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Nissan-Bilanz

Nissan mit Milliardenverlust

Nissan

Der japanische Renault-Partner Nissan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der Absatzkrise erstmals seit neun Jahren Verluste eingefahren. Unterm Strich fiel zum Bilanzstichtag 31. März ein Fehlbetrag von 233,7 Milliarden Yen (1,62 Mrd Euro) an, wie der Autobauer am Dienstag (12.5.) bekanntgab.

12.05.2009

Das Ergebnis ist allerdings besser als zuvor erwartet. Im Februar war Nissan noch von einem Fehlbetrag von umgerechnet 1,75 Milliarden Euro ausgegangen. Wie der Branchenprimus Toyota rechnet auch Nissan damit, dieses Jahr erneut Verluste einzufahren, und zwar von noch 170 Milliarden Yen.

Währungsprobleme und Absatzflaute bremsen Nissan

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008/2009 seien zwar besser als erwartet, "aber die absoluten Zahlen zeigen, dass wir noch signifikante Herausforderungen vor uns haben", sagte Konzernchef Carlos Ghosn, der auch Renault führt. "Die Krise dauert an und die Marktbedingungen sind weiterhin volatil". Es sind die ersten roten Zahlen seit 1999, als Ghosn von Renault als Sanierer in die Nissan-Spitze geschickt wurde.

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte der japanische Konzern noch einen Nettogewinn von 482,3 Milliarden Yen erwirtschaftet. Doch Nissan erging es wie der Konkurrenz und das Unternehmen wurde hart von der Rezession und dem rasant gestiegenen Yen ausgebremst. Nur dank aggressiver Kostensenkungen einschließlich des Abbaus von 20.000 Stellen sowie dank der Wachstums in China fiel der Verlust im abgelaufenen Jahr geringer aus als zunächst erwartet. Nissan, an dem Renault zu 44 Prozent beteiligt ist, verbuchte auch einen geringeren operativen Verlust als im Februar gedacht, und zwar von 137,9 Milliarden Yen.

Nissan-Absatz sinkt um 9,5 Prozent

Die Nummer Drei der japanischen Autobranche verkaufte weltweit 3,4 Millionen Fahrzeuge, 9,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf dem Heimatmarkt brach der Absatz um 15,1 Prozent auf 612.000 Autos ein, während auf dem wichtigen US-Markt mit 856.000 Autos 19,1 Prozent weniger abgesetzt wurden. Dagegen stieg Nissans Absatz in China um 19,1 Prozent auf 545.000 Autos. Das Unternehmen stützt denn auch seine Hoffnung auf zukünftiges Wachstum auf eine Erholung der Nachfrage in aufstrebenden Märkten wie in Asien und dem Nahen Osten.

Ghosn hofft, sein Unternehmen vor Ende des kommenden Jahres wieder in die Gewinnzone zurückzuführen. Dazu soll ein Plan dienen, der unter anderem Kostensenkungen von 200 Milliarden Yen, weniger Neueinstellungen und geringere Arbeitsstunden vorsieht. 

Nissan will Elektroautos bauen

Zudem will Nissan von Herbst an in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa mit dem Bau von Elektroautos beginnen, um zu den beiden Konkurrenten Toyota und Honda aufschließen zu können, die beide führend sind mit ihren umweltfreundlichen Hybrid-Autos.

Im laufenden Geschäftsjahr will Nissan weltweit 3,08 Millionen Autos verkaufen, 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Produktion soll sich auf 2,95 Millionen Autos belaufen (minus 4,3 Prozent).

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