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Offroad-Challenge Finale 2012

Schau, fahr und siege

Teilnehmer, Gruppenfoto Foto: Beate Jeske 12 Bilder

Schon die Vorentscheide waren keine Spazierfahrt. Beim Finale der Offroad-Challenge 2012 im brandenburgischen Horstwalde mussten die Teilnehmer alles geben, um zu beweisen, dass sie Deutschlands beste Offroadfahrer sind.

12.12.2012 Bérénice Schneider

Ein Mercedes GL. Ein Waldweg. Quer darüber mehrere Baumstämme. Kein Durchkommen. Drei Menschen klettern aus dem Wagen und bauen sich ratlos vor den Stämmen auf. "Davon räumt ihr jetzt zwei im 90 Grad-Winkel von der Straße." Die drei schlucken und inspizieren die bereitgelegten Gurte und Umlenkrollen.
 
Nein, dies ist natürlich nicht die Wildnis, und ja, die Sperre ist nur inszeniert. Der Waldweg schlängelt sich über das riesige Gelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung im brandenburgischen Horstwalde, nicht weit von Berlin. auto motor und sport trägt hier an diesem Wochenende im Oktober 2012 das Finale der dritten Offroad-Challenge aus, und die drei aus dem brandneuen GL sind Michael Paltinger, Andreas Kalmbach und Sabine Stahl, die Sieger des ersten Vorentscheids in Langenaltheim.

Waldarbeiter-Teamwork gegen Baumstämme

Sabine Stahl ist die einzige Frau im Finale, nun kämpft sie zum Auftakt in der Mannschaftswertung, wo die drei Teams der Vorentscheide gegeneinander antreten. "Wie ihr die Dinger wegschafft, ist eure Sache - solange sie später im 90-Grad-Winkel liegen", erklärt Chefinstruktor André Zaenker. In knapp acht Minuten sind die Stämme vom Weg geschafft, und André Zaenker lobt die perfekte Mannschaftsleistung im Finale der Offroad-Challenge.

Auch Team "Kallinchen" ist geschickt. Thomas Gerwing, Ingo Jeske und André Meißner müssen auf einem sandigen Hohlweg ohne Wagenheber einen Reifen wechseln. Nach gut neun Minuten steht der GL mit dem neuen Rad im Ziel. Ralf Woopen, Thomas Bohl und Andreas Stober vom Team "Nürburgring" hadern derweil mit der Orientierungsprüfung, stehen zunächst ratlos um den Kompass herum, bevor sie sich dann doch zurechtfinden.

Kampf um den Titel der Offroad-Challenge

Am folgenden Samstag wird es richtig ernst bei der Offroad-Challenge. Lange Stangen mit aufgelegten Kugeln markieren die kniffligen Parcours, Bahnen, von Pylonen mit halben Tennisbällen auf der Spitze begrenzt, warten auf die Teilnehmer. Gefahren wird je nach Sektion im GL oder der Gelände-Ikone, dem G Professional. In aller Herrgottsfrühe schlagen sich die Finalisten in die kalten Wälder. Das Sonnenlicht schafft es nicht unter die Baumkronen.

Sabine Stahl ist skeptisch: "Offroad ist immer Teamarbeit." Da sei es sonderbar, plötzlich allein dazustehen. Die Wertungsprüfungen kann allerdings nur einer allein bewältigen. So müssen die Teilnehmer den Mercedes GL aus möglichst hoher Geschwindigkeit innerhalb einer Pylonengasse zum Stehen bringen, eine gewundene, von Pylonen begrenzte Strecke blind fahren und eine Steigung schätzen.

Trotz Final-Wettkampf aber beraten sie einander. Wer eine Prüfung gemeistert hat, gibt den Nachfolgern kleine Tipps. Für Verwirrung sorgt besonders eine der zehn Theoriefragen nach der Bedeutung der drei Zacken des Mercedes-Sterns. Die Antwort "zu Lande, zu Wasser und in der Luft" hat keiner im Team für wahrscheinlich gehalten.

Nichts verschütten heißt die Devise

Danach geht es auf den GL-Parcours der Offroad-Challenge, eine verwinkelte Sandstrecke mit steilen Ab- und Auffahrten sowie fiesen engen Kurven. Die Strecke wird von den erwähnten langen eingeschlagenen Stangen begrenzt. Auf jeder Stange liegt eine kleine Kugel, die bei der geringsten Berührung aus ihrer Mulde kippt und Fehlerpunkte aufs Konto spült. "Na, das wird ja was!" Sabine Stahl kraust die Stirn, als sie das Gelände während des Finales zu Fuß inspiziert. Recht hat sie: Der Fahrer muss sich nicht nur die verschlungene Streckenführung merken und höllisch auf die Begrenzungsstangen achten, sondern auch noch ein gefülltes Wasserglas auf der Motorhaube des GL transportieren. Verlorenes Wasser gibt Fehlerpunkte. Das tangiert Thomas Gerwing nicht weiter. Er hastet durch den Parcours, wirft den Mercedes um Kurven, dass einem Hören und Sehen vergeht, und touchiert am Ende nur eine Pylone.

Typisch Frau, geht es Sabine Stahl sanfter an - und verheddert sich beim Rangieren dennoch hoffnungslos mit dem Außenspiegel in der Begrenzungsstange. Erst nach mehreren Versuchen kommt sie frei und setzt den Weg ohne weitere Zwischenfälle fort. Ihre Bilanz: zwei Pylonen und die widerspenstige Stange: "Wenn du das Auto nicht vollkommen beherrschst, passiert so was. Du musst auf so viel achten: die Rückfahrkamera, die Offroad-Technik, wie breit ist das Auto und - oh Gott, ist das lang!"

Lehrstunde mit Rallye-Profi Ellen Lohr

Zur Erholung gibt es eine Sonderstation mit Ellen Lohr. Seit 2005 startet sie bei der Rallye Dakar, beim Finale der Offroad-Challenge schaut sie den Teilnehmern auf die Finger, erzählt von der Wüstenrallye und lehrt, wie man eine Steigung am besten nimmt.

Nach dem Mittagessen kommt der Endspurt. Mitten auf der Verwindungsstrecke ist eine Reihe von in der Höhe ansteigenden Pylonen aufgebaut. Instruktor Andreas Fischer rollt im G-Modell los. "Na, was sagt ihr: Wie viele Pylonen schafft er?" Vier, fünf, sechs ... Die Angebote sind sehr unterschiedlich. Am Ende entscheidet der Beweis: Erst bei der sechsten Pylone bleibt der urige G dann doch hängen.

Schlussparcours im Mercedes G Professional

Nach dieser Erkenntnis folgt die Königsdisziplin der Offroad-Challenge: der anspruchsvolle G-Parcours. Schon wieder begrenzen Stangen und Pylonen den Weg. Die Finalisten beraten sich, tüfteln, wann welche Sperre einzulegen sei. Blamieren will sich natürlich keiner. Dennoch begeht Thomas Bohl ein paar Flüchtigkeitsfehler und knurrt: "Das ärgert einen halt." Andreas Kalmbach, der nur eine Kugel von der Stange schießt, denkt gar nicht weiter an den Wettkampf. Ihn freut allein das Fahrzeug: "Mit dem G macht es echt Spaß. Noch eine Steigerung zum GL."

Trotz Finalstress zählt für alle Teilnehmer in erster Linie der Spaß, in tollen Autos über einen überdimensionierten Spielplatz toben zu dürfen. Am meisten freut sich Andreas Stober. Im Vorentscheid am Nürburgring auf Platz vier gelandet, rutschte er durch eine Absage ins Finale: "Allein deshalb habe ich bereits gewonnen!"

Deutschlands bester Offroad-Fahrer 2012 heißt Ingo Jeske. Die Plätze zwei und drei gehen an Ralf Woopen und Thomas Gerwing, die Team-Challenge gewinnt das Team vom Vorausscheid in Kallinchen

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