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Notbremsassistenten im Test

E-Klasse, A8 und Touareg schnitten gut ab

Notbremsassistent Foto: press-inform

Notbremsassistenten, die aktuell ab der oberen Mittelklasse angeboten werden, sind zwar teuer, können aber das Schlimmste verhindern. Das ist das Ergebnis eines aufwändigen Tests der gängigsten Notbremsassistenten von Mercedes-Benz, Audi, Volkswagen, Volvo, Lexus und BMW durch auto motor und sport.

03.11.2010 Alexander Bloch

Keines der sechs getesteten Assistenzsysteme, die zwischen 1.500 und 3.600 Euro kosten und teilweise Spurhalteassistenzen inklusive anbieten, fiel durch. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede in der Erkennung von Hindernissen.

Fußgänger werden nur schwer erkannt

So können vier der sechs Systeme Fußgänger nicht erkennen. Deshalb warnen sie nicht oder lösen auch keine Notbremsung aus, wenn ein Fußgänger plötzlich die Fahrbahn überquert und der Fahrer nicht reagiert. Große Unterschiede gab es auch bei der durch den Assistenten eingesetzten Bremskraft. Das führte dazu, dass der Testsieger bei einem stehenden Hindernis dank Assistenz von Tempo 50 auf 17 km/h abgebremst wird, während andere Systeme nur einen Warnton auslösen.

Sieger des Tests wurde der Notbremsassistenz in der E-Klasse von Mercedes. Das radarbasierte System reagiert über alle Geschwindigkeiten mit einer automatischen zweistufigen Notbremsung, die Erkennung von Unfallhindernissen funktioniert ausgesprochen zuverlässig, die Aufprallgeschwindigkeiten sind niedrig. Auch der Spurwechselassistent arbeitet sehr zuverlässig. Nervig sind allerdings die noch zahlreichen Fehlwarnungen.

Kritik im Detail

Auf Rang 2 und 3 folgen die baugleichen Systeme des Audi A8 und des VW Touareg. Beide Systeme warnen den Fahrer früh und eindringlich vor stehenden Objekten und unterstützen den Fahrer perfekt bei der Notbremsung. Kritik gab es jedoch an der komplizierten Bedienung. Zudem bieten beide Systeme keine Fußgängererkennung, zählen aber mit Preisen von mehr als 3.000 Euro zu den teuersten im Test.

Auf den nächsten Plätzen folgen der Volvo S60, der durch ein exzellentes City-Safety-System überzeugt und eine hervorragende Fußgängererkennung anbietet, der BMW 5er, der sich sehr gut bedienen lässt und kaum Fehlermeldungen aufweist, aber über keine automatische Notbremsungsfunktion verfügt. Letzter im Test wurde der Lexus LS, der sehr spät warnt und dennoch wenig verzögert. Dafür ist das Lexus-System mit 3.500 Euro das zweiteuerste im Test, hinter dem des Audi A8.

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