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Opel

Belegschaft begehrt auf

Foto: dpa

Beim Autohersteller Opel haben sich Arbeitnehmervertreter gegen die Sparforderungen des Managements gestellt.

27.11.2008

Die Muttergesellschaft General Motors (GM) müsse zunächst
einen zukunftsfähigen Geschäftsplan vorlegen, bevor man über Beiträge der Belegschaft sprechen könne, erklärte am Donnerstag (27.11.) der Vorsitzende des Europäischen GM-Betriebsrats, Klaus Franz, in Rüsselsheim. 

GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster hatte in einem Brief an die Belegschaft die Senkung der Arbeitskosten um mindestens zehn Prozent verlangt.

Von den Gewerkschaften eingeräumte Nullrunden in den USA und Kanada seien ohne Wirkung verpufft, weil vom GM-Management kein nachhaltiger Geschäftsplan ausgearbeitet worden sei, erklärte Franz. Die Beschäftigten müssten sich so verhalten wie das US-Repräsentantenhaus, meinte der Gewerkschafter und zitierte dessen Sprecherin Nancy Pelosi: "Bis sie uns die Pläne zeigen, können wir ihnen kein Geld zeigen."

IG Metall: Opel Bochum braucht Millionen-Kredite

Derweil dringen die IG Metall und der Bochumer Opel-Betriebsrat auf Staatsbürgschaften für Opel. Allein das Bochumer Werk benötige für seine neuen Modellreihen 420 Millionen Euro an Investitionen, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier, das am Donnerstag verbreitet werden sollte. Ohne Zukunftsinvestitionen sei das Aus für Bochum vorprogrammiert. In diesem Fall seien 6000 Arbeitsplätze in Bochum und bis zu 25 000 Jobs in der nordrhein-westfälischen Zulieferindustrie akut gefährdet.

NRW-IG-Metall-Chef Oliver Burkhard sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Donnerstagausgabe): "Das Land NRW ist jetzt in der Verantwortung. Wir brauchen schnelles, entschlossenes Handeln, damit die 420 Millionen Euro Zukunftsinvestitionen schnell in trockene Tücher kommen." Wenn der bedrohte Mutterkonzern General Motors (GM) die zugesagten Investitionen nicht mehr leisten könne, müsse Opel Kredite aufnehmen, für die dringend Staatsbürgschaften benötigt würden. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte eine Bürgschaft in Aussicht gestellt. Auch Kanzlerin Angela Merkel erklärte gestern, auch der Bund prüfe eine Bürgschaft für Opel in Milliardenhöhe. Nach WAZ-Informationen tragen Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PWC) alle Unterlagen zusammen, die Bund und Länder für die Genehmigung einer Bürgschaft benötigen.

Opel in Bochum hat derzeit eine einwöchige Produktionspause eingelegt. Außerdem soll das Werk ab Mitte Dezember vorzeitig in die Weihnachtspause gehen. Am 1. Dezember kommen die Beschäftigten nach Angaben des Betriebsrates zunächst zu einer Belegschaftsversammlung in Bochum zusammen.

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