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Ölpreis runter - Spritpreis rauf

Foto: dpa

Die US-Ölpreise setzten zur Wochenmitte ihre Berg- und Talfahrt fort. In Deutschland zogen die Benzinpreise weiter an. Der Rohölpreis in den USA geriet indes am Mittwoch (25.8.) nach anfänglichen Aufschlägen unter Druck und rutschte im Verlauf des Handels erneut unter die Marke von 45 Dollar.

26.08.2004

An der New Yorker Warenterminbörse Nymex sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl zur Oktoberauslieferung zwischenzeitlich auf 44,70 Dollar. Das waren 51 Cent weniger als am Vortag. Nach einer drei Tage währenden Talfahrt waren die Ölpreise zum Handelsbeginn zunächst leicht gestiegen. In London wurde ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober mit über 42 Dollar gehandelt.

Nachdem die Benzin-Preise in Deutschland von den fallenden Öl-Preisen zu profitieren schienen, stiegen sie am Mittwoch wieder an. Shell erhöhte an zahlreichen Tankstellen in unterschiedlichem Ausmaß die Preise für Benzin und Dieselkraftstoff. Angestrebt werde ein Preisband von 1,17 bis 1,21 Euro für den Liter Super und von 0,97 bis 1,01 Euro für Diesel, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Preise am internationalen Ölmarkt in Rotterdam seien nach wie vor so hoch, dass die Margen unter Druck stünden.

In den USA fielen die Öl-Bestände in der Woche bis 20. August laut Energieministerium um 1,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 291,3 Millionen Barrel, was kurzzeitig die Märkte beeinflusste. Die Lagerbestände von Benzin blieben hingegen unverändert bei 205,7 Millionen Barrel, teilte das Ministerium mit.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) war bis Dienstag gesunken. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch lag der durchschnittliche Preis für ein Barrel der sieben zur Berechnung herangezogenen Rohölsorten am Vortag bei 41,43 US-Dollar, das waren 84 US-Cent weniger als am Montag. Als Grund für die Preissenkung nannten OPEC-Analysten die Wiederaufnahme der irakischen Ölförderung sowie Äußerungen von OPEC-Politikern, dass die gegenwärtigen Rohölpreise nichts mehr mit der Realität von Angebot und Nachfrage zu tun hätten.

Der mehrtägige Ölpreisrückgang wird von Experten noch nicht als dauerhafte Entspannung des Marktes gesehen. Möglicherweise orientiere sich der Markt wieder stärker an den Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage, sagte Klaus Matthies vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA). "Es ist nach wie vor genug Öl zur Versorgung der Märkte vorhanden", sagte Matthies. "Die Preise sind mit mehr als 45 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent extrem hoch gewesen." Bei ruhigen Rahmenbedingungen für den Markt sei ein Preis von 35 Dollar wesentlich realistischer.

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