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Nick Heidfeld

"Will nicht bester Deutscher sein"

Foto: Daniel Reinhard 5 Bilder

Der derzeit bestplatzierte Deutsche in der Formel 1 spricht im Interview über die Chancen von BMW, die Nachfolge von Michael Schumacher, und warum er keine Zukunftsängste hat.

03.04.2007 Powered by

Gehen Sie davon aus, beim Großen Preis von Malaysia in Sepang Ihren vierten Platz von Melbourne wiederholen zu können, oder ist bei der zu erwartenden Hitzeschlacht sogar mehr drin?
Nick Heidfeld:"Mit dem vierten Platz wäre ich sehr zufrieden, denn man muss bedenken, dass in Melbourne Felipe Massa als Letzter starten musste, und so eines der zwei stärksten Autos, sprich einer der beiden Ferraris, nicht vorne gelandet ist. Sonst wäre da der vierte Platz nicht drin gewesen, denn unter normalen Umständen sind die vor uns."

Ist BMW-Sauber tatsächlich schon die dritte Kraft hinter Ferrari und McLaren-Mercedes oder wird sich das Kräfteverhältnis im Saisonverlauf noch zu Ungunsten von Weiß-Blau verschieben?
Nick Heidfeld:"Ziel vor der Saison war, den vierten Platz in der Konstrukteurswertung zu erreichen, was eigentlich schon recht hoch gesteckt war. Aus meiner Sicht wäre das schon ein sehr großer Erfolg gewesen. Aber jetzt, wo man am Anfang der Saison so stark ist und um den dritten Platz fährt, möchte man den natürlich auch halten - und ich hoffe sehr, dass wir das schaffen."

Was fehlt Ihrem Team noch, um zu den Roten und Silbernen
aufschließen zu können?
Nick Heidfeld:"Ich hoffe, dass es in erster Linie Zeit ist, die wir noch brauchen, und dass wir mittlerweile alle anderen Dinge ganz gut organisiert haben. Das meiste haben wir im letzten Jahr probiert zu verändern. Zum Beispiel, dass wir über 100 neue Leute eingestellt haben und als Team zusammengewachsen sind. Es gibt natürlich immer noch ein paar Kleinigkeiten, die geändert werden müssen, die man
lernen muss, wo man sich verbessern muss. Da haben die anderen Teams natürlich einen Vorsprung gegenüber uns. Aber im Moment bin ich mit der Verbesserungsehr zufrieden. Wäre schön, wenn es so weitergeht."

Ist Ihr Team stark genug, dass Sie in diesem Jahr Ihren ersten Grand-Prix-Sieg aus eigener Kraft schaffen können?
Nick Heidfeld: "Nein."

Ihr Vertrag endet nach dieser Saison. Belastet das oder spornt es eher an?
Nick Heidfeld:"Das macht für mich eigentlich keinen Unterschied, weil es zum einen für mich keine neue Situation ist, ich bin ja schon einige Jahre in der Formel 1. Und zum anderen, wenn ich an der Strecke bin oder im Auto sitze, denke ich an solche Dinge überhaupt nicht, sondern gebe wie immer mein Bestes."

BMW-Motorsportdirektor MarioTheissen traut Ihnen zu, eines Tages Weltmeister zu werden, gibt Ihnen aber trotz dieser Wertschätzung keine Garantie für ein Cockpit über 2007 hinaus. Befürchten Sie, 2008 auf der Straße zu sitzen und durch den viel versprechenden Nachwuchsmann Sebastian Vettel ersetzt zuwerden?
Nick Heidfeld: "Nein."

Nach Michael Schumachers Rücktritt wird auch eine neue deutsche Nummer 1 gesucht. Sind Sie das schon oder wer aus dem deutschen Quartett hat dazu am ehesten die Qualitäten?
Nick Heidfeld: "Ich denke, dass alle deutschen Fahrer das Zeug dazu haben. Aber es kommt natürlich ganz darauf an, wie gut das Team ist. Im Moment sieht es so aus, als wäre ich bei BMW-Sauber in dem besten Team. Dementsprechend habe ich die besten Karten, auch wenn das für mich unerheblich ist, weil ich nicht der beste Deutsche sein möchte, sondern der Beste von allen."

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