Ölmultis: Satte Milliarden-Gewinne

Die anhaltend hohen Ölpreise haben den Öl-Giganten in den vergangenen Monaten satte Gewinne beschert. Shell und BP meldeten Gewinnsprünge im einstelligen Bereich, Exxon Mobil steigerte den Überschuss im zweiten Quartal sogar um 14 Prozent auf den Rekordwert von 11,7 Milliarden Dollar (7,5 Mrd Euro).

Das ist zudem der bislang höchste Quartalsgewinn eines US-Unternehmens. Trotz eines Rückgangs der Öl- und Gasförderung um mehr als zehn Prozent kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent auf 138,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern am Donnerstag in Houston (Texas) mitteilte.

Beim britisch-niederländischen Konkurrenten Royal Dutch Shell stieg der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von April bis Juni im Vergleich zur Vorjahresperiode um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar (5,05 Mrd Euro). Laut einem Sprecher des weltweit zweitgrößten regierungsunabhängigen Ölkonzerns in London kletterte der bereinigte Gewinn von Shell sogar auf 8,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte von fast 85 auf 131,4 Milliarden Dollar zu, während die Produktion mit 3,13 Millionen Barrel Öl-Äquivalenten pro Tag leicht zurückging.

Shell betonte, die hohen Ölpreise hätten Schwierigkeiten an anderer Stelle ausgeglichen. Im Juni hatten zum Beispiel Lastwagenfahrer in Großbritannien gestreikt und die Versorgung von Tankstellen behindert.

Auch der britische Ölgigant BP hatte bereits zu Wochenbeginn über einen Gewinnsprung berichtet: Im zweiten Quartal schnellte der Überschuss um 28 Prozent auf knapp 9,5 Milliarden Dollar nach oben. Er summiert sich damit für das erste Halbjahr auf 16,9 (Vorjahr: zwölf) Milliarden Dollar. Bereinigt um Sondereffekte verdiente BP von April bis Juni 8,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen am Markt.

Zu Wiederbeschaffungskosten legte der Gewinn bei BP im Quartal um sechs Prozent auf rund 6,9 Milliarden Dollar zu. Die Produktion blieb bei der europaweiten Nummer zwei nach Shell mit 3,83 Millionen Barrel Öl-Äquivalenten pro Tag nahezu unverändert.

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dpa

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