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Oettinger-Audi TT RS-R im Tracktest

Der GT3 RS-Schreck vom Tuner

Oettinger-Audi TT RS-R, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 10 Bilder

Ein Audi TT RS von der Stange umrundet im sport auto-Test den Kleinen Kurs von Hockenheim in 1.14,3 Minuten. Mit einer Rundenzeit von 1.09,6 Minuten verwandelt sich der Oettinger-Audi TT RS-R mit 470 PS zum Porsche-Schreck.

10.05.2013 Christian Gebhardt Powered by

Wenn ein Audi TT RS auf der Rennstrecke plötzlich so schnell wie ein Porsche 911 GT3 RS ist, muss schon einiges passiert sein. Tuner Oettinger gelang dieses Kunststück beim Tuner Grand Prix 2012 im Rahmen der sport auto-High Performance Days. Grund genug, den Oettinger-Audi TT RS-R nochmals nach Hockenheim einzuladen.

Rückblick: In einer Rekordzeit von nur vier Wochen verwandelte die Tuningmannschaft aus Friedrichsdorf das Audi-Coupé für das traditionelle sport auto-Zeitfahren in eine Rennstrecken-Waffe. Bevor der flammneue Audi TT RS für den Aufbau komplett zerlegt wurde, musste das Fünfzylinder-Triebwerk eingefahren werden. Ein Oettinger-Techniker legte daraufhin 3.000 Kilometer in nur 24 Stunden zurück.

Klassensieg für den Oettinger-Audi TT RS-R

„Unser Team hat mehrere Nachtschichten eingelegt - der Wagen wurde gerade noch rechtzeitig zum Tuner Grand Prix fertig“, erinnert sich Oettinger-Mann Rüdiger Völkner an den Umbau-Marathon. Die Fleißarbeit wurde belohnt. Der Oettinger-Audi TT RS-R stürmte zum Klassensieg in der Gruppe A in der Kategorie Coupé/Turbo und fuhr außerdem im Finalrennen auf den zweiten Podestplatz.

Oettinger-Audi TT RS-R 470 PS Hockenheim Tracktest sport auto 1:50 Min.

Abgespeckt und nachgeschärft

Und wie sehen die Zutaten für schnelle Audi TT RS-Runden aus? Zunächst räumt Oettinger den kompletten Innenraum aus. Der Beifahrersitz, die Rückbank sowie überflüssige Verkleidungsteile müssen aus Gewichtsgründen weichen. Den Fahrersitz tauschen die Audi- und VW-Spezialisten gegen einen Recaro Pole Position-Schalensitz mit Vier-Punkt-Gurten (1.185 Euro inkl. Montage). Die Diät hat Erfolg. Statt 1.480 Kilo stemmt der Audi TT RS mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe nur noch 1.265 Kilo auf die Waage.
 
„Motorseitig haben wir einen größeren Turbolader, einen doppelt so großen Ladeluftkühler und eine Sportabgasanlage eingebaut. Natürlich haben wir auch das Motormanagement optimiert“, erklärt Robert Sander, der bei Oettinger für die Motorenentwicklung verantwortlich ist. Ab sofort stürmt der Audi TT RS statt mit 340 mit 470 PS.
 
Die bissige Sintermetallkupplung macht sofort klar, dass der Oettinger-Audi TT RS-R nicht Eisdielen-Schaulaufen, sondern Rennstrecke-Besuche bevorzugt. Das Triebwerk geht ab 3.000/min deutlich energischer als der Serienmotor. Die von Oettinger genannten Beschleunigungswerte von knapp unter vier Sekunden von null auf 100 km/h erscheinen durchaus glaubhaft. Dabei hallt eine so laute Fünfzylinder-Fanfare durchs leere Motodrom, als ob eine Horde Urquattro aus dem Audi Museum in Ingolstadt geflohen wäre.

Dank einer Drexler-Differenzialsperre und 265er-Dunlop Direzza Semislicks rundum krallt sich der Oettinger-Audi TT RS mit besserer Traktion und hohem Gripniveau in den Hockenheimer Asphalt. Das leichte Untersteuern des Serienmodells unter Last konnte dem RS-R nicht vollständig, aber zum größten Teil aberzogen werden. Großen Anteil an der gelungen Balance hat ein KW-3way-Clubsportfahrwerk mit motorsportverdächtiger Achsgeometrie.

Rundenzeit auf Porsche GT3-Niveau

Die klassischen Audi TT RS-Charakterzüge verfeinert die Oettinger-Truppe mit höchster Perfektion. Auch das Tuningmodell reagiert sehr gutmütig im Grenzbereich und brennt beim Tracktest mit 1.09,6 Minuten eine Rundenzeit in den Asphalt, die ebenfalls der Porsche 997 GT3 RS 3.8 im Supertest auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim fuhr.

Steigerung beim Tuner Grand Prix 2013

„Wir sind auch 2013 wieder beim Tuner Grand Prix dabei. Der Wagen bekommt noch eine breitere Spur. Wir wollen noch schneller werden“, blickt Rüdiger Völkner nach vorn. Sie wollen den Porsche-Schreck in Aktion bewundern? Dann merken Sie sich schon mal den 25. und 26. Mai 2013 vor. Denn dann fällt der Startschuss zum Tuner Grand Prix 2013.

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