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Oldtimer-Finanzierung

Einmal Klassiker auf Raten, bitte!

Mini Cooper Foto: Beate Jeske 26 Bilder

Selbst beim Kauf eines Klassikers gilt Bares nicht mehr als das einzig Wahre. Doch sind Leasing und Finanzierung wirklich sinnvolle Alternativen? Wir sagen, worauf Sie achten müssen.

22.03.2012 René Olma

Dass Neuwagenhändler mit kleinen Monatsraten versuchen, Käufer zu ködern, ist längst Alltag. Bei Oldtimer und Youngtimern stößt diese Form der Finanzierung jedoch noch auf große Vorbehalte. Das war vor 20 Jahren beim Neuwagenkauf nicht anders, und nun finanzieren immerhin mehr als zwei Drittel der Deutschen ihr Auto.

Das Potenzial für Oldtimer-Leasing ist also vorhanden, und schon jetzt gibt es in diesem Sektor Spezialisten wie den Marktführer AIL Classic Leasing (www.ail.de) sowie X-Leasing (www.x-leasing.de) und Leasconcept (www.lease-a-classic.de). Denn anders als bei einer Vollfinanzierung, bei der der gesamte Kaufpreis abbezahlt wird, steht beim Leasing und der ebenfalls angebotenen Drei-Wege-Finanzierung immer ein Restwert am Ende der Vertragslaufzeit. Den mehrere Jahre im Voraus zu kalkulieren gilt schon bei fabrikneuen Autos als knifflig, bei historischen Modellen gelingt es nur Experten.

Konservative Kalkulation vermeidet hohe Nachzahlung

Wer hofft, wegen der hohen Wertkonstanz quasi umsonst zu fahren, wird beim Blick auf die Beispielrechnungen (siehe Fotoshow) meist enttäuscht. Bei einer Laufzeit von drei Jahren kalkuliert AIL Leasing für gängige Modelle mit einem Restwert von 40 Prozent. Der Traum vom 30 Jahre alten Porsche 911 im Wert von 25.000 Euro lässt sich bei einer Anzahlung in Höhe von 5.000 Euro somit für 365 Euro Monatsrate realisieren. Durch die eher konservative Kalkulation vermeidet man hohe Nachzahlungen am Ende der Laufzeit. Immerhin: Ist das Auto mehr wert, wird der Kunde zu mindestens 75 Prozent am Mehrerlös beim Verkauf beteiligt. Das schreibt schon der Gesetzgeber vor.

Um überhaupt ein Finanzierungs- oder Leasingangebot für den Traumwagen zu bekommen, verlangt das Unternehmen ein Wertgutachten. "Doch das benötigt man ja schon zur eigenen Sicherheit und für die Versicherung", erklärt AIL-Geschäftsführer Rolf Huber. Preislich bewegt sich das Gros der AIL-Leasingfahrzeuge zwischen 40.000 und 45.000 Euro. Unteres Limit für den Abschluss eines Leasingvertrags sind 10.000 Euro. Somit taugt die Finanzierung auch für Einsteiger.

Obwohl das Gros der Kunden Geschäftsleute sind, die den Klassiker im Alltag als Dienstwagen nutzen, gibt es für Privatleute ebenfalls passende Lösungen. Huber rät dann jedoch vom Leasing ab: "Beim Leasing müssen sie auf die Rate die Mehrwertsteuer entrichten, daher ist eine Finanzierung für Privatleute günstiger." Das kann bei AIL eine Drei-Wege-Finanzierung sein, die dem Leasing hinsichtlich Anzahlung, Ratenhöhe und Restwert ähnelt. Der Vorteil: Der Kunde entscheidet am Ende, ob er die Schlussrate weiterfinanziert, auf einen Schlag ablöst oder das Auto einfach zurückgibt.

Oldtimer als Steuersparmodelle durchschaut Finanzamt oft

Wer den Oldtimer als Dienstwagen nutzt, sollte jedoch bedenken: Am Ende der Laufzeit muss das Auto zurückgegeben werden. Wer sich eine Kaufoption vertraglich zusichern lässt, riskiert, dass das Finanzamt den gesamten Vertrag nicht als Leasing anerkennt. Damit wäre die steuerliche Absetzbarkeit der Raten in Gefahr.

Auch bei vermeintlich cleveren Steuersparmodellen sollte man zurückhaltend sein, wenn etwa die Rate besonders hoch, der Restwert aber sehr niedrig angesetzt wird. Am Ende kauft man dann das Auto für einen Spottpreis vom Leasinggeber und hat einen Großteil des Wertes vom Fiskus zurückgeholt. Ein Konstrukt, das Finanzämter jedoch oft durchschauen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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