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Opel-Absatzprognose - Wachstum außerhalb Europas

Franz sieht 2015 Opel-Absatz von 2 Mio. Pkw

Klaus Franz Foto: Opel

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz bleibt bei der ursprünglichen Absatzprognose für Opel und rechnet 2010 mit einem Gesamtabsatz von 1,2 Millionen Fahrzeugen. Gegenüber auto motor und sport sagte Franz: "Dieses Jahr wollen wir etwa 1,2 Millionen Autos verkaufen. Für das Jahr  2015 sehe ich ein Potenzial von zwei Millionen Einheiten von Opel/Vauxhall – weltweit. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Opel auch Zugang zu Auslandsmärkten außerhalb Europas erhält."

05.05.2010 Harald Hamprecht

Im Gegensatz zu Franz rechnet Reilly nur mit 1,7 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2015.

Franz sieht Potenzial für Opel auf Auslandsmärkten

Franz appelliert an die Konzernführung, die Chancen der Marke Opel auf Auslandsmärkten stärker zu nutzen: "Interessant werden Märkte wie China, Australien, Südamerika." Zumindest in China sieht auch der zuständige GM-Manager Tim Lee, Chef von General Motors International Operations, Chancen für Opel. "Mittelfristig sehen wir durchaus größere Chancen. Ich stehe da in engem Austausch mit Opel-Chef Nick Reilly." 2009 hatte Opel in China nur 3.000 Fahrzeuge abgesetzt.

Neues Opel-Einstiegsmodell, Corsa-SUV und Astra Cabrio

Zudem hofft Franz auf neue Produkte, um den Absatz anzukurbeln: "Ein neues Einstiegsmodell, der Opel Junior, ist im Prinzip in trockenen Tüchern. Jetzt wollen wir natürlich auch sicherstellen, dass er in Eisenach gebaut wird. Denn dieses Lifestyleauto, das in relativ kurzer Zeit entwickelt wurde, basiert auf vorhandenen Komponentensätzen der Corsa-Architektur." Daneben wolle Opel einen Nachfolger des Astra Cabrios bringen und "als dritte Neuheit planen wir einen Corsa-SUV", so Franz.

Franz will Personalabbau bis 2013 strecken

Den geplanten Personalabbau bei Opel will Franz verringern und zeitlich strecken. Franz: "Nick Reilly will die angekündigten 8.300 Arbeitsplätze in Europa am liebsten 2010/11 abbauen. Wir strecken den Abbau aber schon allein über die Altersteilzeit bis 2013 hinaus. Zudem forcieren wir gerade das Insourcing. So wollen wir zum Beispiel viele Dienstleistungen insourcen, auch Produktionsbereiche wie das F40/50-Getriebe. Wir werden nicht akzeptieren, dieses Getriebe zu verlagern und sichern so 350 Arbeitsplätze." Zudem wirbt Franz dafür, vermehrt auf das Instrument der Umschulung zu setzen: "In Bereichen mit Personalüberhang, wie dem Einkauf oder der Finanz, haben wir beispielsweise Ingenieure, die wir – über Umschulungen – auch im Entwicklungszentrum einsetzen können, wo wir solche Fachkräfte suchen. Jeder Euro der für Abfindung ausgegeben wird, fehlt uns im Produkt. Mit Umschulungen vermeiden wir Abfindungskosten. Der Personaleffekt beläuft sich allein in Rüsselsheim auf mehrere hundert Stellen, die wir sichern können."

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