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ÖPNV On-Demand

Autonomer Bus auf Abruf

ÖPNV-On-Demand Foto: EurA AG

In Schleswig-Holstein startet jetzt ein Mobilitätsprojekt, das erstmals den Einsatz autonom fahrender Busse in ländlichen Regionen vorsieht. Der öffentlicher Nahverkehr wird dabei ohne feste Routen und Fahrpläne einzig durch die Nachfrager gesteuert.

28.07.2017 Uli Baumann

Die Mobilität der Zukunft klingt vielversprechend: Nie wieder den Bus verpassen oder Frösteln an der Bushaltestelle bei eisigen Temperaturen. Während der Fahrt lässt es sich gemütlich telefonieren oder lesen. Und nach dem Aussteigen am gewünschten Haltepunkt sucht sich das elektrisch angetriebene Fahrzeug selbstständig einen Abstellort, lädt an der nächsten Ladestation auf oder macht sich schon auf den Weg zum nächsten Fahrgast. Busfahren per Knopfdruck – das verspricht das Projekt „ÖPNV-On-Demand“, das jetzt in Schleswig-Hoklstein an den Start geht.

Elektrische, autonome Busse fahren auf Abruf

Die beim Projekt eingesetzten NAF-Kleinbusse sollen elektrisch angetrieben sein und vor allem eine attraktive Lösung für den ÖPNV im ländlichen Raum und in Tourismusregionen bieten. „Die Strecken, die ein Bus auf dem Land zurücklegen muss, sind bei zu weiten Entfernungen und zu wenigen Nutzern häufig nicht rentabel“, schildert Projektleiter Ralph Hirschberg die Herausforderung für ÖPNV-Unternehmen auf dem Land. „Die festen Fahrpläne sind unflexibel und berücksichtigen den Bedarf der Nutzer nur teilweise. Zudem sind weit abgelegene Ortsteile oft nicht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was vor allem für ältere Menschen problematisch ist“, so Hirschberg weiter. Autonom fahrende Busse werden da Abhilfe schaffen und neue Geschäftsmodelle eröffnen.

Das Projekt, das aus dem Schleswig-Holsteiner Innovationsnetzwerk „Autonomes Fahren im ländlichen Raum“ entstanden ist und von der Beratungsgesellschaft EurA AG koordiniert wird, soll nun neue Erkenntnisse zu Nutzererfahrung und -verhalten in autonomen Fahrzeugen gewinnen. Außerdem sollen neue Ansätze für die individuelle und gesellschaftliche Akzeptanz des neuen Verkehrsmodells sowie Risiko-Nutzen-Abwägungen gefunden werden.

Tests auch auf öffentlichen Straßen

In verschiedenen Testszenarien auf dem privaten Gelände des Schleswig-Holsteinischen GreenTEC-Campus in Enge-Sande bei Niebüll sowie im Pendlerverkehr auf öffentlichen Straßen im ländlichen Raum im Kreis Nordfriesland und auf öffentlichen Straßen auf der Nordseeinsel Sylt sollen der Nutzen und die Auswirkungen autonomer elektrischer Fahrzeuge im ÖPNV entwickelt, erprobt und demonstriert werden.

Gefördert wird dieses Zukunftskonzept vom Bundesverkehrsministerium mit einer Fördersumme von mehr als zwei Millionen Euro.

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