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Opel Bochum

Wilder Streik beendet

Foto: dpa

Update ++ Nach einem sieben Tage dauernden wilden Streik hat eine deutliche Mehrheit der Bochumer Opel-Belegschaft von knapp 80 Prozent am Mittwoch (20.10.) für eine Wiederaufnahme der Arbeit gestimmt.

20.10.2004

Insgesamt 6.400 Beschäftigte hätten sich für die Wiederaufnahme der Arbeit ausgesprochen und rund 1.700 dagegen, sagte der Betriebsratsvorsitzende Dietmar Hahn. Am Nachmittag wurde die Produktion wieder angefahren. Auch die Blockaden der Werkstore wurden aufgehoben.

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Der Betriebsratschef zeigte sich erleichtert über das Abstimmungs-Ergebnis: "Es hätte keinen Sinn gehabt, ohne Mandat nach Rüsselsheim zu fahren, mit einer weiter angespannten Bochumer Situation im Rücken". Mit rund 8.100 von insgesamt 9.600 Beschäftigten hätte sich quasi jeder anwesende Mitarbeiter der Bochumer Opel-Werke an der Abstimmung beteiligt, betonte er.

Hahn verteidigte damit auch das von zahlreichen Beschäftigten kritisierte Vorgehen des Betriebsrats, der gleichzeitig über die Arbeitsaufnahme und den Verhandlungsauftrag hatte abstimmen ließ. "Soll der Betriebsrat die Verhandlung mit der Geschäftsführung weiterführen und die Arbeit wieder aufgenommen werden?", lautete die Frage, die die Beschäftigten mit Ja oder Nein beantworten konnten. "Damit kann man auf zwei Fragen nur eine Antwort geben. Das ist auch eine Methode der Manipulation", protestierte eine Belegschaftssprecherin vergeblich.

IG-Metall-Boss begrüßt das Wahlergebnis

Der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters begrüßte die Wiederaufnahme der Arbeit im Bochumer Opel-Werk. "Das ist ein richtiges Signal der Belegschaft, das jetzt die Möglichkeiten für Verhandlungen eröffnet, die schwierig genug werden", sagte Peters. "Auf der anderen Seite haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie nicht mit sich wie ein Karnickel umspringen lassen."

Die Unternehmensleitung der Adam Opel AG äußerte ihren Respekt für die Entscheidung: "Wir möchten allen für die heute erreichte Entscheidung danken und sehen der weiteren Arbeit mit den Betriebsräten und der Bochumer Belegschaft nun mit Zuversicht entgegen", hieß es in einer Erklärung der Geschäftsführung. "Unser gemeinsames Ziel ist es, Bochum in Westeuropa und auch im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu machen." Das Management vor Ort und die Betriebsräte verdienten Anerkennung für ihren Umgang mit dieser schwierigen Situation.

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