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Offroad-Camping-Anhänger

Zelten für Fortgeschrittene

Klappzelt Campinganhänger Anhänger Off-Road Geländewagen Foto: 3DOG 31 Bilder

Ein neuer Trend geht um in der Offroad-Szene: Kompakte, geländetaugliche Klappzelt-Anhänger sind im Kommen. Wir stellen sie vor.

15.03.2013 Torsten Seibt Powered by

Geländewagen und Camping – das Thema ist fast so alt wie der Allradantrieb. Logisch, denn wer mit seinem Offroader einsame Orte bereist, die für Benutzer normaler Pkw unerreichbar bleiben, muss auch oft genug irgendwo im nirgendwo übernachten. Eine ganze Branche an Outdoor-Ausrüstern widmet sich seit Jahrzehnten diesem Thema und verdient an Dachzelten, Wohnkabinen und Camping-Equipment gutes Geld.

Am Anfang war der Expeditions-Anhänger

Ende der 1990er Jahre begann in Deutschland ein erster, bescheidener Boom hin zum Anhänger für solche Zwecke. Die Logik dahinter scheint bestechend: statt einen schweren Umbau auf und in dem Auto spazieren zu fahren, hängt man einfach für die nächste Reise einen Nachläufer an. Im Alltag bleibt der Geländewagen ohne gewichtige Umbauten voll einsatzfähig. Gravierendes Problem der damaligen (und auch heute noch vereinzelt angebotenen) Expeditionsanhänger: sie sind sündhaft teuer. 25.000 Euro und mehr für einen solchen Kasten-Hänger, der dem Geländewagen durch dick und dünn folgt, sind eher Regel als Ausnahme.

Klappzelt-Anhänger: Trend aus Australien

Nun aber scheint sich auch bei uns ein Trend durchzusetzen, der von Outdoor-Profis in Australien und dem südlichen Afrika bereits seit langem vorgelebt wird: kleine, kompakte und leichte Anhänger, umgerüstet für den Offroad-Einsatz und ausgerüstet mit einem komfortablen Klappzelt. Das wird am Übernachtungsort einfach in Minutenschnelle aufgefaltet, fertig ist die Behausung für die ganze Familie. Ein solches Klappzelt ähnelt in der Grundfunktion herkömmlichen Dachzelten, mit einem bedeutenden Unterschied: es ist erheblich größer.

Mit Anbauteilen lassen sich problemlos 20-25 Quadratmeter (!) Wohnfläche erreichen, schon solo aufgebaut ist so ein Klappzelt im Bereich von 10-12 Quadratmeter ganz erheblich geräumiger als eine herkömmliche Wohnkabine. Alleine die Liegefläche eines durchschnittlichen Klappzelts kann mit dem heimischen Doppelbett mithalten, dazu gibt es komfortablen Aufenthaltsraum in Stehhöhe. Auch bei schlechtem Wetter bleibt genug Bewegungsfreiheit.

Was im Busch funktioniert, taugt auch für Europa

Warum ausgerechnet südafrikanische und australische Konstruktionen weltweit zu den Marktführern zählen und zunehmend auch bei uns Verbreitung finden, liegt auf der Hand: was beispielsweise im australischen Outback funktioniert, sollte auch europäische Anforderungen überstehen.
 
Der große Unterschied zu herkömmlichen Expeditionsanhängern oder auch schlechtwegetauglichen Wohnanhängern sind (neben den deutlich geringeren Kosten) Abmessungen und Gewicht. Für ein Klappzelt genügt bereits ein Klein-Anhänger mit 200x125 cm Kastenmaß. Solche gibt es neu und gebraucht in allen erdenklichen Preislagen und Ausführungen, was den indiviuellen Ausbau erleichtert. Auch ehemalige Militäranhänger wie der berühmte britische „Sankey“ eignen sich hervorragend zum Umbau. Samt Umbau sind es dann meist weniger als 5-600 Kilo, die der fertige Camping-Anhänger wiegt – das lässt sich auch ohne Zugfahrzeug noch bequem per Hand rangieren und macht auch kompakte SUV mit wenig Zugkraft abenteuertauglich.

Kein Verzicht auf Wohnkomfort

Dabei muss auf Komfort nicht verzichtet werden: je nach persönlichem Bedarf lassen sich die Klappzelt-Anhänger nahezu unbegrenzt individualisieren. Grundausstattung ist beispielsweise ein Küchenmodul mit Kocher und Spüle sowie die entsprechende Wasserversorgung per Tank und Pumpe. Von der Stromversorgung bis zur Außendusche und portablen Toilette sind der Verfeinerung kaum Grenzen gesetzt – schließlich ist der Stauraum unter dem Klappzelt flächenmäßig meist größer als in jedem Geländewagen.
 
Wer aus zeitlichen oder handwerklichen Gründen nicht selbst umbauen möchte, kann auch zu einem fertig aufgebauten Klappzelt-Anhänger greifen. Obwohl diese bereits deutlich mehr kosten als die einzeln gekauften Basis-Komponenten, sind sie im Vergleich zu einem Wohnkabinen-Umbau oder Expeditionsanhänger immer noch unschlagbar günstig. Günstig ist auch der Unterhalt: in der 750-Kilo-Klasse fallen jährlich Steuern und Versicherung von insgesamt 60-70 Euro an.

Klappzelt-Anhänger fertig kaufen oder selbst bauen?

Mehrere Anbieter in Deutschland haben sich diesem Thema inzwischen angenommen. Sie verkaufen entweder bereits voll umgerüstete Anhänger oder auch die einzelnen Komponenten, um sich selbst einen solchen Klappzelt-Hänger aufzubauen. Drei davon, die Anbieter 3DOG, Campwerk und Gordigear, stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor und erläutern an den Beispielen die Details.
 
Und wenn Sie jetzt Interesse an diesem Thema gefunden haben:  bei 4wheelfun haben wir einen solchen Klappzelt-Anhänger als Projektarbeit auf- und ausgebaut. Mehr davon finden Sie unter diesem Link.

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