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Opel

Auslastung sinkt dramatisch

Foto: dpa

Der von der Krise der Konzernmutter GM stark gebeutelte Autobauer Opel muss im nächsten Jahr die schlechteste Auslastung aller deutschen Hersteller hinnehmen.

19.11.2008 Harald Hamprecht

Nach einer Analyse des Prognosespezialisten CSM Worldwide, die auto motor und sport vorliegt, schafft Opel in seinen Werken 2009 nur noch eine Auslastung von 66,2 Prozent. Das ist ein Minus gegenüber 2008 von 11,4 Prozent. Besonders schlimm wird es vor allem das Werk Antwerpen treffen, dessen Auslastung auf nur noch rund 48,6 Prozent sinkt. Auch das Astra-Werk Bochum rutscht auf nur noch 61 Prozent Auslastung. Noch relativ gut halten sich dagegen das Corsa-Werk in Eisenach (76 Prozent) und das Stammwerk Rüsselsheim, das den neuen Insignia produziert (81 Prozent).

Allerdings liegt Opel damit abgeschlagen hinter der Konkurrenz. So kommt die BMW Group laut CSM trotz des zurückgehenden Absatzes auf die beste Auslastung der deutschen Hersteller mit 92 Prozent (-4,6 Prozent). Auch Daimler kommt trotz der Produktionskürzungen noch auf eine Auslastung von 89,1 Prozent (-1,1 Prozent). Gut schlagen sich zudem der VW-Konzern mit 84,5 Prozent (-5,6 Prozent) und die Fordwerke mit 79,3 Prozent (-10,4 Prozent).

Noch dramatischer als bei den Deutschen sieht die Lage bei den Franzosen aus. Hier drohen ganze Werksschließungen. So rechnet CSM damit, dass im spanischen Renault-Werk Valladolid, wo der Modus produziert wird, die Auslastung auf nur noch 27 Prozent sinkt. Rein rechnerisch haben Renault und Nissan weltweit mindestens vier Werke zuviel, sollte sich die Nachfrage nicht bald signifikant erhöhen. Ähnliches gilt für PSA: Peugeot und Citroën haben rechnerisch zwei Werke zuviel. Für 2009 rechnet CSM bei Renault-Nissan mit einer durchschnittlichen Auslastung von 68,4 Prozent, bei PSA mit 73 Prozent.

Verheerend sind auch die Prognosen für die großen Autohersteller in den USA. Trotz des massiven Stellenabbaus leiden die großen Drei unter eine Überkapazität von vier Millionen Einheiten, so CSM Worldwide. „Nach derzeitigem Stand rechnen wir für 2009 mit einer weltweiten Überkapazität von 26,9 Millionen Einheiten“, sagt Analyst Henner Lehne von CSM Worldwide. Am schlechtesten stehen Ford mit einer Auslastung von nur noch 56,4 Prozent (-7,2%) und Chrysler mit 58,6 Prozent (-7,5%) da. Marktführer GM, der von der Pleite bedroht ist, liegt mit 64,9 Prozent Auslastung zwar über der Konkurrenz, aber immer noch schlechter als seine deutsche Tochter Opel.

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