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Opel-Betriebsrat droht mit Klagen

Foto: dpa

Der Opel-Betriebsrat will auf keinen Fall Entlassungen bei dem verlustreichen Autohersteller hinnehmen und droht für diesen Fall mit einer Klagewelle.

31.01.2005

"Wenn uns die Geschäftsleitung zu einem Sozialplan und betriebsbedingten Kündigungen zwingt, dann nehmen wir zuvor alle 6.500 Mitarbeiter in die IG Metall auf und bereiten ebenso viele Individualklagen vor", sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der "Automobilwoche". Bisher hätten 5.972 Mitarbeiter sich freiwillig für eine Abfindung gemeldet.

Sollten weniger als die angepeilten 6.500 zu Stande kommen, müsste zunächst eine Einigungsstelle unter Vorsitz eines Arbeitsrichters über das weitere Verfahren entscheiden.

"Es gibt keinerlei Entwarnung. Wir können nicht ausschließen, dass wir eine Einigungsstelle einberufen müssen", sagte Franz der Branchenzeitschrift. Die Entscheidungsfrist für die Abfindung und den Wechsel in eine Beschäftigungsgesellschaft war vom 31. Januar auf den 25. Februar verschoben worden. Opel streicht insgesamt bis zu 10.000 Stellen in Deutschland. Die Differenz zu den 6.500 lässt sich aus einem Personalabbau durch Altersteilzeit und die Auslagerung von Betriebsteilen an Zulieferer erklären.

Im Gegensatz zu den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern soll der Stellenabbau in Bochum stufenweise über drei Jahre verteilt werden, berichtet die Zeitung. Demnach sollen in diesem Jahr 1.300, danach 1.200 und 2007 weitere 550 Opelaner in die Transfergesellschaft wechseln. Der Europa-Vize-Chef des Mutterkonzerns General Motors (GM), Carl-Peter Forster, hatte am Freitag angedeutet, dass das Bochumer Werk ab 2007 die Produktion eines zusätzlichen Astra-Modells vom Werk im belgischen Antwerpen übernehmen könnte, wenn die Arbeitnehmer zu drastischen Lohneinbußen bereit seien. Zusicherungen bezüglich einer langfristigen Zukunft des Werks gab Forster jedoch nicht ab.

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