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Opel-Betriebsrat

Opel muss auch auf US-Markt agieren

Opel Logo Foto: dpa 144 Bilder

Opel muss unter Magna-Beteiligung entgegen bisheriger Vereinbarungen nach Ansicht des Betriebsrats auch auf dem Heimatmarkt der bisherigen Muttergesellschaft GM agieren. Die Marke Opel müsse globalisiert werden und dazu gehöre auch Nordamerika.

15.06.2009

Das sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz dem Branchenblatt "Automobilwoche". Derzeit könne Opel in Kanada verkaufen, aber nicht in den USA. "Das kann sich aber ändern, wenn Opel-Fahrzeuge in Nordamerika gebaut werden und wir globale Architekturen haben."

Opel setzt große Hoffnungen auf Russland-Markt

Mit Opel und der GM-Marke Chevrolet will Magna den russischen Markt erobern. Das aktualisierte Konzept des österreichisch-kanadischen Zulieferers für einen Einstieg bei Opel sieht vor, "dass "NewOpel" bis auf weiteres das Exklusivrecht haben wird, die Marke Chevrolet in Russland zu produzieren und zu vertreiben». Das "Handelsblatt" sieht daher das Schicksal von Opel "eng mit der GM-Marke Chevrolet verbunden". Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz betonte hingegen am Freitag, dass der Autobauer die Rechte an Chevrolet in Russland nicht zum Überleben benötige: "Chevrolet könnte das Geschäft als zusätzlicher Benefit versüßen, das ist aber nicht die Basis des Geschäftsmodells von Magna."

Nach dem der dpa vorliegenden Geschäftsplan strebt Magna gemeinsam mit der russischen Sberbank die komplette Übernahme von Chevrolet in Russland an. Die GM-Marke ist die Nummer drei auf dem russischen Markt. GM verkauft nach Angaben des Opel-Betriebsrats jährlich rund 450.000 Chevrolets in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Analysten sind skeptisch

Magna will bis 2014 rund 350.000 Chevrolets und 200.000 Opel pro Jahr in Russland verkaufen und damit knapp 18 Prozent Marktanteil erreichen. Gemeinsam mit dem russischen Hersteller GAZ, der in das Konzept einbezogen werden solle, seien Produktionskapazitäten von 700.000 Autos in Russland geplant. Das entspricht laut "Handelsblatt" fast der Hälfte des gesamten "New-Opel"-Absatzes, den Magna für 2014 geplant hat.

Der Analyst des Marktforschers Global Insight, Tim Urquhart, zweifelte im "Handelsblatt" die ehrgeizigen Ziele aus dem Magna-Papier an: "Magnas Prognose, 350.000 Chevrolets und 200.000 Opel zu verkaufen, erscheint uns sehr ambitioniert." Er gehe davon aus, dass die Prognose um mindestens 30 Prozent über den erreichbaren Zielen liege. Zudem sei es unwahrscheinlich, dass GM sein erfolgreiches Russland-Geschäft an New-Opel abtreten werde.

Opel-Zukunft hängt nicht am Chevrolet-Deal

Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz betonte, dass das angestrebte Exklusivrecht für Chevrolet in Russland "sicher einer der wichtigsten Deals sein" werde. Magna verhandele darüber gerade mit GM. Die Zukunft Opels hänge aber nicht vom Erfolg dieser Verhandlungen ab: "Es wäre natürlich toll, wenn wir die 450.000 Einheiten Chevrolet für die GUS-Staaten in dieses Business mit reinbekommen könnten." General Motors steht seit vergangener Woche unter Gläubigerschutz.

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