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Nürburgring-Gläubiger

Insolvenz in Eigenregie

Luftaufnahme Nürburgring Foto: Nürburgring Automotiv GmbH

Gläubiger der Nürburgring GmbH wehren sich dagegen, dass die überwiegend dem Land Rheinland-Pfalz gehörende Gesellschaft ihre Finanzprobleme in Eigenregie angehen kann.

30.07.2012 dpa

Die Hotelkette Dorint, die seit Dezember 2011 Schadenersatz von der GmbH fordert, hat nach Angaben ihres Anwalts dem Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler mitgeteilt, dass sie einer sogenannten Insolvenz in Eigenverwaltung widerspricht. Dorint-Anwalt Clemens Antweiler bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche".

Gesetzliche Voraussetzungen nicht erfüllt

Der vorläufige Gläubigerausschuss hatte sich einstimmig für ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ausgesprochen. In diesem Fall kann die angeschlagene Nürburgring GmbH - die Besitzgesellschaft der Rennstrecke - selbst einen Sanierungsplan erarbeiten. Dabei wird sie von einem Sachwalter beaufsichtigt. Auf Vorschlag des fünfköpfigen Gremiums hatte das Gericht den Fachanwalt Jens Lieser zum vorläufigen Sachwalter ernannt. Das Gericht rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren in mehreren Monaten formal eröffnet wird.
 
Die Hotelkette sieht die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung nicht erfüllt. Sie wirft der Landesregierung, der Nürburgring GmbH und der im Gläubigerausschuss vertretenen landeseigenen ISB-Bank vor, "massiv gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen" zu haben - und nennt als Beispiel Verstöße gegen Beihilfe-, Vergabe- und Wettbewerbsrecht. Die Eigenverwaltung werde "zum Nachteil der Gläubiger ausfallen", sagte Antweiler.

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