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Ölförderung und Reserven weltweit auf neuen Höchstständen

Foto: dpa

Weltweit wurde noch nie so viel Öl gefördert wie in diesem Jahr. Gleichzeitig stiegen auch die Ölreserven auf einen neuen Rekordstand, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag in Hamburg unter Berufung auf Hochrechnungen der US- amerikanischen Fachzeitschrift "Oil & Gas Journal" mit.

30.12.2005

Danach erhöhte sich die Rohölförderung um ein Prozent auf 3,59 Milliarden Tonnen. Die weltweiten Reserven, die durch Bohrungen bestätigt zu heutigen Preisen wirtschaftlich förderbar sind, kletterten um 2,5 auf 176 Milliarden Tonnen.

Das meiste Öl wurde mit Abstand in Russland (461 Millionen Tonnen) und Saudi-Arabien (458 Millionen Tonnen) gefördert. Beide Länder produzieren damit mehr als ein Viertel allen Rohöls. Dahinter folgen die USA (256 Millionen Tonnen), Iran (194 Millionen Tonnen) und China (182 Millionen Tonnen). Rückläufig war laut «Oil & Gas Journal» wie bereits im Vorjahr die Ölförderung in Europa. Sie reduzierte sich um rund neun Prozent auf 253 Millionen Tonnen. Die Ölfelder in der Nordsee werden zunehmend ausgefördert.

Bei den Reserven liegt Saudi-Arabien mit 36 Milliarden Tonnen weit vorn, vor Kanada mit 24 Milliarden Tonnen und Iran mit 18 Milliarden Tonnen. Die Berechnung der Reserven ist eine wirtschaftliche, keine geologische Angabe. Der Stand der Technik und der Ölpreis sind mit einbezogen. Dadurch werden zum Beispiel die riesigen kanadischen Ölvorkommen, die früher noch nicht wirtschaftlich nutzbar waren, seit einigen Jahren den Reserven zugerechnet.

Durch technischen Fortschritt können die Förderunternehmen heute ein Ölfeld viel intensiver ausbeuten als noch vor wenigen Jahren. Auch dadurch sind die Reserven in den vergangenen Jahren meist gestiegen, obwohl die Welt immer mehr Öl verbraucht. Die rein rechnerische Reichweite des Öls betrüge gut 49 Jahre, wenn der derzeitige Verbrauch jedes Jahr von den Reserven abgezogen würde.

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