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Vintage Nürburgring 2010

Rückkehr ins goldene Zeitalter

Nürburgring Vintage Foto: Daniel Reinhard 20 Bilder

Am kommenden Wochenende (10.9. - 12.9.) trifft sich im Rahmen des Oldtimer-Festivals zum sechsten Mal die Vorkriegsfraktion zur Vintage Nürburgring. Dann drehen Fahrzeuge aus den 20er, 30er und 40er Jahren auf der Nordschleife ihre Runden.

09.09.2010 Hans-Jörg Götzl Powered by

Wer am kommenden Samstagabend irgendwo in der Nähe des Nürburgrings auf ein paar seltsame Gefährte trifft, die mit trüben Vorkriegsfunzeln durch die Nacht eilen, sollte sich nicht wundern: Es handelt sich um die Teilnehmer der Vintage Nürburgring bei einem kleinen Nachtausflug.
 

Altes Fahrerlager ist Zentrum der Vintage Nürburgring

Erfunden wurde das Vorkriegs-Treffen vor fünf Jahren gemeinsam von Motor Klassik und der Fahrergemeinschaft historischer Rennsport (FHR), um den Fahrzeugen der 20er, 30er und 40er Jahre ein artgerechtes Spielfeld zu bieten. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das alte Fahrerlager am Nürburgring.

Gefahren wird vornehmlich auf der altehrwürdigen Nordschleife und der beinahe vergessen Südschleife - Strecken, für die die Amilcar, Bugatti, Bentley, BMW, Maserati, Mercedes-Benz, MG, Riley oder Salmson einst gebaut wurden und auf denen sie und ihre Fahrer sich auch heute am wohlsten fühlen. Zeitmessung, Punkte und Pokale gibt es dabei keine, jeder fährt so lange und so schnell, wie es ihm Spaß macht.

Spektakel für die Zuschauer

Was bei den meisten heißt: Versuchen, etwa am Samstagmorgen zwischen neun und elf Uhr auf der Nordschleife so viele Runden zurückzulegen wie möglich - zur Not muss man sogar zwischendurch nachtanken, wofür sich manche extra ein Depot anlegen. Nordschleifen-Kenner wie Thomas Kern mit seinem gewaltigen Mercedes-Benz SSKL oder Peter Kubitza mit seinem kleinen, aber pfeilschnellen Riley 12/4 geben dabei auf der Eifelbahn so heftig und unerschrocken Gas, dass mancher Fahrer eines modernen Fahrzeugs sich verwundert die Augen reiben würde und die Zuschauer am Brünnchen und Pflanzgarten vor Begeisterung johlen.

Dazu kommen im Feld der rund 50 Automobile noch eine Handvoll Motorräder, deren Fahrer ausgesprochen lebensverneinend unterwegs sind. Doch dafür sei das Material eben da, sagen sie, und nach einem Sturz wird halt die verbogene Fußraste wieder gerade geklopft, und weiter geht die wilde Fahrt.

Volles Programm am Nürburgring

Nach der Nordschleifen-Runde am Samstag von neun bis elf Uhr geht es am Samstagnachmittag um 15 Uhr auf die Südschleife, die Nachtrunde beginnt um 20 Uhr. Am Sonntagmorgen steht zwischen dem Training und dem Start des 1.000 Kilometer-Rennens von 9.20 bis 10.50 Uhr wieder die Nordschleife zur Verfügung, kurz darauf ab 11.15 Uhr beginnen die Läufe der Vintage Nürburgring auf der Südschleife. Und zwischendurch wird im alten Fahrerlager eifrig geschraubt, geschwatzt und ganz einfach das Leben genossen. 

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