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Normal-Benzin: Das langsame Sterben

Nach dem deutlichen Absatzeinbruch für Normalbenzin rückt das Aus für diese Treibstoffsorte näher. Aral will bei einer anhaltenden absatzentwicklung Normal-Kraftstoff vom Markt nehmen. der Ölmulti Shell stößt ins gleiche Horn.

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Normal-Benzin
Foto: dpa

Aral hatte Ende November die Preise für Normal- und Superbenzin angeglichen und sich damit im Markt durchgesetzt. Seitdem sei der Anteil des Normalbenzins am verkauften Ottokraftstoff bei Aral von 25 auf 13,6 Prozent geschrumpft. An manchen Stationen liege er nur noch bei vier oder fünf Prozent.

Ähnlich wie Aral äußerte sich Shell-Sprecherin Cornelia Wolber. Auch in ihrem Unternehmen sei der Trend zum Superbenzin feststellbar, aber Normalbenzin an allen Stationen nach wie vor erhältlich. Aral und Shell sind mit einem Marktanteil von zusammen mehr als 40 Prozent die Schwergewichte auf dem deutschen Benzinmarkt.

Aral hatte Ende November die Senkung des Superpreises um einen Cent pro Liter und damit die Preisangleichung zum Normal mit den Beschaffungspreisen an den Märkten begründet. Zum Teil sei Normal wegen der hohen Nachfrage vom US-Markt in der Beschaffung sogar teurer als Super, sagte Aral-Chef Stefan Brok. Von Automobilclubs kam dagegen die Kritik, die Normal-Abschaffung sei von langer Hand geplant. Die Branche wolle durch den Wegfall einer Spritsorte Kosten sparen und zu
Lasten der Verbraucher Kasse machen, um den Absatzrückgang am Markt zu kompensieren. Brok wies die Kritik zurück. Die Kunden bekämen jetzt zum gleichen Preis die bessere Treibstoffqualität.

Der Automobilclub ADAC hat die sich abzeichnende Entwicklung mittlerweile hingenommen. "Das Normalbenzin ist technisch überflüssig", sagte Sprecher Maximilian Maurer der "Autogazette". "Wirtschaftlich war es nicht überflüssig; die Autofahrer konnten damit Kosten sparen." Er hoffe, dass die Mineralölgesellschaften die eingesparten Kosten an die Autofahrer weitergeben und so das Autofahren billiger werde. Der Zentralverband des Deutschen Tankstellengewerbes (ZTG) geht davon aus, dass es bis zum Ende des Jahres kein Normalbenzin mehr an Tankstellen gibt. Einige größere mittelständische Tankstellen-Betreiber würden schon in diesem Quartal ihre Zapfsäulen für Normalbenzin schließen, sagte ZTG-Geschäftsführer Jürgen Ziegner der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

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Autor: dpa
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