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Oldtimer-Galerie Toffen - 132 Autos unterm Hammer

Knickscheibe und Rennauto im Abendkleid

1966er Triumph Spitfire 4 Mk 2 Foto: Automobil Galerie Toffen 25 Bilder

Die Oldtimer-Versteigerung heißt "100 Klassische Automobile und Motorräder", doch im Auktionskatalog finden sich insgesamt 132 Fahrzeuge, die am 27. November im schweizerischen Toffen versteigert werden.

22.11.2010 Kai Klauder Powered by

Bei der Auktion der Oldtimer Galerie Toffen kommen 121 Automobile und elf Motorräder und Gespanne unter den Hammer. Davon werden einige ohne Limit angeboten, also ohne Mindestpreis. Eines dieser Autos ist ein Rolls-Royce Silver Shadow von 1974, der aus erster Hand zur Auktion kommt und eine Laufleistung von nur 65.500 Kilometern aufweist. Die Oldtimer Galerie Toffen hat ein Estimate von 20.600 bis 23.500 Euro angegeben.

Rennauto im Abendkleid

Zwei der Highlights sind bei der Versteigerung nicht direkt vor Ort zu sehen, doch können zuvor im nahen Frankreich besichtigt werden. Zum einen ist das ein Talbot-Lago Record T26 Cabriolet von 1947 (Lot 58). Dieses Automobil ist mit seinem 4,5-Liter-Sechszylinder das seinerzeit schnellste und teuerste Fahrzeug. 170 PS und 300 Nm sind die beeindruckenden Eckdaten des Rennautos im Abendkleid, wie der Talbot-Lago damals genannt wurde. Die Karosserie entstand bei Figoni und trägt bei dem Exemplar, das in Toffen versteigert wird, noch die massiven Aluminium-Stoßstangen, sowie das dreigeteilte Armaturenbrett. 1990 wurde das Auto nach der originalen Produktionsdokumentation aufwändig restauriert. Das Estimate ist auf 275.500 bis 294.000 Euro angesetzt.

Ebenfalls in Frankreich steht ein Bugatti Type 43 Grand Sport (Lot 59) aus dem Jahr 1927, der von dem wohl bekanntesten Bugatti, dem Typ 35B, abstammt. Das Auto wiegt nur 950 Kilogramm und wird von einem 120 PS starken Reihenachtzylinder mit Roots-Kompressor angetrieben. Das Auto der Auktion wurde am 6. Juli 1927 in Paris mit einer Torpedo-Karosserie ausgeliefert und zwischen 1999 und 2010 aufwändig restauriert.

Rennsport-Auto - Knickscheiben-356er, Alpine A110 und NSU 1300 TTS

Motorsportbegeisterte, die noch einen passenden Untersatz für 2011 suchen, haben bei der Auktion in Toffen mehrere Optionen. Hinter der Lot-Nummer 63 verbirgt sich ein seltener Knickscheiben-Porsche 356 aus dem Jahr 1953. Laut Auktionskatalog befindet sich das Coupé in gutem bis sehr gutem Zustand, das Estimate wurde auf 121.300 bis 128.700 Euro festgesetzt.
 
Wer bei Rundstreckenrennen starten möchte, kann mit Lot 75 glücklich werden, eine Alpine A110 1600 S von 1972, die für den Einsatz bei Historischen Rennsportveranstaltungen aufgebaut wurde. Der 1,6-Liter-Motor leistet rund 160 PS und wurde - wie das Getriebe auch - vor 2.500 Kilometern revidiert. Im Inneren wurden unter anderem Rennsitze, Feuerlöscher und Vierpunktgurte verbaut. Das Auto besitzt FIA-Papiere und soll 69.900 bis 77.200 Euro erzielen.

Noch auffälliger als die Flunder aus Dieppe ist der NSU 1300 TS von 1972 (Lot 69), der nach allen Regeln der Tuner-Kunst bearbeitet wurde und mit rot-weißer Lackierung ins Auge sticht. Dazu gehören Spiess Alu-Ölwanne, Mahle Kolben, größere Ventile, zwei Weber-Doppelvergaser, ein Front-Ölkühler, HKZ-Zündung, homokinetische Antriebswellen, Koni-Fahrwerk, Zweikreis-Bremsanlage, Überrollbügel sowie Spiess 13"-Räder und Bachtel-12"Räder. Die Heckschleuder wurde professionell verbreitert und auf rund 105 PS leistungsgesteigert. 25.000 bis 26.500 Euro soll der NSU erzielen.

Seltene Cabrios - eines für die Mille Miglia

Wer schon jetzt ein passendes Cabriolet für die nächste Saison sucht, kann bei der Oldtimer Auktion in Toffen aus einem großen Angebot auswählen. Besonders die seltenen Fahrzeuge interessieren den Oldtimerfreund. Lot 60 etwa, ein Hotchkiss 617 Roadster-Cabriolet von 1935. Dieses rare Fahrzeug besitzt einen Dreiliter-Sechszylinder mit 85 PS, kommt mit dem originalen Fahrtenbuch von 1935 bis 1952 und wurde vor einigen Jahren restauriert, der Motor wurde vor drei Jahren teilrevidiert. Die Oldtimer Galerie Toffen erwartet 77.200 bis 84.600 Euro.

Fast doppelt so viel wird für Lot 57 veranschlagt, ein Citroen DS 21 Cabriolet aus dem Jahr 1967. Hierbei handelt es sich um ein originales Werkcabriolet, das von Henry Chapron entworfen wurde. Die offene Schönheit wurde vor 25 in die Schweiz importiert und bei einem Spezialisten komplett restauriert. Das Estimate beträgt 143.300 bis 158.100 Euro.

Für die Vorkriegsliebhaber mit der Vorliebe für ganz Spezielles ist Lot 89 einen Blick wert. Wer kennt schon den Namen Ceirano S 150 Torpedo? Das viersitzige Cabriolet wurde 1925 von den Brüdern Ceirano der Firma SCA in Turin gebaut. Die Firma bestand von 1899 bis 1929. Das Cabriolet ist nach Angaben des Auktionshauses Mille Miglia tauglich und wurde 1988 komplett restauriert. Zu dem Fahrzeug gibt es eine Ersatzteilsammlung und einen Ersatzmotor. Das Estimate liegt bei 33.100 bis 40.400 Euro.

Lot 62 ist ebenfalls für Vorkriegsfreunde interessant. Das Lancia Artena Cabriolet von 1932 ist eines der ersten Fahrzeuge, die von Pinin Farina eingekleidet wurden. Der italienische Designer gründete  1930 seine Firma und schuf mit dem Lancia Artena ein viersitziges Oberklasse-Cabriolet. Das Estimate wird mit 62.500 bis 69.900 Euro veranschlagt.

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