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Opel Astra künftig nur noch in zwei Werken

Produktion im Dreischichtbetrieb

Opel Werk Antwerpen, Opel Logo Foto: dpa

Der erste Dominostein ist gefallen: Das wichtigste Opel-Modell Astra wird künftig nur noch in zwei Werken vom Band rollen - und wohl nicht mehr in Deutschland. Welche Konsequenzen das für die anderen Werke und Mitarbeiter hat, bleibt noch offen.

14.05.2012 dpa

Grundsätzlich werde für jeden Standort ein Dreischichtbetrieb angestrebt, erklärte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke am Montag (14.5.) laut einer Mitteilung bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung im Stammwerk Rüsselsheim.

Bislang wird das aktuelle Astra-Modell in den drei Werken in Rüsselsheim, im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice jeweils im Zweischichtbetrieb produziert. Im Bochumer Werk laufen zudem noch Versionen des Vorgängermodells als Astra Classic vom Band. Zu möglichen Werkschließungen äußerte sich Stracke nicht, sondern kündigte 300 Millionen Euro Investitionen in die Astra-Produktion an.

Chevrolet-Produktion vielleicht in Europa

Opel solle mit einer umfassenden Strategie schnellstmöglich profitabel gemacht werden, sagte Stracke. Bis 2016 würden Margen, Marktanteile und Umsatz deutlich gesteigert. Dafür werde dem Aufsichtsrat im Juni ein umfassendes Konzept vorgelegt. Unter anderem solle die bislang weitgehend auf Europa beschränkte General-Motors-Tochter neue Exportmärkte erschließen und prüfen, ob nicht Modelle der Konzernschwester Chevrolet in Europa gebaut werden könnten.

Die Zusammenarbeit mit dem französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen werde im Rüsselsheimer Opel-Entwicklungszentrum keine Stellen kosten, versprach Stracke. Wenn ein Entwicklungsprojekt an PSA vergeben werde, komme dafür ein anderes nach Rüsselsheim. Die Zukunft des Zentrums werde gestärkt. Zudem müsse das Stammwerk besser ausgelastet werden.

Beck fordert von GM offene Märkte für Opel

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat sich wegen der Zukunft der Opel-Werke besorgt gezeigt. "Von einer positiven Perspektive kann man bei weitem noch nicht sprechen", sagte Beck am Montag nach dem Besuch einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim mit Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU). "Wir haben als Vertreter der Politik, der Kollege Bouffier und ich, deutlich gemacht, dass wir an der Seite der Opel-Standorte und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen, dass wir erwarten, dass die Unternehmensleitung alles tut, damit Klarheit geschaffen wird." An den Standorten werde untereinander die Zusammenarbeit gebraucht.

Beck forderte von der Opel-Mutter General Motors (GM) offene Märkte für Opel. "Das kann alles natürlich nicht einseitig sein, dass auf der einen Seite immer mit Arbeitsplatzverlusten gedroht wird, während man weite Teile der Welt verschließt, dass Opel gar nicht dort konkurrieren kann."

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