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Astra-Produktion in Bochum läuft später an

Opel Logo poliert Foto: dpa

Carl-Peter Forster, Chef von GM Europe, bestätigt erstmals gegenüber auto motor und sport, dass sich der Start des Astra-Nachfolgers im Opel-Werk Bochum verzögern wird.

23.08.2008 Harald Hamprecht

"In Bochum werden wir erst Ende 2010, Anfang 2011 den Nachfolger des Astra Caravan anlaufen lassen", sagte Forster und bestätigte damit Befürchtungen des Bochumer Betriebsratschefs Rainer Einenkel. "Das sind zwar etwa neun Monate später als in Ellesmere Port, allerdings hat das absolut keine Nachteile für unseren Standort im Ruhrpott", beschwichtigt Forster gegenüber auto motor und sport. "Wir halten an allen Investitionszusagen fest."

Zudem werden in Bochum die aktuellen Modelle nicht abrupt auslaufen, sondern weiterproduziert und dann als "Classic2-Variante weiterverkauft. "In Rüsselsheim werden wir voraussichtlich ab Ende 2009 die fünftürige Variante des Astra von Band laufen lassen", ergänzt Forster und präzisiert damit erstmals die Produktionspläne für das Stammwerk, das damit neben dem Mittelklasse-Modell Insignia in mehreren Varianten erstmals auch ein Modell der Kompaktklasse bauen wird.

Saturn-Modelle werden künftig in den USA produziert

Die westeuropäischen Opel-Kompaktklasse-Werke müssen sich darauf einstellen, künftig nicht mehr für den amerikanischen Markt und die GM-Tochter Saturn zu produzieren. "Den Nachfolger des Saturn Astra werden wir nicht mehr in Westeuropa fertigen und in die USA exportieren, sondern direkt in den Staaten vom Band rollen lassen", kündigte Forster an. "Das wird uns eine aggressivere Preisposition erlauben und das Auto zu besseren Verkaufszahlen führen." Bislang wird der Saturn Astra im belgischen Antwerpen gefertigt.

Europa-Absatz soll in fünf Jahren auf zwei Millionen Opel/Vauxhall steigen

Wenig optimistisch ist Forster, dass Opel kommendes Jahr seine Absatzzahlen wesentlich erhöhen kann. "Wir sehen 2009 ein weiteres schweres Jahr auf die gesamte Industrie zukommen und werden versuchen, dort ohne größere Blessuren durchzukommen", so Forster. "Wir erwarten für Westeuropa 2009 bestenfalls ein Marktvolumen von 15 bis 16 Millionen Neuwagen. Einschnitte bei der Produktionskapazität, sprich Werksschließungen oder einen zusätzlichen Personalabbau, werden wir sicher nicht vornehmen." Stattdessen werde Opel die Verlängerung von Werksferien und angelaufene Überstunden nutzen, um flexibel auf die schwankende Nachfrage zu reagieren. "Dennoch bin ich nicht pessimistisch für unsere Kernmarke Opel. 2007 haben wir 1,63 Millionen Opel in Europa abgesetzt und in fünf Jahren werden es sicherlich zwei Millionen sein - und zwar mit einem besseren Image und in einer noch besseren Qualität."

Gemischt ist das Urteil Forsters zur Übernahme des Automobilzulieferers Continental durch das Familienunternehmen Schaeffler. "Die Continental-Schaeffler-Fusion hat positive und negative Aspekte. Positiv sehe ich den Punkt, dass ein Familienunternehmen die Volatilität aus dem Geschäft nimmt und verhindert, dass eine Heuschrecke sich das Know-how unter den Nagel reißt", betont Forster. "Negativ sehe ich den Aspekt der weiteren Konzentration im Zuliefererbereich, der den Wettbewerb kontinuierlich reduziert. Außerdem bedauere ich den Abgang von Manfred Wennemer, der in meinen Augen einen hervorragenden Job gemacht hat. Opel und GM steht - als einer der größten Conti-Kunden - dieser Entwicklung in Summe also neutral gegenüber."

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