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Nissan Nuvu

Stadt-Studie mit Elektroantrieb

Foto: Nissan 20 Bilder

Drei Meter Länge, drei Sitzplätze und einen Elektromotor als Antrieb - so stellt sich Nissan den City-Flitzer der Zukunft vor. In Paris feiert die Studie namens Nuvu Premiere.

02.10.2008

Bevor sich die Designer an die Entwicklung des Nuvu machten, hat Nissan die Fahrgewohnheiten von Kleinwagenkunden analysiert. Dabei kam heraus, dass Stadt-Fahrzeuge in 90 Prozent der Zeit nur mit einer Person besetzt sind. Mit maximal drei Personen, die im Nuvu Platz finden, ist das kompakte City-Mobil somit fast schon überdimensioniert.

Der dritte Mitfahrer kommt allerdings nur mit, wenn der vordere Sitz auf der Beifahrerseite nach hinten geklappt ist. Bei einer Belegung mit nur zwei Insassen kann der zusätzliche Sitz platzsparend im Instrumententräger untergebracht werden. Der Mitfahrer sitzt dann schräg hinter dem Piloten. Im freien Raum hinter und neben dem Fahrer lässt sich dann zumindest etwas Stadtgepäck unterbringen.

Luftiges Raumgefühl

Was ihm in der Länge an Zentimetern fehlt macht der Nuvu (ausgesprochen: Nuvü) in der Höhe wieder wett. Mit 1,70 Meter bis zur Dachkante verfügt das Nissan-Concept über ausreichend Kopffreiheit für die 2+1 Insassen. Durch das transparente Glasdach und die großen Fensterflächen entsteht ein luftiges Raumgefühl.

Auch aus ökologischer Sicht will Nissan mit dem futuristisch gestylten Nuvo eine Vorreiterrolle spielen. Auf dem Dach sind rund ein Duzend Solarzellen in Blätterform angebracht. Die Energie wird über einen schlanken Stamm mitten durch den Innenraum zu den Lithium-Ionen-Batterien im Fahrzeugboden geleitet. Recycelte und wiederverwendbare Materialien komplettieren den naturverbundenen Anspruch.

Stadtflitzer mit Elektro-Heckantrieb

Angetrieben wird das rundlich geformte Mini-Car von einem im Heck untergebrachten Elektromotor. Die Leistung des kleinen Aggregats wird auf die Hinterräder übertragen und soll für einen Top-Speed von 120 km/h ausreichen. Die maximale Reichweite gibt Nissan mit 125 Kilometern an. Der Clou: Innerhalb von 20 Minuten können die Batterien soweit aufgeladen werden, dass wieder genug Spannung für kurze Stadtfahrten bereitsteht.

Die Bedienung des Elektromobils ist so einfach wie möglich ausgelegt. Lenkung, Bremsen und Gaspedal werden ohne mechanische Verbindungen betätigt. "X-by-Wire" nennen die Japaner das elektrische Steuer-System. Im Fußraum befinden sich nur zwei Pedale: Eins für "Stop", eins für "Go". Eine große Spurweite soll in Verbindung mit der direkten Lenkung gleichzeitig Stabilität und Beweglichkeit bieten. Wer das Steuerknüppel-ähnliche Lenkrad ganz einschlägt, kann sich bei einem Wendekreis von 3,7 Metern fast auf der Stelle drehen.

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