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Opel

GM soll Minderheitsaktionär bleiben

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Der Aufsichtsratsvize von GM Europe, Klaus Franz, hat sich dafür ausgesprochen, dass GM auch im Fall einer Loslösung der europäischen Opel-Vauxhall-Werke Anteilseigner bleibt.

25.02.2009 Harald Hamprecht

"GM muss Aktionär bei Opel bleiben, damit wir die Vorteile eines globalen Großkonzerns nutzen können - vor allem die Skalenvorteile im Einkauf und das Know-how sowie die Finanzierungsmöglichkeit von kostspieligen Entwicklungen", sagte Franz. Er geht davon aus, das GM bereit ist, die Mehrheit an Opel gegen entsprechende Zahlungen abzugeben.

Kündigungen sollen vermieden werden

"Das wahrscheinlichste Szenario heißt 'Cash for Equity', sprich GM wird Anteile an Beschäftigte, Händler und interessierte Investoren abgeben müssen." Allerdings räumt Franz ein, dass Opel auch als selbstständiger Einheit Einschnitte drohen. "Wir werden an allen Hebeln ziehen, um diese Ziele zu erreichen, ohne Werke schließen oder betriebsbedingt kündigen zu müssen."

Die Überkapazitäten von GM in Europa liegen nach internen Zahlen aktuell bei 400.000 bis 500.000 Einheiten. Nach einer Analyse von CSM Worldwide lag die Auslastung in den deutschen Werken 2008 bei durchschnittlich nur 64 Prozent. Aus GM Europe-Führungskreisen wurde bekannt, dass offenbar die Schließung eines Werkes außerhalb Deutschlands geprüft wird. Ganz oben auf der Liste der Kandidaten stehe dabei das belgische Antwerpen, wo die Astra-Produktion in diesem Jahr ausläuft. Künftig sollte dort ein neuer kleiner Gelände-Crossover auf Corsa-Basis von den Bändern laufen, doch dieses Modell könnte auch in den Corsa-Werken Saragossa und Eisenach integriert werden.

Werk Bochum soll nicht geschlossen werden

Franz verurteilt diese Pläne: "Die Frage der Überkapazitäten ist nicht nur eine nationale, sondern eine europäische Frage, die wir solidarisch lösen werden. Und nicht zum Nachteil einzelner Länder. Wir werden nicht zulassen, dass einzelne Werke gegeneinander ausgespielt werden."

Bochums Betriebsratschef Rainer Einenkel geht davon aus, dass das Werk Bochum nicht zur Disposition steht. "Wir haben die sogenannte 'Katastrophenklausel' juristisch prüfen lassen. Bochum ist demnach sicher, denn der Markt für Astra und Zafira ist keineswegs total zusammengebrochen." Einenkel geht davon aus, dass die geforderte Trennung vom Mutterkonzern ein langer Prozess wird. "Der Trennungsprozess von GM wird ein schwieriges Unterfangen und könnte viele Jahre dauern. Es gibt finanzielle Vernetzungen und patentrechtliche Fragen. Mit GM als Minderheitsaktionär wären diese Probleme lösbarer."

Saab 9-5 wird in Rüsselsheim gebaut

Franz schreitet zudem Spekulationen entgegen, wonach das Opel-Werk Rüsselsheim den Auftrag für die Produktion des Saab 9-5-Nachfolgers verlieren könnte: "Der Saab 9-5 wird ab Sommer in Rüsselsheim gebaut, alles andere wäre eine Illusion, denn eine Verlagerung nach Trollhättan würde Kosten von mehr als 150 Millionen Euro bedeuten.

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