die Automobilbranche 2010 mit zwei eklatanten Problemen zu kämpfen haben wird: Dem Nachfrageausfall sowie dem Preis- und Margenverfall.

Deutschland 2010 mit weltweit höchstem Einbruch

Zwar seien die Pkw-Verkäufe dank der staatlichen Umweltprämie von Januar bis Mai 2009 um 23 Prozent gestiegen. Doch der daraus resultierende Nachfragerückgang wird nach Einschätzung der Forscher die Märkte deutlich nach unten ziehen und zu einem "Platzen der Abwrackblase" führen.

Die durch die Abwrackprämie hervorgerufenen Rabattniveaus führen nach Angaben des CAR im kommenden Jahr dazu, dass die Preise und die Gewinnmargen der Hersteller und Händler weiter sinken werden. Dabei soll Deutschland weltweit vom größten Einbruch bei den Neuzulassungen betroffen sein. Für das Jahr 2010 prognostiziert das CAR einen Rückgang bei den Neuwagenzulassungen von 22,9 Prozent auf dann 2,7 Millionen Fahrzeuge. Für das laufende Jahr rechnen die Forscher mit insgesamt 3,5 Millionen Neuwagenverkäufen.

Kurzarbeit und Arbeitsplatzabbau gehen weiter

Im Vergleich zum Spitzenjahr 2008 rechnet das CAR für 2009 mit einem Einbruch der weltweiten Verkäufe von zwölf Prozent (minus 6,7 Millionen Fahrzeuge). Im Jahr 2010 soll sich der weltweite Neuwagenarkt im Vergleich zu 2009 zwar etwas erholen. Doch das Niveau wird mit prognostizierten 50,890 Millionen Verkäufen deutlich unter das des Jahres 2000 fallen.

Der Tiefpunkt auf dem Neuwagenmarkt ist nach Ansicht des CAR noch nicht erreicht. Für das kommende Jahr müsse vielmehr mit Kurzarbeit und Arbeitsplatzabbau in der Automobilindustrie gerechnet werden.

Auch bei den Zulieferern werde in den kommenden zwölf Monaten das Insolvenzrisiko weiter anwachsen. Erst für die zweite Jahreshälfte 2010 rechnen die Forscher mit einer leichten Erholung.

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