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Oldtimerkauf bei Versteigerungen

Keine Angst vor Auktionen

Kaufberatung, MKL, 03/2012 - Auktionen Foto: GOODING & COMPANY 6 Bilder

Was bei den diversen Auktionen in England, Frankreich, Deutschland, Österreich oder der Schweiz unter den Hammer kommt, lässt sich am einfachsten auf den Internetseiten der Auktionshäuser nachlesen. Die Internetadressen sowie Auktionstermine finden sich auf den Marktseiten in Motor Klassik. Auch das Bieten bei einer US-Auktion kann interessant sein, weil dort oft besonders exklusive Autos versteigert werden.

18.12.2013 Bernd Woytal Powered by

Vor der Auktion besteht beim sogenannten Viewing die Möglichkeit, die Autos zu inspizieren - aber nicht probezufahren. Wer detaillierte Auskünfte über den Zustand des Wagens haben möchte, kann dazu Mitarbeiter des Auktionshauses befragen. Man darf sich aber nie auf die Angaben im Auktionskatalog verlassen, denn die sind unverbindlich. Wer sich überhaupt nicht mit Oldtimern auskennt, sollte sich zumindest von einem kompetenten Bekannten beraten lassen.

Aufgerufener Preis ist nicht die Endsumme

Um mitbieten zu können, muss man sich vor der Auktion registrieren lassen. Wer nicht zu den Stammkunden des Hauses zählt, wird um die Vorlage einer Bankbürgschaft oder einer Bestätigung der Bank gebeten, aus der die Solvenz hervorgeht. Manchmal reicht die Vorlage einer Kreditkarte, aber das sollte unbedingt im Vorfeld mit dem Auktionshaus geklärt werden. Nach der Registrierung erhält der Interessent ein Schild mit einer Nummer, genannt Bidders Paddle, das zur Teilnahme an der Versteigerung berechtigt.

Zu beachten ist, dass die aufgerufenen Preise nicht die Endsumme darstellen. Zugeschlagen wird der Wagen zum sogenannten Hammerpreis, der sich aber noch um das Aufgeld für das Auktionshaus erhöht. Je nach Auktionshaus und Veranstaltung beträgt es zwischen 10 und 16 Prozent des Hammerpreises. Entsprechende Infos stehen beispielsweise im Auktionskatalog. Meist fällt zusätzlich noch eine Mehrwertsteuer an, die sich aber nur auf das Aufgeld bezieht. Deren Höhe hängt vom Land ab, in dem die Auktion stattfindet.

Reserve Price bleibt stets geheim

Das für ein Fahrzeug aktuelle Höchstgebot wird auf einer Tafel im Auktionssaal angezeigt. Den Sprung zum nächsten Gebot gibt der Auktionator vor. Wer das höchste Gebot abgibt, erhält den Zuschlag und damit das Fahrzeug, es sei denn, dieses Gebot liegt unterhalb des Reserve Price. Der Reserve Price bleibt stets geheim. Dabei handelt es sich um die Mindestsumme, die der Besitzer des Fahrzeugs noch akzeptiert. Für weniger gibt er sein Auto nicht her.

Als Orientierung steht im Auktionskatalog immer nur das Estimate beziehungsweise der Schätzpreis. Der Reserve Price liegt in der Regel unter oder dicht an der unteren Grenze des Estimates. Daher kann es durchaus sein, dass ein Wagen verkauft wird, obwohl das Höchstgebot unterhalb des Estimates liegt. Dies geschieht übrigens in jedem Fall, wenn es sich um ein sogenanntes Rerserve-Los handelt, was im Katalog besonders hervorgehoben wird.

Bieten per Telefon

Wer bei einem Fahrzeug mitbieten möchte, ohne am Tag der Versteigerung vor Ort zu sein, kann sich vorab als Telefonbieter registrieren lassen. Das Auktionshaus hält dazu ein entsprechendes Formular bereit. Kommt dann bei der Auktion das entsprechende Auto an die Reihe, wird man angerufen und kann telefonisch ins Bietergefecht eingreifen.

Interessenten können aber auch ein schriftliches Vorabangebot einreichen. Darin nennen sie die maximale Summe, die sie für ein Fahrzeug zahlen möchten. Die wird aber nicht zwangsläufig ausgeschöpft. Liegt das bei der Auktion abgegebene Höchstgebot darunter, erhält das vom Auktionator genannte nächst höhere Gebot den Zuschlag.

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