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Offroad-Challenge 2011

Das große Finale in Ungarn

Offroad-Challenge, Mercedes, Gelände Foto: Reinhard Schmid 20 Bilder

Schon die Anforderungen in den drei Vorentscheiden waren nicht ohne. Doch beim Finale in Ungarn mussten die neun verbliebenen Kandidaten alles geben, um zu beweisen, dass sie den Titel "Deutschlands bester Offroad-Fahrer" verdient haben.

15.12.2011 René Olma

Über mangelnde Chancengleichheit kann sich keiner der neun Finalisten der Offroad-Challenge 2011 beschweren: Vor jeder Übung mischt Rallye-Dakar-Fahrerin Ellen Lohr erneut die Karten, dann wird die Reihenfolge ausgelost. Markus Schmalz dreht den Zettel um und verzieht das Gesicht: "Nicht schon wieder als Erster." Sein Unmut lässt sich nachvollziehen, denn die Übungen, die Chefinstruktor André Zaenker hier auf dem Offroadgelände am Balaton in Ungarn abgesteckt hat, sind knifflig. Und allein die Möglichkeit, die anderen bei ihrem Prüfungslauf beobachten zu können, kann ein entscheidender Vorteil sein. Doch schließlich wird Deutschlands bester Offroad-Fahrer 2011 ermittelt, und den Titel gibt es nicht geschenkt.

Offroad-Challenge mit einem Wasserglas auf der Motorhaube

Zum zweiten Mal veranstaltet auto motor und sport zusammen mit Mercedes und Continental den Wettbewerb. Die Rahmenbedingungen sind perfekt: Am frühen Morgen gewinnt die Herbstsonne langsam an Stärke, und das weitläufige, bewaldete Offroad-Gelände steht nur den neun Finalisten zur Verfügung. Aufgeteilt in zwei Gruppen gehen sie die Übungen an, mit Markus Schmalz warten noch Ralf Radtke, Karl Schwandt und Thomas Holzknecht auf ihren Einsatz im Mercedes ML. Drei von insgesamt sieben Herausforderungen müssen sie am Vormittag meistern. Björn Hesseler, Steffen Müller, Dieter Reinfurt, Burkhard Schloßhauer und Frank Treppner sind derweil im Mercedes G unterwegs. Wer jedoch vom Auto auf den Schwierigkeitsgrad der Prüfung schließt, sieht sich schnell eines Besseren belehrt.

Zwar kann der ML im harten Gelände nicht mit dem Urgestein mithalten, doch schon der erste Kurs hat seine Tücken. Es gilt, einen engen Parcours zu bewältigen. Begrenzt wird er von Pylonen und Stangen, die jeweils von Kugeln gekrönt sind. Fallen diese zu Boden, gibt es Strafpunkte. Knifflig, so Ralf Radtke nach seinem Wertungslauf: "Du siehst die Pylonen nur aus der Entfernung, dann musst du dir ihre Position merken." Erschwerend kommt hinzu, dass es nicht nur Strafpunkte für heruntergeschubste Kugeln gibt, sondern auch für das Öffnen der Fenster. Um es noch kniffliger zu machen, montiert Instruktor René Fritzsche zusätzlich ein randvoll gefülltes Wasserglas auf der Motorhaube. Je weniger im Ziel noch drin ist, desto mehr Strafpunkte gibt es.

Teilnahme am Finale gilt bereits als Auszeichnung

Nervenstärke erfordert die nächste Prüfung. In einem rund 40 Meter langen, mit Pylonen begrenzten Korridor muss der SUV zum Stehen kommen. Knifflig daran: Es gilt zwar, möglichst schnell die Lichtschranke am Eingang der Gasse zu passieren, doch wer am Ende übers Ziel hinausschießt, fällt durch. Die Teilnehmer rätseln nun, wie gut ein Auto auf Schotter verzögert. Markus Schmalz startet als Erster. Mit nicht ganz 50 km/h rauscht er durch die Messstelle. Als er steht, bleibt noch reichlich Platz bis zum Ende der Gasse. Obwohl er jetzt pokern und die außer Sichtweite wartende Konkurrenz mit falschen Angaben in die Irre führen könnte, gehen die Männer erstaunlich fair miteinander um, geben den Nachfolgenden sogar Tipps: "Gebt richtig Gas, ihr seid langsamer, als ihr denkt. Ich stand viel zu früh." So schön der Titelgewinn sein mag: Man merkt, dass sie bereits die Final-Teilnahme als Auszeichnung empfinden.

Entsprechend gut gelaunt stehen sie am Nachmittag vor zwei G 500. Nun gilt es, einen rund 1.000 Meter langen Parcours zu meistern und möglichst wenig Pylonen oder Stangen anzurempeln. Doch bevor der V8 angelassen wird, führt André Zaenker sie erst einmal zu Fuß über die Strecke. Zeit, sich Bodenwellen und Engstellen genau anzuschauen und eine Taktik zurechtzulegen. Wie gut der Plan dann aufgeht, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Am Ende vermag keiner einzuschätzen, wo er im Gesamtklassement steht. Entsprechend gespannt fiebern alle der Siegerehrung entgegen. Und so reagieren Thomas Holzknecht (Platz drei) und Ralf Radtke (Rang zwei) ebenso freudig überrascht wie der strahlende Björn Hesseler, als er erfährt, dass er sich als Deutschlands bester Offroad-Fahrer erwiesen hat.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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