Noble M600: Britischer Supersportler mit Volvo-Power

Noble M600

Die britische Sportwagenmanufaktur Noble hat mit dem M600 ihr jüngstes Projekt vorgestellt. Anders als frühere Noble-Modelle trägt der M600 keinen aufgeladenen Ford-V6 im Heck, sondern einen Volvo-V8 mit Biturboaufladung.

Leistet der von Yamaha entwickelte 4,4-Liter-V8 im Volvo XC90 als Sauger noch 315 PS, so darf er von Garrett-Turboladern zwangsbeatmet im Noble M600 satte 650 PS freisetzen. Das maximale Drehmoment des Biturbo-Aggregats wird mit 830 Nm angegeben.

Der Noble M600 soll über 360 km/h schnell sein

Weil die geballt Volvo-Power auf nur 1.275 Kilogramm Fahrzeuggewicht trifft, soll der Noble M600 in 3,0 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit des M600 gibt Noble selbstbewusst mit über 360 km/h an.

Das geringe Eigengewicht realisieren die Noble-Macher durch einen stählernen Gitterrohrrahmen, der von Karosseriebauteilen aus Kohlefaserlaminat überzogen wird. Die Gewichtsverteilung geben die Briten mit 40/60 an, was dem Handling zugute kommen soll. Verzögert wird der Zweisitzer mit einer Alcon-Rennbremsanlage, geschaltet wird manuell. Außer einer Traktionskontrolle sucht man technische Helfer wie ESP oder ABS vergeblich. Dafür lässt sich die Traktionskontrolle ausschalten - mit einem Raketenabschussknopf, den Noble einem Tornado-Jet entlehnt hat. Zudem können ängstliche Naturen die Motorleistung per Knopfdruck in zwei Stufen auf 550 oder gar 450 PS drosseln.

Zu haben ist der Noble M600 ab November ab umgerechnet 230.000 Euro. Seine Premiere feiert der Noble M600 beim Goodwood Revival vom 19. bis 21. September.

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Uli Baumann

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