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Spektakuläre Öko-Studien von BMW

Vom BMW 1602 Elektro bis zum Hydrogen7

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Ökoautos boomen. Die Hersteller übertreffen sich mit Ankündigungen von Elektro- und Hybridfahrzeugen, teils als Serienmodell, teils als Studie. Dabei fing alles schon viel früher an. In den 60ern. Glauben Sie nicht? Wir zeigen alle BMW-Prototypen mit alternativen Antrieben.

22.12.2010

Den Anfang machten zwei BMW 1602 Elektro E7, die die Bayerischen Motoren Werke im Jahr 1969 zu Testzwecken auf Kiel legten. Sie basierten auf der BMW 02er-Reihe und waren mit einem Elektromotor und zwölf hintereinander geschalteten 12 Volt-Bleibatterien mit einer Kapazität von 12,6 kWh ausgestattet. Das erste Elektroauto von BMW kam sogar bei den Olympischen Spielen im Jahr 1972 in München als Begleitfahrzeug für die Marathonläufer zum Einsatz. Die Distanz von 42,195 Kilometern stellte für den frühen Stromer nicht wirklich ein Problem dar: Die maximale Reichweite lag bei 60 Kilometern.

Sie wollen mehr Fakten zum BMW 1602 Elektro und allen weiteren Öko-Versuchsfahrzeugen von BMW? Wir zeigen Ihnen alle BMW Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und Erdgasforschungsfahrzeuge.

BMW 1602 Elektro E7 (1969)

Elektroauto als Versuchsträger auf Basis der BMW 02er Baureihe.

Antrieb: Elektromotor (Gleichstrom-Nebenschluss-Motor)

Leistung: 12 kW (Dauerleistung); 32 kW (Spitzenleistung)

Höchstgeschwindigkeit: ca. 90 km/h

Beschleunigung: 0-50 km/h: 10,0 Sekunden

Batterie: zwölf hintereinander geschaltete 12 V-Bleibatterien (88Ah) mit einem Gesamtgewicht von 350 kg. Der Batteriesatz konnte komplett ausgetauscht werden.

Kapazität: 12,6 kWh

Lebensdauer Batterie: ca. 2.500 km

Reichweite: 60 km (bei konstant 50 km/h); 30 km im Stadtverkehr

Leergewicht: 1.330 kg (Mehrgewicht zum konventionellen BMW 1602: 350 kg)

BMW LS Elektro E29 (1975)

Dieses Fahrzeug stellte BMW nie der Öffentlichkeit vor. Als Basis diente ein ausrangierter BMW LS. Anders als im BMW 1602 Elektro setzte man hier jedoch auf einen anderen Batterietyp. Zudem kam ein anderer E-Motor zum Einsatz.

Antrieb: Elektromotor (Gleichstrom-Reihenschluss-Motor mit zusätzlicher Nebenschlusswicklung)

Leistung: 8 kW (Dauerleistung)

Höchstgeschwindigkeit: ca. 65 km/h

Beschleunigung: 0-50 km/h: 11,4 Sekunden

Batterie: zehn Blei-/Säure-Traktionsbatterien (6 V) mit einem Gesamtgewicht von 318 kg.

Kapazität: 10,8 kWh

Reichweite: ca. 69 km (bei konstant 50 km/h); ca. 32 km im Stadtverkehr

Leergewicht: 1.076 kg

BMW 3er Elektro E30 (1987)

Dieser Testträger, von dem acht Prototypen gebaut wurden, basierte auf dem allradgetriebenen BMW 325iX. Der BMW 3er Elektro verfügte jedoch nur über Frontantrieb.

Antrieb: Elektromotor (Gleichstrom-Nebenschluss-Motor)

Leistung: 17 kW (Dauerleistung)

Höchstgeschwindigkeit: ca. 100 km/h

Beschleunigung: 0-50 km/h: 9,0 Sekunden

Batterie: Hochenergie-Batterie aus 360 Natrium-/ Schwefel-Zellen mit einem Gesamtgewicht von 265 kg.

Kapazität: 22 kWh

Reichweite: ca. 150 km im Stadtverkehr

Leergewicht: k.A.

BMW E1 (1991/1993)

Nach den positiven Erfahrungen mit der ABB-Hochenergiebatterie im BMW 3er Elektro wollte BMW mit dem reinrassigen Elektroauto E1 die praktischen Vor- und Nachteile des Elektroantriebs im Alltag erproben. Zwei Jahre nach der Premiere des E1 stellte BMW auf der IAA 1993 die zweite Entwicklungsstufe des E1 vor, die intern unter dem Code Z15 firmierte.

Vom BMW E1 existierte nicht nur eine reine Elektroversion, sondern auch ein Hybridmodell und eine Variante mit Verbrennungsmotor. Insgesamt wurden fünf Versuchsträger der zweiten Generation (Z15) gebaut.

Antrieb: Permanent erregte Synchronmaschine 

Leistung: 32 kW (Dauerleistung)

max. Drehmoment: 150 Nm

Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h (Z15: 125 km/h)

Beschleunigung: 0-50 km/h: 6,0 Sekunden; 0-80 km/h: 18 Sekunden (Z15: 5,6/12,7 Sekunden)

Batterie: Hochenergie-Batterie (120 V) aus 360 Natrium-/ Schwefel-Zellen mit einem Gesamtgewicht von 200 kg; (Z15: Hochenergie-Batterie auf Basis von Natrium-Nickelchlorid)

Lebensdauer Batterie (Z15): über 100.000 km 

Kapazität: 19,2 kWh (Z15: 19 kWh)

Reichweite: ca. 150 km im Stadtverkehr (Z15: im Stadverkehr: 160 km; bei konstant 50 km/h: ca. 265 km)

Leergewicht: 900 kg

BMW 3er Elektro E36 (1992)

Nachdem die neuen Natrium-Nickelchlorid-Batterien bereits im BMW E1 zum Einsatz gekommen waren, verbaute BMW sie auch in den Versuchsträgern auf Basis des BMW 3ers der E36-Baureihe.

1. Generation BMW 3er Elektro E36 (1992-1995)

Antrieb: Elektromotor (permanent erregte Synchronmaschine)

Leistung: 32 kW (Dauerleistung)

max. Drehmoment: 150 Nm

Höchstgeschwindigkeit:  128 km/h

Beschleunigung: 0-50 km/h: ca. 8,0 Sekunden; 0-80 km/h: ca. 18 Sekunden

Batterie: Hochenergie-Batterie auf Basis von Natrium-Nickelchlorid mit einem Gesamtgewicht von 260 kg.

Lebensdauer Batterie: über 100.000 km

Kapazität: 21,7 kWh

Reichweite: ca. 120 km im Stadtverkehr

Leergewicht: 1.325 kg

2. Generation BMW electric (1995-1997)

Antrieb: Elektromotor (permanent erregte Synchronmaschine)

Leistung: 45 kW (Spitzenleistung); 32 kW (Dauerleistung)

max. Drehmoment: 210 Nm

Höchstgeschwindigkeit:  135 km/h

Beschleunigung: 0-50 km/h: ca. 6,0 Sekunden; 0-80 km/h: ca. 12 Sekunden

Batterie: Zebra-Hochenergiebatterie auf Basis von Natrium-Nickelchlorid mit einem Gesamtgewicht von 350 kg.

Lebensdauer Batterie: 160.000 - 180.000 km

Kapazität: 29 kWh

Reichweite: ca. 155 km im Stadtverkehr

Leergewicht: 1.500 kg

Wasserstoff-Fahrzeuge von BMW

Das erste Fahrzeug mit einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf Basis eines BMW 520 wurde Ende der 70er Jahre vom der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Vom ursprünglichen Kofferraum des 5er BMW blieb jedoch kaum etwas übrig. Denn der Wasserstofftank mit dem auf minus 250 Grad temperierten Treibstoff nahm fast das gesamte Gepäckabteil ein. Dieser BMW 520 war im Gegensatz zu den nachfolgenden Forschungsfahrzeugen nicht mit einem bivalenten Antrieb ausgestattet, sondern lief ausschließlich mit Wasserstoff (H2).

Projekt H2BVplus

In jüngster Zeit sorgte BMW erneut für Aufsehen, als die BMW-Ingenieure im März 2009 in Zusammenarbeit mit Forschern aus Graz und Wien das Projekt "H2BVplus" vorstellten. Hierbei steht ein monovalenter Wasserstoffmotor mit Diesel-typischer Geometrie und H2-Hochdruck-Direkteinblasetechnologie im Fokus. Der Wirkungsgrad dieses Triebwerks soll mit rund 42 Prozent auf dem Niveau der besten Turbodieselmotoren liegen.

Alle Fotos und weitere Informationen - unter anderem auch zu weiteren Wasserstoff-Fahrzeugen von BMW sowie zu den BMW Erdgasfahrzeugen - finden Sie in unserer großen Fotoshow.

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