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Neuzulassungen

Zulassungsboom auch im September

Foto: dpa 6 Bilder

Auch nach dem Auslaufen der Abwrackprämie legt der Autoabsatz in Deutschland weiter zu. Die Zahl der Neuzulassungen sei im September um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gewachsen, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Freitag (2.10.) in Bad Homburg auf Anfrage mit.

02.10.2009

Auch gegenüber dem Vormonat August gebe es ein deutliches Plus. Damit seien in den ersten neun Monaten 2009 weit über 20 Prozent mehr Neuwagen zugelassen worden als im Vorjahreszeitraum.


"Im September wächst der Absatz nach Ferienende immer und zudem wirkt sich die Prämie noch positiv aus", sagte ein Verbandssprecher. So hätten viele Käufer ein Auto bestellt und den Prämienantrag eingereicht, das Auto sei aber noch nicht ausgeliefert. Der Markt stehe wegen dieses Folgeeffekts nicht schlecht da, auch wenn die Händler bereits über wegbrechende Verkäufe nach dem Ende der Prämie klagten. Die Abwrackprämie wirkt einen Monat nach ihrem Auslaufen noch auf dem Automarkt nach. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) beziffert das Plus bei den Neuzulassungen in Deutschland am Freitag (2.10.) auf  21 Prozent und 316.000 Neuzulassungen.

Freie Händler: Der Absatz von Neuwagen bricht massiv ein

Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass die Autohändler in Deutschland über einen massiven Absatzeinbruch klagten. Das Blatt meldete unter Berufung auf den Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK), der Neuwagenverkauf sei im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein sagte der Zeitung: "Der Absatz liegt rund die Hälfte niedriger als im August. Wir haben ein absolutes Nachfrageloch bei kleinen und preiswerten Autos."

Experte: Freie Händler stehen nur für fünf Prozent der verkauften Neuwagen
 
Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen wies die Zahlen zu angeblichen Verkaufseinbrüchen im Neuwagenmarkt zurück. "Freie Kfz-Händler sind eine unbedeutende Händlergruppe, die für deutlich weniger als fünf Prozent der verkauften Neuwagen stehen und überwiegend das Geschäft mit Parallel-Importen aus EU-Ländern und Gebrauchtwagen betreiben." Insbesondere der aktuelle Rückgang der Rabatte im deutschen Automarkt zeige, dass der Rückgang der Auftragseingänge bisher weniger dramatisch sei als von den freien Händlern wahrgenommen. "Allerdings rechnen wir in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge, die insbesondere im Frühjahr eine neue Rabattschlacht im deutschen Automarkt auslösen", sagte Dudenhöffer.
 
Die Abwrackprämie war am 2. September ausgelaufen. Mit dem Betrag von insgesamt fünf Milliarden Euro hatte die Bundesregierung den Kauf von zwei Millionen Neu- und Jahreswagen bezuschusst.

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