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Oldtimerauktion Amelia Island

Von Alfa bis Mercedes - diese Autos bringen Millionen

Ferrari 400 Superamerica SWB Foto: Darin Schnabel ©2015 Courtesy of RM Sotheby's 58 Bilder

Ein Ferrari für für 6,4 Millionen, ein Jaguar D-Type für 3,7 und ein Daytona für 3,3 Millionen Dollar - RM Auctions feiert am 14.3. auf Amelia Island eine Rekord-Auktion mit mehr als 60 Millionen Dollar Umsatz. Wir zeigen die 13 Millionenseller von Alfa bis Mercedes.

16.03.2015 Kai Klauder Powered by

Einstand mit Ausrufezeichen für RM Auctions|Sothebys

Erst im Februar hatten die beiden Auktionshäuser RM und Sothebys eine strategische Partnerschaft beschlossen, schon Mitte März feiern sie ihre ersten neuen Rekorde. Exakt 60.328.550 Dollar Gesamtumsatz vermelden sie als Auktionsumsatz - und eine bemerkenswerte Verkaufsquote von 98 %.

Bei der Versteigerung im Rahmen des Amelia Island Concours d'Elegance kamen am 14. März insgesamt rund 100 Fahrzeuge unter den Hammer, 13 von ihnen erzielten mehr als eine Million US-Dollar.

13 Millionenseller von 9 verschiedenen Marken

Das Rezept für Rekordpreise ist eigentlich recht einfach: Man nehme klassische Ferrari der 50er bis 60er-Jahre, am besten offen, und harrt der Dinge und Gebote, die da kommen. Doch so einfach machte es sich RM Auctions nicht. Die Zusammenstellung der Auktionsautos war facettenreich und deckte ein breites Spektrum der Automobilhistorie ab.

Der Lohn sind Millionengebote für Fahrzeuge aus den Jahren 1930 bis 1988, für Vorkriegs-Phaetons bis Langstrecken-Rennwagen von Ferrari, Jaguar, Mercedes, Lamborghini, Austin-Healey, Duesenberg, Shelby, Alfa Romeo und Bugatti.

Topseller für wohltätige Zwecke versteigert

Mit 6,38 Millionen Dollar verweist der Topseller die anderen Blue-Chips auf die Plätze. Das angebotene Ferrari 400 Superamerica Cabriolet in der seltenen SWB-Version (Short Wheel Base, dt.: kurzer Radstand) und in der ungewöhnlichen Farbkombination Verde Bottiglia mit roter Conolly-Lederausstattung wurde von RM Auctions für wohltätige Zwecke verkauft. Der letzte Besitzer lässt den kompletten Auktionserlös seiner Stiftung zukommen, die sich um die Bildung von Kindern kümmert.

Der Ferrari mit matching numbers (Chassisnummer 1945 SA) soll einer von insgesamt 7 Cabriolets sein, die das kurze Chassis mit einem Radstand von 2.420 mm besitzen. Die Ferrari-Spezialisten von Classic Coach und Greg Jones restaurierten den 400 Superamerica, wobei auch der 340 PS starke Vierliter-V12 komplett überholt wurde.

Jaguar D-Type erzielt knapp 3,7 Millionen Dollar

Auf Platz 2 der Topseller landet ein Jaguar D-Type aus dem Jahr 1955. Der Rennwagen mit einer gut dokumentierten und erfolgreichen Rennhistorie erzielte 3.675.000 Dollar und befindet sich in rennfertigem Zustand. Chassisnummer XKD 530 ist einer von 54 für Privatfahrer gebauten D-Type, der 1956 an den finnischen Tennisspieler Curt Lincoln ausgeliefert wurde - um Steuern zu sparen war der Rennwagen damals als Gebrauchtwagen deklariert.

Später kam der Wagen zurück nach England, wo er 2003 komplett restauriert wurde. Nach seinem Neuaufbau nahm er unter anderem am Goodwood Revival, der Mille Miglia, dem Villa d'Este Concorso d'Eleganza, den Silverstone Classics und dem Pebble Beach Concours teil - ist also in der Szene wohlbekannt und hochgeschätzt. Der Jaguar D-Type wurde mit allen für einen Renneinsatz im Historischen Motorsport nötigen Papieren verkauft. So gehört ein FIVA-Pass, die FIA-Papiere und ein Zertifikat vom Jaguar Daimler Heritage Trust zu der umfangreichen Dokumentation.

Daytona Spyder und Mercedes 500/540 K erzielen mehr als 3 Mio.

Zwei weitere Fahrzeuge der Amelia Island-Auktion erzielen mehr als 3 Millionen Dollar. Zum einen der Ferrari 365 GTB/4 Daytona Spyder - wir berichteten -, der seinem neuen Besitzer 3,3 Millionen Dollar wert war. Außerdem ein Mercedes 500/540 K Cabriolet A aus dem Jahr 1935. Der Vorkriegs-Mercedes 500 Cabriolet A, von dem insgesamt nur 33 Exemplare entstanden, soll noch in den 30er-Jahren auf die Spezifikation des stärkeren 540 Kompressor umgebaut worden sein. In den Jahren 1999 bis 2001 wurde der Wagen mit der Chassisnummer 105384 komplett restauriert. Das 180 PS starke Kompressor-Cabriolet bewies beim 1.000 Meilen-Rennen "Colorado Grand" seine Standfestigkeit. Bei der Amelia Island-Auktion am 14. März erzielte er 3.025.000 Dollar.

Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport mit Zagato-Karosserie

Platz 5 der teuersten Auktionsautos dieser Amelia Island-Auktion belegt ein Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport. Insgesamt entstanden von diesem Rennwagen 106 Exemplare, das angebotene mit Chassisnummer 10814313 stammt aus dem Jahr 1931 und verbrachte seither die meiste Zeit in der Schweiz. Der Wagen wurde von 2005 bis 2009 umfassend restauriert, RM Auctions geben Restaurierungskosten von 100.000 Schweizer Franken an. Das Resultat der Arbeiten kann sich sehen lassen und sorgte beim Auftritt in Pebble Beach (2012) für Bewunderung. Das letzte Gebot für diesen Vorkriegsrennwagen lag jetzt bei der Amelia Island-Auktion bei 2.420.000 Dollar.

Alle weiteren Millionenseller der Amelia Island-Auktion von RM Auctions zeigen wir in unserer Fotoshow.

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