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Nissan Skyline R34 GT-R auf den High Performance Days

Der blutrote Jäger mit 630 PS

Nissan Skyline R34 GT-R, High Performance Days 2014 Foto: AT Fotografie 19 Bilder

Ein Nissan Skyline R34 GT-R gilt auf deutschen Straßen als echter Exot. Für das Team High Import Performance startet ein Exemplar mit Seltenheitswert beim sport auto-Tuner Grand Prix 2014. Unter der Karbon-Haube des blutroten Jägers lauern mehr als 600 PS, die bei den High Performance Days zur Entfaltung kommen.

23.05.2014 Roman Domes Powered by

Er kaufte das Auto, weil er es in einem Videospiel gesehen hatte. Gran Turismo 2 infizierte ihn mit dem "Godzilla"-Virus. Bis zur Erfüllung seines Traums musste sich Daniel O. jedoch eine lange Zeit gedulden. Nicht nur, weil der Nissan Skyline GT-R für japanische Verhältnisse relativ teuer war, nein. Ein Roter musste es sein. Unbedingt. Seine Suche machte einige Umwege über weit weniger illustre Autos. Zuletzt stand ein Polo 86C vor der Haustüre. "Alles nur Zwischenziele auf dem Weg zum ganz Großen", erklärt der Skyline-Fan.

Nissan Skyline R34 GT-R gab es nur als Import-Rechtslenker

2008 war es dann (fast) soweit: Daniel leistete sich zwar keinen GT-R, aber einen R34 GT-T, die zivilere Variante des Nissan Skyline mit Hinterrad- statt Allradantrieb. Mono- statt Biturbo. Weiß statt Rot. Kaum war der GT-T da, hatte er ihn auch schon wieder verkauft. Warum? 2009 erfüllt ein in England zum Verkauf stehender Nissan Skyline GT-R Daniels absoluten Auto-Traum. Dieser R34 GT-R schimmert blutrot. Bei Nissan heißt diese Farbe "Active Red".

Der schmucke Skyline ist schon lange nicht mehr im Original-Zustand. Nismo-Bodykit, Nismo GT4-Felgen, Brembo-Bremsen vorn und hinten. Der neu eingebaute RB26DETT-N1-Motorblock presste einst magere 280-Serien-PS auf alle vier Räder. Motoren mit Serienleistung beim Nissan Skyline R34 GT-R sind in der Szene aber ungefähr so selten wie japanisches Essen ohne Fisch, Algen und Reis.

Zwei neue Garrett-Lader, 630 PS und 740 Nm

Schon als Daniel den Skyline in Empfang nimmt, leistet der Japaner 510 PS. Die HKS-Turbolader stammten noch aus dem vorher eingebauten Triebwerk und waren nicht der modifizierten N1-Variante entnommen. Die Konsequenz: Nach kurzer Zeit gaben sie den Geist auf und flogen raus. Zwei doppelt kugelgelagerte Garrett GT2860-5-Lader ersetzen die defekten Teile. Die neuen Abgasturbolader sollen zuverlässiger sein als die in der N1-Standardversion verbauten Garrett GT25-Turbos. Und nicht ganz nebensächlich: Ein paar Extra-PS generieren die Schaufelräder ebenfalls.

Zusätzlich sorgen klassische Tuning-Komponenten für noch mehr Dampf: ein neuer Ladelüftkühler, neue Benzinpumpen, eine 264-Grad-Nockenwelle und ein optimierter Ansaugtrakt. Geschmiedete Kolben kommen von Fachmann Wössner aus Weil am Rhein. Weitere Teile wie Auspuff, Kat, Zahnriemen oder Pleuel stammen ebenfalls von japanischen Spezialisten wie HKS, Apexi, Greddy oder Tomei. Insgesamt stehen 630 PS und 740 Nm im Prüfstands-Protokoll. Wie beim Serien-Skyline gelangt die Leistung über den ATTESA-Allradantrieb auf den Asphalt. Für noch schnellere Sprints verbaute der 26-Jährige in seinem blutroten R34 GT-R die Differenziale vom Vorgänger-Modelle R33.

Nissan Skyline R34 GT-R startet in der Klasse der Youngtimer

15 Jahre hat der Nissan Skyline schon auf dem Buckel – nicht gerade wenig. Der Japan-Sportler startet beim sport auto-Tuner Grand Prix im Rahmen der High Performance Days in der Klasse "Youngtimer". Doch schon jetzt ist der legendäre R34 GT-R ein absoluter Klassiker. Kein Wunder, er trägt ja den Spitznamen "Godzilla". Genau wie der allererste Kinofilm mit der Riesenechse hat auch der Ur-Skyline – damals noch unter der Marke Prince – seinen ersten Auftritt in den 1950er-Jahren. Das kann kein Zufall sein.

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