Opel-Bieterwettstreit: RHJ International will Opel übernehmen

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Der internationale Finanzinvestor RHJ verhandelt mit General Motors über den Kauf des Autoherstellers Opel. Dabei gehe es um eine Mehrheitsbeteiligung, teilte das Unternehmen am Montag (13.7.) in Brüssel mit.

"Diese Verhandlungen laufen seit einigen Wochen und befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium", heißt es in einer Erklärung von RHJ International.


RHJ-Angebot für alle Seiten attraktiv

RHJ-Sprecher Arnaud Denis sagte, er könne keine Angaben darüber machen, wann ein Abschluss der Verhandlungen möglich sei. "Wir haben ein Angebot vorgelegt, das für alle Seiten sehr attraktiv ist", sagte Denis der Deutschen Presse-Agentur. Dies betreffe auch die Zukunft aller deutschen Opel-Standorte.

RHJ International verstehe sich als "industrieller Akteur": "Wenn wir eine Firma übernehmen, dann betrachten wir das als eine langfristige Investition. Und für uns ist wichtig, dass wir selbst in der Lage sind, unsere Anlagen auch zu managen. Es geht uns nicht darum, einfach nur irgendwo Geld zu investieren." RHJ International habe 60 Prozent seines Vermögens in drei Auto-Zulieferern investiert. Einzelheiten über das Unternehmenskonzept wollte Denis nicht mitteilen: "Die Autohersteller werden wieder auf die Beine kommen. Und Opel und Vauxhall sind extrem starke Marken."

Koch fordert schnelle Lösung für Opel

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) dringt unterdessen auf eine schnelle Lösung bei der Opel-Übernahme. Jeder Tag ohne Ergebnis koste viel Geld, sagte Koch am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. "Deshalb muss es so schnell wie möglich gehen." Erst einmal sei der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) am Zug. Koch rechnet nach eigenen Angaben mit einem komplizierten Weg, bis der Vertrag über einen Partner unterschrieben und die Finanzierung gesichert ist. Über das Messen der Bieter sagte er, dies sei "völlig in Ordnung".

Das belgische Investmentunternehmen RHJ International verhandelt mit GM über eine Übernahme von Opel. Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna hatte seine Entscheidung verschoben. Aus China kommt der Mitbieter BAIC.

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dpa/uba

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