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Opel-Betriebsrat

"Mehr Corsa für Eisenach"

Eine bessere Auslastung des Werkes im thüringischen Eisenach hat Opel-Betriebsratschef Klaus Franz gefordert. "Im laufenden Jahr werden 115.000 Corsa vom Band rollen. Unsere Kapazität liegt aber bei 175.000 Einheiten. Daher fordern wir auch den Fertigungsauftrag für den fünftürigen Corsa", sagte er der Branchenzeitung "Automobilwoche".

05.12.2005

Bislang wird nur die dreitürige Version des vor einer Neuauflage stehenden Kleinwagens in dem Eisenacher Werk mit rund 1.900 Beschäftigten gebaut, die Fünftürer kommen aus dem spanischen Saragossa. Gegenüber dem Fachblatt wollte sich das Unternehmen nicht zu seinen Produktionsplanungen äußern.

Weitere Absatzmöglichkeiten für Opel-Autos sieht Franz in den USA. Dort sei eine verfehlte Konzern- und Modellpolitik der Muttergesellschaft General Motors (GM) verantwortlich für die Krise des weltgrößten Autobauers. GM verkaufe auf seinem Heimatmarkt Sprit fressende SUV und Trucks, obwohl die Konkurrenz aus Japan und Europa mit sparsamen Modellen Marktanteile erobere. GM-Chef Rick Wagoner solle endlich die globale Größe des Konzerns nutzen und moderne Opel-Modelle unter dem Logo der Schwestermarke Saturn in den USA
verkaufen.

Keine Opel für die USA

Ein GM-Konzernsprecher stellte laut Automobilwoche klar, dass "ein solcher Export aus dem Hochlohnland Deutschland definitiv nicht geplant ist." Vielmehr werde weiterhin ein globaler Technikaustausch favorisiert. Franz wies hingegen auf Kostenvorteile von ausgelasteten Fabriken hin. In Rüsselsheim könne jeder Vectra bei einer Vollauslastung 800 US-Dollar (683 Euro) billiger produziert werden. Am Opel-Stammsitz könne die Kapazität innerhalb weniger Wochen um bis zu 100.000 Autos aufgestockt werden.

Wagoner begehe zudem strategische Fehler, wenn er nur die beiden Marken Cadillac und Chevrolet zu globaler Stärke führen wolle, meinte Franz. Die neue globale Plattformstrategie des Konzerns berge neben Einsparpotenzialen große Risiken für die gerade wiedererstarkte Marke Opel, die Gefahr laufe, verwässert zu werden.

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