Chrysler könnte die von Nissan produzierten Autos unter eigenem Namen in den USA verkaufen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag (7.8.) unter Berufung auf Insider. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.
Im April hatten die beiden Hersteller bereits eine Zusammenarbeit bei Kleinwagen und Pickups bekanntgegeben. Nissan wird von 2010 an in Japan ein kleines Auto für Chrysler bauen und der US-Hersteller ein Jahr später in Mexiko die Produktion eines großen Pickup-Modells für die Japaner beginnen. Chrysler kooperiert bei Kleinwagen zudem seit dem vergangenen Jahr mit dem chinesischen Autobauer Chery.
Angesichts der Talfahrt auf dem US-Markt setzt Chrysler zunehmend auf Allianzen. Der Verkauf nicht selbst produzierter
Mittelklassewagen wäre angesichts der großen Stückzahlen und der Bedeutung für den Autobauer eine deutliche Ausweitung dieser Strategie. Ein Chrysler-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren. Früheren Spekulationen zufolge spricht Chrysler auch mit dem indischen Hersteller Tata sowie mit Fiat über eine Zusammenarbeit.
Nissan/Chrysler: Kooperation vertiefen
Der verlustreiche drittgrößte US-Autobauer Chrysler und der japanische Hersteller Nissan wollen laut einem Zeitungsbericht ihre Kooperation auch auf Mittelklassewagen ausweiten.
Autor: dpa




