Opel-Bürgschaften - GM braucht kein Geld: Opel zieht alle Bürgschaftsanträge zurück

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Der Autobauer Opel zieht alle Anträge auf staatliche Bürgschaften der europäischen Länder zurück. Opel und die Konzernmutter General Motors (GM) wollen die Sanierung des Herstellers aus eigenen Mitteln finanzieren.

Das teilte Opel am Mittwoch (16.6.) in Rüsselsheim mit. Zwar habe sich am Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro für die Restrukturierung des Unternehmens nichts geändert. Nun sei aber der Weg frei für eine schnelle Umsetzung des Zukunftsplans.

Keine weiteren Entlassungen oder Werkschließungen bei Opel geplant

"Neue zeitaufwendige, komplexe Verhandlungen und eine weiterhin ungesicherte Finanzierung können wir uns nicht erlauben", begründete Opel-Chef Nick Reilly den unerwarteten Schritt. Stattdessen müsse der Hersteller weiter in neue Produkte und Technologien investieren. Dazu gehöre ein Investitionsprogramm über 11 Milliarden Euro für neue Produkte und Technologien.
 
Trotz des Verzichts auf Staatshilfe seien keine weiteren Werkschließungen oder Entlassungen geplant, sagte ein Opel-Sprecher in Frankfurt. Nach dem Sanierungsplan sollen europaweit 8.300 der 48.000 Stellen abgebaut werden, möglicherweise könnten es aber auch weniger werden. Zudem soll das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen werden, um Überkapazitäten abzubauen. Der Autobauer hat in Deutschland Werke in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern.

Brüderle bergüßt GM-Entscheidung

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat den Verzicht von Opel auf Staatshilfen begrüßt. "Ich fühle mich in meiner Entscheidung voll bestätigt", sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin mit Blick auf seine Absage an eine Bundesbürgschaft vor wenigen Tagen. Dies zeige, dass sich marktwirtschaftliche Grundlagen auszahlten.
 
Mit der Entscheidung von Opel und der Konzernmutter General Motors (GM) werde der Steuerzahler geschont. Zugleich werde für faire Wettbewerbsbedingungen gesorgt. Opel könne sich nun darauf konzentrieren, erfolgreich gute Autos zu bauen. Staatshilfen müssten die Ausnahme bleiben.

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dpa/uba

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