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Opel

Arbeitszeitverkürzung rettet 1.200 Jobs

Foto: dpa

Update ++ Im Rüsselsheimer Stammwerk der Adam Opel AG soll die Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden reduziert werden. Darauf haben sich Betriebsrat und Vorstand des Autobauers am Montagabend (3.11.) auf ein entsprechendes Arbeitszeitmodell geeinigt.

04.11.2003

Zur Sicherung der Beschäftigung am Opel-Stammsitz Rüsselsheim haben sich Vorstand und Betriebsrat auf ein neues Arbeitszeitmodell geeinigt. Wie auf der angekündigten Pressekonferenz am Dienstag (4.11.) in Rüsselsheim bekannt gegeben wurde, wird vom 10. November an die wöchentliche Arbeitszeit für die rund 5.000 Beschäftigten in der Produktion von 35 auf 30 Stunden bei teilweisem Lohnausgleich herabgesetzt. 2,6 Stunden werden von der Opel bezahlt, 2,4 Stunden gehen zu Lasten der Mitarbeiter. Dies entspricht einem durchschnittlichen monatlichen Einkommensrückgang von netto 85 Euro.


Alle übrigen Beschäftigten tragen mit unbezahlter Arbeit von drei Stunden pro Monat zu dem Modell bei. Die Führungskräfte der Adam Opel AG verzichten zudem auf zwei Urlaubstage. Die Laufzeit der Vereinbarung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2004 für alle 21.000 Beschäftigten am Standort Rüsselsheim.

IG Metall-Vize Huber: "Das Prinzip Solidarität funktioniert".

IG-Metall-Vize Jürgen Huber hat bereits vorab die 30-Stunde-Woche bei Opel begrüßt. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze könnten so gesichert werden, "das ist viel wert", betonte Huber am Dienstagmorgen (4.11.) im "ARD-Morgenmagazin“. Die Maßnahme zeige, dass das Prinzip Solidarität zwischen den Arbeitnehmern funktioniere: "Das fällt unseren Mitgliedern nicht leicht, weil das mit Entgeltverlusten verbunden ist, aber die Sicherheit des Arbeitsplatzes, (...), wird von allen als überragendes Ziel anerkannt."

Mitte 2001 hatten Management und Betriebsrat das Sanierungsprogramm "Olympia" aufgelegt. Darin wurde für 2002 und 2003 die Kürzung von 2500 Stellen in Deutschland sowie die Verschiebung von Teilen des Weihnachtsgeldes in die nächsten Jahre vereinbart. Schließlich wurde bis Ende 2005 zugesichert, dass keine betriebsbedingten Kündigungen für die damals 40.000 Beschäftigten ausgesprochen werden.

Die andauernd schwache Autokonjunktur in Westeuropa beeinträchtigte die Sanierungspläne trotz verbesserter Marktanteile. Nach Jahren hoher Verluste sollte zumindest das vierte Quartal 2003 mit einem Überschuss schließen, um 2004 endgültig wieder in die Gewinnzone zu fahren.

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