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Offroad-Challenge 2011

Zweite Vorausscheidung

Offroad-Challenge 2011, zweite Vorausscheidung, Langenaltheim Foto: Beate Jeske 14 Bilder

Neue Location, neues Glück: Die nächsten 20 Aspiranten für den Titel "Deutschlands bester Offroad-Fahrer" trafen am Samstag, den 2. Juli im Offroad-Park Langenaltheim aufeinander.

05.07.2011

N 48° 53' 33'' O 10° 58' 05''- die nächsten Koordinaten für Deutschlands beste Offroad-Fahrer. Zielpunkt Langenaltheim, Untere Haardt, Naturpark Altmühltal. Im Fränkischen wühlt sich die zweite Gruppe der zur Vorausscheidung Auserwählten durch unwegsames Gelände.

19 - einer ist bereits bei der Anreise gestrandet - neue Aspiranten der Offroad-Challenge, die sich um die nächsten drei von insgesamt neun Flugtickets fürs Finale nach Ungarn balgen.

Schon die Anfahrt ist eine Herausforderung

Der Weg zum Balaton ist heute nicht nur steinig sondern ekelhaft glitschig zugleich. Dauerregen hat den schroffen Steinbruch des Offroadparks Langenaltheim in ein schlüpfriges Terrain verwandelt. Zudem lauern den von Continental zur Verfügung gestellten Reifen messerscharfe Segmente der hier abgebauten Kalksteinplatten auf. Im Laufe des Tages werden sie noch gierig nach den Gummis schnappen.

Zunächst schnappt Zeremonienmeister und Chefinstruktor André Zänker zu. Er fühlt dem Teilnehmerfeld der auto motor und sport-Leser bei der Theoriekunde auf den Zahn. Steigung, Gefälle, Schrägfahrt, Geländeeinschätzung, Fahrzeugtechnik - was hat die größtenteils noch zurückhaltend agierende Truppe auf dem Kasten? Dieter Reinfurt aus dem Spessart verbal zumindest so einiges. Ein Gelände-Profi?

Barbara Haas aus Töging hält sich bedeckt. Noch. Wirklich eine Offroad-Novizin? "Ich habe mich zusammen mit meinem Mann aus Spaß an der Freud beworben", sagt sie. Das Losglück degradierte ihren Mann zum Zuschauer und beförderte sie hinter die Lenkräder der zwölf verfügbaren Mercedes-Modelle. Mit Achim Brandt aus Wannweil bildet sie eines von zwei Mixed-Teams und zirkelt den wuchtigen Mercedes GL zum Aufwärmen durch einen kniffligen Pylonen-Parcours. "Vorwärts wäre mir deutlich lieber. Rückwärts fahren ist nicht so meine große Stärke", gibt sie zu. Achim Brandt assistiert beruhigend. Die Offroad-Challenge schweißt zusammen. Von Konkurrenzkampf keine Spur. Wenngleich Achim Brandt doch tatsächlich ein egoistisches Ziel verfolgt: "Ich will hier unbedingt zum ersten Mal ein Mercedes G-Modell bewegen."

80.000 km Sahara-Erfahrung könnten von Vorteil sein

Für Thomas Holzknecht ist Langenaltheim absolut nicht das erste Mal. Der Bayer aus Weilheim entpuppt sich als alter Hase im Gelände. Ein Wüstenfuchs mit 80.000 Kilometer Sahara-Erfahrung als Offroad-Veranstalter. Ein erfahrener Typ als Pharaonen-Rallye-Teilnehmer mit geschultem Blick fürs Gelände. Als einziger wird er sich später bei der Begehung des Abschlussparcours Notizen zur Strecke machen. Ein sicherer Kandidat für Ungarn? Theorie- und Praxistest werden noch Aufschluss darüber geben.

Während im Mercedes GLK mit der Nummer sieben die Endwertung nicht im Entferntesten im Fokus steht. Roland und Jochen reden sich anderweitig heiß. Über das Thema Intruder, Suzuki, Motorrad? Falsche Veranstaltung? Mitnichten. Nur ein weiteres Team mit hochoktanigem Benzin im Blut. "Und schon auch Offroad-Erfahrung", wie Jochen zugibt und Roland beisteuert: "Ich habe einen 68er AMC, bin im Jeep-Club Deutschland."

Also Benzin im Blut mit deutlichem Hang zum Thema SUV. Tiefstapeln tun sie letztlich aber alle, die zukünftigen Anwärter für den Titel "Deutschlands bester Offroad-Fahrer". Oberflächlich wollen sie eigentlich nur einen interessanten Tag genießen. Natürlich - eigentlich ...  Das Finale in Ungarn erreichen? "Wenn das tatsächlich noch dabei rausspringen würde, wäre es natürlich ein tolles Zubrot", meint Karl Schwandt gelassen, und watet mit dem Mercedes GL in abenteuerlicher Querfahrt durchs tiefe Nass im Steinbruchbecken.

Kraxeln mit ganz alltäglichen Straßen-Pneus

Bis sich ein Kalksteinsplitter in die Reifenflanke bohrt. Ganz normales Offroad-Pech. "Auch extreme Geländereifen sind in den weicheren Flanken am anfälligsten", weiß Spezialist André Zänker. Dabei kraxeln wir auf ganz alltäglichen, primär für den Straßeneinsatz konzipierten Conti-Pneus umher, was dem Gros der Teilnehmern schon beim ersten Anblick die Ungläubigkeit in die Stirnfalten trieb. "Als ich die Reifen zunächst gesehen habe dachte ich, das geht nie", wundert sich Achim Brandt. Und wie es geht, im Verbund mit den technischen Allradfeinheiten der Mercedes-Modelle über gröbstes Terrain hinweg und durch winklige Passagen hindurch.

Kurz durchschnaufen: Mittagspause. Die Stimmung lockert, die Absichten festigen sich. Ganz deutlich kreisen bei einigen die Gedanken nun um den Finaleinzug. Achim Brandt hat sein persönliches Finale des Tages bereits hinter sich: "Der historische Moment mit dem G-Modell, der wird mir unvergesslich bleiben." Ein weiterer unvergesslicher Moment kommt noch: eine 40-Grad-Steigung, als letzte einstimmende Übung vor dem alles entscheidenden Endsparcours. Der G verschränkt gelenkig die Achsen, sein V8 blubbert wohlig vor sich hin, zieht Mensch und Maschine resolut in die Höhe, kraxelt den steinigen Abstieg filigran wieder herab. Noch strahlen die Gesichter obwohl gilt: jetzt wird’s ernst.

Im Theorietest warten 15 Fragen auf die richtigen Antworten. Im anspruchsvollen Abschlussparcours warten fünf Minuten Sollzeit und lauern tückisch gesetzte Tore mit wackeligen Kugeln auf die Teilnehmer. Für manche sind die Fragen dann doch zu knifflig, für einige ist die Strecke zu rutschig, zu winkelig, zu wässrig.

Drei der 19 Teilnehmer kommen in die nächste Runde

Marcus Herbert fällt seiner Nervosität zum Opfer. Er hat Startnummer zehn gezogen: "Ich will jetzt endlich losfahren. Das Warten macht mich fertig." Barbara Haas gibt sich mit einem Lachen geschlagen: "Na ja, das Rutschen am Anfang hat mich nervös gemacht, das vergessene Tor ärgert mich. Egal, es hat sehr großen Spaß gemacht."

Für drei von insgesamt 19 geht der Spaß der Offroad-Challenge Ende Oktober in Ungarn in die Verlängerung: Karl Schwandt, Thomas Holzknecht und Dieter Reinfurt. Für alle drei galt: morgens tiefstapeln, nachmittags zuschlagen und die Offroad-Erfahrung ausspielen. Sie stehen am Ende auf dem Siegerpodest, verlassen Langenaltheim mit dem Ticket fürs Finale.

Drei weitere werden ihnen folgen, beim dritten Vorausscheid für "Deutschlands bester Offroad-Fahrer". Am 17. September zieht die Offroad-Challenge-Karawane um auto motor und sport, Continental und Mercedes weiter zu den Koordinaten O 13° 16' 0'' N 52° 18' 0''. Kallinchen, Teltow Fläming Ring, nördlich von Berlin.

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