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Offroad-Challenge 2010

Das sind Deutschlands beste Geländefahrer

Offroad Challenge 2010, Mercedes ML Foto: Reinhard Schmid 26 Bilder

Es wurde ordentlich gesiebt bei den Vorentscheidungen der Offroad-Challenge. Nun stehen die neun Kandidaten für die Endrunde in Texas fest. Dort kämpfen sie um den Titel "Deutschlands bester Offroad-Fahrer".  

08.10.2010 Christian Bangemann

Wo darf man eigentlich in Deutschland noch richtig im Gelände fahren? Bei der auto motor und sport-Offroad-Challenge darf man das einen ganzen Tag lang und kann sogar noch etwas gewinnen. Denn wir suchten gemeinsam mit den Partnern Mercedes-Benz und Continental Deutschlands besten Offroad-Fahrer. Drei Vorrunden-Wettbewerbe sind abgeschlossen; in Zossen bei Berlin, im Camp4Fun am Nürburgring und im Offroad-Park Langenaltheim in Mittelfranken wurden neun Glückliche aus insgesamt 60 Teilnehmern ermittelt. Diese 4x4-Experten treten Ende Oktober zum finalen Wettkampf auf dem Continental-Testgelände in Texas an.

Offroad-Veranstaltungen fanden bei bestem Wetter statt

Eine erste Belohnung bekamen jedoch alle 60 Teilnehmer gleich vor Ort, denn sämtliche Veranstaltungen fanden bei bestem Wetter statt. Das war in diesem Sommer nun wirklich nicht selbstverständlich - Petrus hat offenbar ein Herz für Offroader. Zossen präsentierte sich mit weiten trockenen Sandflächen beinahe wüstenartig, und so fühlte sich auch Ellen Lohr, als mehrfache Dakar-Teilnehmerin und als Offroad-Expertin bei den Veranstaltungen dabei, gleich heimisch. Abgesteckt wurden die Parcours und Trails von den Experten des Fahrsicherheitszentrums am Sachsenring. Dazu Teilnehmer Hendrik Gorisch: "Das sind wirklich herausfordernde Strecken hier, so was fährt man sonst nicht. Toll, was die Autos können.“ Ähnliches Erstaunen gab es über die Reifen, denn der auf allen Autos montierte Conti 4x4 Contact zeigte im Gelände mehr Biss, als viele sich vorstellen konnten. Dabei waren sowohl der märkische Sand als auch das steinige Gelände in der Eifel keine unmöglichen Herausforderungen.

Unglaublich, was mit einem Mercedes GLK möglich ist

Langenaltheim - GPS-Koordinaten: N 48° 53’33’’ O 10° 58’05’’- hätte dagegen ein Problem werden können, denn dort fuhr die Truppe teilweise auf extrem scharfkantigen Steinplatten. Aber auch hier gab es nur eine einzige Panne, und die kam mit Ansage. Für den geschlitzten Reifen war immerhin kein Leser verantwortlich, jedenfalls nicht direkt. Rallye-Profi Ellen Lohr stand für schnelle Demo-Fahrten mit Teilnehmern ein Mercedes GLK zur Verfügung. Also eines jener Autos, die schon mal als Boulevard-Offroader missverstanden werden. Lohrs Verständnis für den kompakten SUV ist dagegen ein ganz anderes. Sie war hart zu ihm, und schnell war sie auch. Einige Beifahrer stiegen buchstäblich erschüttert wieder aus dem verkannten Kleinen aus - unglaublich, was alles mit einem Mercedes GLK möglich ist. Da kann ein Plattfuß schon mal vorkommen. Stefan Roos brachte es auf den Punkt: "Egal, wie wir hier heute abschneiden, wir gehen alle als Gewinner nach Hause."

Grundlehrgang Offroad-Theorie gehörte zu jeder Vorrunde

Das Gelände des Offroad-Parks Langenaltheim ist allerdings auch ohne Highspeed-Einlage fordernd genug, denn hier finden schließlich Läufe zur deutschen Geländewagen-Meisterschaft statt. Auch die Mitglieder des Unimog-Clubs treffen sich dort, um ihren Universal-Motor-Geräten mal adäquates Terrain zum Spielen bieten zu können. Ein idealer Ort also, um die letzten drei Gewinner für die Offroad-Challenge-Finalrunde herauszufiltern. 20 auto motor und sport-Leser - darunter auch zwei Frauen - traten hier gegeneinander an, freilich nicht ohne in das Geländewagenfahren eingewiesen worden zu sein. Ein Grundlehrgang Offroad-Theorie gehörte zu jeder Vorrunde, denn das Teilnehmerfeld war wie üblich inhomogen. Absolute Allrad-Novizen traten ebenso an wie Hobby-Trial- Fahrer, die Bandbreite der Erfahrung war groß. André Zänker und sein Team vom Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring und Schirmherrin Ellen Lohr bemühten sich daher, den Wissensrückstand der Neulinge im theoretischen Offroad-Grundkurs zu verringern. Wer hier aufgepasst hat, konnte später im Theorieteil des Abschluss-Wettkampfes den einen oder anderen Strafpunkt aus dem Geschicklichkeits-Parcours wieder auswetzen.

Fahranteil bei der Offroad-Challenge ist ungewöhnlich hoch

Zu viel Theorie ist andererseits auch nicht gut, denn zum Aufgabenbüffeln kommt niemand in einen Steinbruch. Von der ersten Minute hingen an den fein aufgereihten Mercedes-Geländewagen 20 Augenpaare. "Schlüssel-her-wir wollen-fahren", war darin zu lesen. Und zum Fahren kamen die Teilnehmer dann auch, und zwar ausgiebig. Zunächst auf einigen Einführungsrunden durch das Gelände, dann in den verschiedenen Sektionen. An Lob wurde nicht gespart - nicht zuletzt, weil der Fahranteil bei der Offroad-Challenge nach Aussage einiger Teilnehmer ungewöhnlich hoch ist. Höher und immer höher ging es auch bei einer der beliebtesten Übungen, der Steilanfahrt. Hier galt es, einen enormen Hügel mit gut 30 Grad oder 70 Prozent Steigung zu erklimmen. Ein Spaziergang im knorrigen Mercedes G-Modell, das sich dabei so wohl wie ein Säugling an der Mutterbrust zu fühlen schien. Aber auch der Mercedes ML kraxelte den Steilhang ähnlich locker hinauf wie der Yeti den Himalaya.

Das schafft Vertrauen, und so zeigten die Teilnehmer nicht weniger Mut und Entschlossenheit als die Autos. Vor steilen Hängen scheute jedenfalls keiner - eine sehr gute Voraussetzung für Deutschlands besten Offroad-Fahrer.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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