Dabei pocht Nissan auch in Tokio verstärkt auf Zero-Emission als ultimatives Ziel seiner Umweltbemühungen. Mit dem bereits in der Konzernzentrale in Yokohama vorgestellten Conceptcar Nissan Leaf wollen die Japaner ihr erstes Großserien-Elektrofahrzeug an den Start bringen. 2010 sollen bereits erste Exemplare in Japan und den USA auf die Straßen rollen, ab 2012 dann auch in Europa.
Das kompakte Elektromodell soll rund 160 Kilometer am Stück zurücklegen können, bevor es zurück an die Steckdose muss. Als Energieversorger dient eine 24-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie, die der Kooperationspartner NEC beisteuert. Für Vortrieb sorgt ein Permanentmagnet-Synchronmotor mit 80 Kilowatt (109 PS) Leistung und einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmeter.
Nissan Land Glider: Neuartiges Elektrokonzept
Daneben gibt es noch genügend Spielraum für weitere Öko-Neuheiten wie den Nissan Land Glider, der als ultra-leichtes Elektroauto schon bald die Großstädte dieser Welt bereichern soll. Energie für die beiden Elektromotoren an der Hinterachse kommt aus Lithium-Ionen-Batterien, die im Fahrzeugboden untergebracht sind. Eine kabellose Aufladung der Batterien soll bei diesem Motorrad-inspirierten Zweisitzer künftig auch an Tankstellen oder vor dem Supermarkt möglich sein - zumindest dort, wo es die infrastrukturellen Möglichkeiten hergeben. Zudem ist das Elektrofahrzeug mit innovativen Sensoren, einer Wireless-Steuerung und einem neuartigen Unfall-Präventionssystem ausgestattet. Wie im neuen Roboterfahrzeug-Konzept "Eporo", nahmen sich die Nissan-Ingenieure die Fähigkeit von Fischen zum Vorbild, die sich im Wasser in dichten Schwärmen kollisionsfrei fortbewegen, ohne sich dabei gegenseitig zu behindern. Der vierrädrige Zweisitzer kommt darüber hinaus mit aktiver Neigetechnik, mit der er sich ähnlich wie ein Motorrad in einem Winkel von bis zu 17 Grad in die Kurve legen kann.
Nissan Fuga: Stufenhecklimousine für Japan
Als weitere Neuheit präsentiert Nissan in Tokio die Stufenhecklimousine Fuga, die in Japan noch im Herbst 2009 zu den Händlern rollen soll. Neben Spurhalteassistent und Tempomat verfügt die knapp fünf Meter lange Limousine über ein "intelligentes Pedal", dass basierend auf den Informationen aus dem Satelliten-Navigationssystem an Gefahrenpunkten auch eine Notbremsung einleiten kann. Der Fahrer wird darüber hinaus über ITS (Intelligent Transport Systems) permanent über die aktuelle Verkehrslage oder mögliche Gefahrenstellen informiert. Zudem hat der Fahrer die Wahl zwischen einem sparsamen Eco- und einem Sport-Modus. Auch eine Hybrid-Version, die den 3,5-Liter V6-Benziner mit einem Elektroantrieb und Lithium-Ionen-Speicher kombiniert, ist in Tokio bereits zu sehen - auf den Markt kommt dieser Nissan-Hybrid aber frühestens im Herbst 2010.
Geräumiger Winzling: der Nissan Roox
Klein, aber mit viel Platz im Innenraum - so stellt Nissan den für den japanischen Markt vorgesehenen Roox vor. Das 3,4 Meter kurze Microcar ist im hinteren Teil mit Schiebetüren ausgestattet und soll Platz für vier Personen plus Gepäck bieten. Es wird in Japan ab Dezember 2009 angeboten. Zu Antrieb und Verbrauch des kastenförmigen Roox machte Nissan jedoch keine Angaben. Neben dem kleinen Nissan Roox steht außerdem die Taxi-Version des Transporters NV 200 Vanette sowie die Studie des künftigen kleinen Qashqai-Bruders Qazana am Nissan-Stand auf der Tokio Motor Show 2009.






