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Offroad-Challenge 2010 Finale

In Texas wird der Offroad-Meister gekürt

Offroad Challenge 2010 Finale Foto: Reinhard Schmid 35 Bilder

Finale, oho: Neun besonders talentierte Teilnehmer der Offroad-Challenge geben in Uvalde, Texas alles, um Deutschlands bester Offroad-Fahrer zu werden. auto-motor-und-sport.de war bei der Endausscheidung dabei.

13.12.2010

Hätten Sie gewusst, wie Texaner ein Lagerfeuer machen? Die Teilnehmer der Offroad-Challenge-Finalrunde wissen es jetzt: Man hebe mit einem Bagger ein Loch aus, kippe etwa einen Kubikmeter Holz hinein und entzünde das Ganze auf die romantischste Art per Gasflammenwerfer. Aber das ist nur eines von vielen bemerkenswerten Ereignissen auf dieser Reise, die Ende Oktober am Frankfurter Flughafen beginnt.

Offroad-Challenge 5:32 Min.

Neun Teilnehmer treten zum Finale in Texas an

Dort treffen sich die neun Besten aus den Vorentscheidungsrunden, um gemeinsam mit dem Team von auto motor und sport, Continental und Mercedes zur Endausscheidung in die USA zu fliegen. In Uvalde, Texas, wenige Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt, unterhält Continental ein großes Testareal, auf dem für die Offroad-Challenge extra der Gelände-Parcours erweitert wurde.

Die zusätzlichen Hindernisse hat Gary Welch gebaut. Er ist Vollblut-Offroader, hat mehrfach den brutalen Rubicon-Trail im Grenzgebiet zwischen Nevada und Kalifornien bezwungen und weiß ganz genau, was Geländewagenfahrer lieben. Die Hindernisse, die er mit Bagger und Schaufellader geformt hat, sind deshalb vom Feinsten. Chef-Instruktor André Zänker vom Fahrsicherheitszentrum am Sachsenring fügt diese Abschnitte schließlich zu einem kniffligen Parcours zusammen, der als Höhepunkt der Finalrunde endgültig den Besten von den Guten trennen soll. Aber der Reihe nach.

Nasshandling-Parcours als erste Wertungsübung

Der Ausscheidungswettkampf zerfällt in verschiedene Wertungsübungen, auf die sich die Finalisten nur sehr bedingt vorbereiten können - schließlich wird man offroad ja auch immer wieder überraschend vor Probleme gestellt. Zwei Prüfungen sind auf Asphalt zu bewältigen, denn die Anfahrtswege zum Allrad-Abenteuer sind eben in aller Regel geteert. Als erstes Highlight entpuppt sich der Nasshandling-Parcours, den die Teilnehmer im Mercedes GLK so schnell wie möglich umrunden müssen. Ausnahmsweise gilt: Wer in den Dreck neben der Strecke kommt, sammelt Strafpunkte. Peter Schmid hält nicht nur die Räder auf dem schlüpfrigen Asphalt, er pfeilt auch schneller als alle anderen um den Kurs. Karlheinz Itzel ist nur wenig langsamer, und ihm ist Peter Beyerlein dicht auf den Fersen. Einige Teilnehmer sind überrascht, wie dynamisch sich so ein Mercedes GLK um die Ecken werfen lässt.

Vom bewässerten Steigungshügel bis zur Blindfahrt

Anschließend geht es zum Aufwärmen für die Offroad-Prüfungen an einen bewässerten Steigungshügel. Hier kommen die Jungs in den Männern durch, denn sie fahren mit Mercedes ML, GL und G-Klasse die 60-Prozent-Steigung nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts hoch. Zwischendurch schauen Einzelne immer wieder in das Gestrüpp neben den Fahrstrecken und spitzen die Ohren. Hat es da nicht eben gerasselt? Schließlich sind wir im Klapperschlangenland, da müsste sich doch mal eines dieser Biester zeigen, aber die Tierwelt gibt sich zugeknöpft.

Selbst der elektrische Bulle - zur Abendbespaßung der Teilnehmer engagiert - kommt sieben Stunden zu spät. Der Fahrer der Pickup-Zugmaschine hat auf dem Weg nach Uvalde gekündigt, und bis Ersatz gefunden werden konnte, verging viel Zeit. Texas ist eben ein weites Land. Aber auch eins, dessen tiefentspanntes Lebensgefühl sich schon nach kurzer Zeit auf die Europäer überträgt. Neid oder Konkurrenzdenken kommt zwischen den neun Finalisten zu keiner Zeit auf, im Gegenteil. Tipps werden ausgetauscht, es wird mitgefiebert, vor allem aber viel gelacht. Besonders die Blindfahrt-Übung hat Spaßpotenzial. Dabei klingt die Aufgabe kinderleicht: Mit einer völlig geschwärzten Schutzbrille vor den Augen gilt es, innerhalb einer Pylonengasse so weit wie möglich geradeaus zu fahren. In unebenem Gelände ist das aber schwieriger als vermutet.

Für den Abschluss-Parcours wurde viel Aufwand betrieben

Während die Teilnehmer ihre Übungen absolvieren, bereitet das texanische Catering-Team das abendliche Barbecue vor. Dazu wird ein kompaktwagengroßer Grill aufgefahren, der vorn eine Zugdeichsel und hinten ein eigenes Nummernschild trägt. Die auf ihm zubereiteten Steaks sind groß und schmecken noch großartiger. Wir verstehen, warum auf einigen Autos in Uvalde "Texas: its bigger and stronger" steht. Aber vor den Steaks ist noch einmal äußerste Konzentration gefordert. André Zänker führt die Teilnehmer zu Fuß über den Abschluss-Parcours, dessen Vielfalt und Schwierigkeitsgrad beeindruckt. Peter Schmid sagt dazu: "Ich bin überwältigt, was hier für uns neun Mann für ein Aufwand betrieben wurde."

Mit einer Zeitvorgabe werden die neun nacheinander auf die Runde geschickt. Wer wann dran ist, entscheidet das Los. Schmid fährt überlegt und dennoch zügig. Nur an einer Stelle macht er einen Fehler, lässt ein Tor aus, was ihn letzten Endes auf den dritten Platz im Gesamtklassement hinter Sieger Peter Beyerlein zurückwirft. Der ist nämlich ebenso flüssig unterwegs und locker im Zeitlimit, leistet sich aber keinen Schnitzer. Er spricht später von Eindrücken, an die er sich auch in vielen Jahren noch erinnern wird. Volker Betzel sortiert sich auf Rang zwei ein. Noch sind die Ergebnisse allerdings das Geheimnis der Veranstalter-Crew.

Mercedes-Werksbesichtigung in Tuscaloosa

Teilnehmer Walter Müller kann mit der Ungewissheit über sein Abschneiden aber problemlos leben: "Alle, die hier in Texas mitmachen, sind Sieger." Harald Mikula sekundiert ihm: "Schon diese Tour ist ein Gewinn, den sich so niemand kaufen kann." Dass der elektrische Bulle nicht nur viel zu spät kommt, sondern auch bereits nach dem sechsten Reiter ermattet streikt, verschmerzen beide mannhaft.

Szenenwechsel. Tuscaloosa, Alabama. Zwei Tage, zwei Zeitzonenwechsel und einige inneramerikanische Flüge später ist die Truppe im US-Werk von Mercedes angekommen, um sich die Produktion jener Mercedes ML und GL anzugucken, mit denen sie kurz vorher noch kräftig im Dreck gespielt hat. Stilecht dienen R-Klassen als Shuttles, schließlich laufen auch sie hier vom Band. In bunter Reihenfolge entstehen die drei Modelle in den Werkshallen und werden dort von rund 2.800 Werkern mit Unterstützung durch 1.200 Roboter zusammengebaut. Motor und Getriebe stammen allerdings aus Stuttgart und Berlin. Ab 2014 kommt die Fertigung der Mercedes C-Klasse für den US-Markt hinzu.

Mercedes-Geländewagen haben sich wacker geschlagen

Die lokale Presse hat spitzbekommen, dass ein paar crazy German guys vor Ort sind, und bittet um Interviews. Nachdem Markus Schäfer, President und CEO der Mercedes-US-Dependance in Alabama, den drei Besten der Besten gratuliert hat, werden die Fragen ausführlich beantwortet.

Ende gut, alles gut. Denn dass hier nichts über Schäden zu lesen ist - lassen wir mal den Bullen außen vor -, hat damit zu tun, dass es keine gab. Die Mercedes-Geländewagen haben sich wacker geschlagen, die Reifen von Continental viel Grip geboten und keine Luft verloren.
Dieses positive Fazit schreit geradezu nach einer Wiederholung der Offroad-Challenge. Wir sind dran.

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